stichwörter: Der freie Westen » Ökonomie » Lohnarbeit » Arbeitsplatz



12 / 83
7 LEHREN AUS ENTLASSUNGEN
Wenn Arbeiter entlassen werden, wenn gar ganze Betriebe geschlossen und Tausende mit Sozialplänen in die Arbeitslosenstatistik oder ins vorgezogene Rentnerdasein befördert werden, dann ist für die Betroffenen und für die fleißig anteilnehmende Öffentlichkeit - Gewerkschaft, Politiker, Unternehmer eingeschlossen - eines immer gleich klar: Da ist nichts zu machen; das ist hart, aber muß sein. Wir meinen: nein, wenn die vom Kapital Beschäftigten aus Entlassungen die richtigen Lehren ziehen.
3 / 81
Angestelltenrationalisierung: Angestelltes Proletariat
Da sage noch einer, Karl Marx habe von den Angestellten keine Ahnung gehabt! Der Vorwurf, die Existenz von Angestellten und deren Charakteristika seien ihm nicht hinreichend bekannt gewesen, gehört zum Standardrepertoire linker wie rechter Marxinterpreten und widerleger.
1 / 82
Armut in der BRD: Arbeitslosigkeit und Beschäftigung
Was ein Arbeitsloser ist, wird erst recht in solchen Zeiten nicht zum Inhalt eines rationellen Urteils, in denen die Zahl der Betroffenen sich hierzulande dem Rekord von 2 Millionen nähert. Um diese mißliche Tatsache als nationales und Menschheits-Problem zu diskutieren und sich über das "knappe Gut Arbeit" sowie den "neuen Klassengegensatz von Arbeitslosen und Arbeitsbesitzern" auszuspinnen, ist die falsche Kennzeichnung dieser Spezies Mensch durch einen Mangel an Beschäftigung genau richtig.
1 / 81
Armut in der BRD: Der Arbeitsplatz
Wenn der Arbeitsplatz einfach der Ort wäre, an dem auf bestimmte Art und Weise und mit maschineller Hilfe nützliche Produkte hergestellt werden, wäre das keiner weiteren Erwälinung wert. Man könnte höchstens noch feststellen, wie produktiv heute gearbeitet wird, wie lässig und schnell eine Vielzahl von Gebrauchsgegenständen fertiggestellt ist - fertig.
2 / 88
Das Revier des Kapitals - eine Heimat für Lohnarbeiter
Von einer sich ausbreitenden Zahlungsunfähigkeit der Kapitale, die den Standort Ruhrgebiet gewählt haben, kann keine Rede sein; und alle anderen Ausmalungen einer "Strukturkrise" sind Ideologie. Wenn die Ruhrkohle AG Zechen aufgibt und wenn die großen Stahlkonzeme Hütten stillegen, dann sind das keine Pleiten und auch keine "verspäteten Anpassungen", sondem durchkalkulierte und von langer Hend geplante Maßnehmen im und für den Konkurrenzkampf der Kapitale und Nationen unter dem besonderen EG-Regime für den Montanbereich.
12 / 83
Eine zivilisatorische Errungenschaft des Kapitalismus: Arbeitslosigkeit statt Arbeitserleichterung
Was gibt es besseres als Arbeitsautomaten? Wenn Maschinen den Menschen die Arbeit abnehmen: Was wäre dagegen einzuwenden?
1 / 88
Gegenstandpunkt Arbeitslosigkeit
Demokraten sind sozial denkende Menschen. Arbeitslosigkeit halten sie für ein Übel.
2 / 81
Humanisierung der Arbeitswelt: Asbestverarbeitung bleibt unvergänglich
In schöner Regelmäßigkeit wird alle paar Wochen von amtswegen ein Giftthema auf die Tagesordnung gesetzt, das - solchermaßen zur Diskussion freigegeben - ganz unaufgefordert alle maßgeblichen Promotoren der öffentlichen Meinung veranlaßt, das jeweilige Giftproblem kenntnisreich zu besprechen und, wie giftig auch immer, einer ausgewogenen Lösung zuzuführen, die in dem glatten Gegenteil davon besteht, das Giftzeug aus der Welt zu schaffen. Für die Abwicklung dieser Diskussion werden die Folgen des Umgangs mit dem giftigen Material ganz offen auf den Tisch gelegt.
5 / 81
Lohnarbeit: Ein Fall von Rationalisierung (VDM/Adler Ffm)
In Frankfurt am Main erteilen derzeit zwei Konzerne, die IG Metall, lokale Politiker und die Kirche Anschauungsunterricht darüber, was es mit der Krise auf sich hat, in der "wir" uns derzeit befinden sollen. Die Metallgesellschaft AG und VW haben beschlossen, daß sich ihr Kapital anderwärts lohnender anlegen läßt als in den jeweiligen Tochtergesellschaften VDM bzw.
5 / 81
Rationalisierung: Arbeitsmaschinen für Lohnroboter
Es war ja schon verlockend, an den Maschinenmenschen wieder einmal die Frage durchzukauen: "Putzen die Arbeitsplätze die Arbeiter weg?" Nicht daß der Roboter eine ganz normale Maschine ist, wird da abgehandelt, sondern auf der Vorstellung herumgeritten, daß eine solch hochentwickelte Maschine deswegen so problematisch sei, weil dem Measchen sehr ähnlich.

