GegenStandpunkt     Verlag     Zeitschrift     Index     Konspekt  

GEGENSTANDPUNKT Verlag


Kirchenstr. 88, 81675 München
Tel. (089) 2721604, Fax ++49 (0)89 2721605
E-Mail: gegenstandpunkt@t-online.de       Wie bestellen?  


  Verlagsprogramm     Das Finanzkapital  

In der Politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt ist in vier Kapiteln das Werk „Das Finanzkapital“ erschienen.
Der Verlag bietet die vier Ausgaben des GegenStandpunkts zum Sonderpreis von 30.– € (inklusive Porto und Versand) an.

Das Finanzkapital

GS 3-08

I. Die Basis des Kreditsystems:
Von der Kunst des Geldverleihens

  1. Der notorische Geldmangel der kapitalistischen Geschäftswelt und seine Bewältigung und Ausnutzung durch die erste Grundgleichung des Finanzkapitals: Geld wird als Kapital zur Ware und dadurch selber Geldkapital
  2. Die Schöpfung von Kredit und Geld durch die zweite Grundgleichung des Bankgewerbes: Schulden fungieren als Kapital und stiften Zahlungsfähigkeit
  3. Das andauernde Bemühen um die Stiftung von Sicherheit im Kreditgeschäft vermittels der dritten Grundgleichung des Finanzgewerbes:
  4. Liquidität schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Liquidität
  5. Die Beglaubigung der Kredit- und Geldschöpfungen des Finanzkapitals durch die Gleichung, die die Staatsgewalt als „Bank der Banken“ den drei anderen hinzufügt:
    Was im Zahlungsverkehr der Kreditinstitute wie Geld funktioniert,
    ist ein vollwertiger Ersatz für die gesetzliche Geld-„Ware“

GS 2-09

II. Die Entfaltung der Kreditmacht des Finanzkapitals:
Die Akkumulation des „fiktiven“ Kapitals

  1. Vom Leihgeschäft zum Kapitalmarkt

  2. Zusatz 1. zum Verhältnis zwischen Fakten und ihrer Erklärung
  3. Der Kapitalmarkt und seine Geschäftsartikel: Von Anleihen, Aktien und anderen „Produkten“

  4. Zusatz 2. zum – von Marx so genannten – „fiktiven Kapital“ und seiner realen Macht
  5. Der Verwertungsprozess des Finanzkapitals am Kapitalmarkt: Von Portfolios und ihrer nutzbringenden Bewirtschaftung
  6. Die Börse, die „Realwirtschaft“ und das gesellschaftliche Gesamtkapital
  7. Die Spekulation auf die Spekulation: Vom Geschäft mit Derivaten
  8. Von der Krisenanfälligkeit des Finanzkapitals

  9. Zusatz 3. zur kapitalistischen Krise im allgemeinen und im besonderen

GS 1-10

III. Die ‚systemische‘ Bedeutung des Finanzgeschäfts und die öffentliche Gewalt

0.  Die Eigenart der Geschäfte, durch die sich Geldinstitute als kapitalistische Unternehmen bewähren – ihr Wirken gehorcht ihrer eigenen Gewinnrechnung, zielt auf kontinuierliche Steigerung von Umsatz und Überschüssen –, wird kaum gewürdigt. Das liegt an der Wertschätzung der Dienste, die das Finanzgewerbe am Funktionieren der Marktwirtschaft erbringt: Ihm verdanken „die Märkte“ die Geldversorgung, die Unternehmen aller Geschäftszweige ihre Ausstattung mit Kapital. Die Finanzgeschäfte verhelfen ihren Betreibern offenbar nicht nur zu ansehnlichen Bilanzen; sie befähigen sie zur Erledigung zentraler Aufgaben im marktwirtschaftlichen Gefüge. Der profitable Handel mit Geld und Kredit ist unerlässliche Bedingung und Hebel des kapitalistischen Wachstums, der Mehrung von Geldreichtum. Er begründet die Macht des Geldkapitals über die ökonomischen Leistungen in allen Abteilungen der Marktwirtschaft, was der Finanzbranche nicht erst in der Krise eine besondere staatliche Fürsorge sichert.

  • Zusatz 1. Kleiner Exkurs zum Thema ‚Inflation‘
  • 1.  Als Gesetzgeber betreut die politische Gewalt das private Interesse von Banken etc. wie dasjenige anderer Unternehmen auch. Zugleich kommt die Bedeutung dieser Geschäfte für das Funktionieren des gesamten Wirtschaftens zur Geltung: Ihre in der Krise populär gewordene „Systemrelevanz“ geht ein in die fällige Kunst der Ermächtigung zu kreditschöpferischen Werken und der Be­­schränkung der diesbezüglichen Freiheiten.

    2.  Für den Staat als Verwalter eines Haushalts ist das kapitalistische Wachstum die Quelle für die Finanzmittel, mit denen die politische Herrschaft bezahlt wird. Das Regieren ist auf die Pflege marktwirtschaftlichen Erfolgs gerichtet, und an diesem Ziel gemessen gerät ausgerechnet der effektive Einsatz der Staatsgewalt zur Kost. Deren Bedarf, über Steuern und Schulden finanziert, ist Gegenstand kontinuierlicher Güterabwägungen, die unter demokratischen Umständen zu Rechtfertigungs-Schauspielen entarten. Sie führen freilich noch immer zur kapitalismusgemäßen Ausstattung der Staats­finanzen: Die Finanzabteilung der Wirtschaft ist das Instrument der Staats­wirtschaft, worunter das Geldwesen jedoch nicht leidet, sondern durch seine in Anspruch genommenen Dienste wieder einmal an Macht gewinnt.

    3.  Dem Ziel, nicht als Belastung des kapitalistischen Wachstums zu wirken, sich vielmehr als Förderer gedeihlichen Wirtschaftens zu bewähren, verschreibt sich der Staat in besonderen Geschäftsbereichen: Mit Steuer- und Wirtschafts-, Konjunktur- und Geldpolitik unternimmt er den Versuch, das nationale Wirtschaftswachstum auf Erfolgskurs zu steuern. Dabei gelangt er zu Kosten-Nutzen-Rechnungen eigener Art. Deren praktische Umsetzung erfolgt über die Inanspruchnahme des Finanzgewerbes, kreuzt sich dauernd mit Haushaltsfragen, erschließt den Banken neue Geschäfte – und macht ­endgültig klar, wie es um das Verhältnis zwischen Staatsgewalt und ­Finanzgeschäft steht.

  • Zusatz 2. Anmerkung zum Thema ‚Staatsbankrott‘
  • Exkurs über drei „allgemeine Bemerkungen“ von K. Marx über die wesentlichen Leistungen des Finanzgewerbes
  •  

    GS 1-11

    IV. Das internationale Finanzgeschäft
    und die Konkurrenz der Nationen

    1. ‚Konvertible Währungen‘ – ein komplettes politökonomisches Programm: Die Staaten internationalisieren die geldpolitischen und rechtlichen Grundlagen des Finanzgeschäfts, um für ihre Finanzmacht von dessen grenzüberschreitenden Wachstumsleistungen zu profitieren
    2. Das Geschäft mit dem Währungstausch und die Herstellung der Wechselkurse: Vom Dienst am Welthandel zur Modifikation internationaler Konkurrenzergebnisse und zur Definition nationaler Konkurrenzbedingungen.
      Die Außenhandelsbilanz: Von der Abrechnung über den Reichtumstransfer zwischen den Nationen zur Konkurrenz der Staaten um die kapitalistische Leistungsfähigkeit ihres Landes
    3. Kapitalistisches Eigentum als internationale Handelsware: Kapitalex- und -import und der globale Finanzmarkt.
      Die Konkurrenz der Staaten um die Kreditwürdigkeit ihrer Nation und ihres Geldes; die Scheidung der nationalen Kreditgelder in ‚Reservewährungen‘ und Gelder zweiter Klasse
    4. Das Wachstum des globalen Spekulationsgeschäfts und seine selbstproduzierten Schranken: Staatspleiten und Finanzkrisen.
      Die Vorkehrungen der Staatenwelt für das Funktionieren des globalen Finanzsystems; die Sortierung der Nationen nach finanzkapitalistischen Kriterien; die Krisenpolitik der Weltwirtschaftsmächte
    5. Das weltweite Regime des Finanzkapitals: Werk und Produktivkraft der Weltordnungsgewalt der USA

    Der Verlag bietet die vier Ausgaben des GegenStandpunkts zum Sonderpreis von 30.– € (inklusive Porto und Versand) an.

     

      Verlagsprogramm     Das Finanzkapital  

      © GegenStandpunkt Verlag 2011     Impressum     Wie bestellen?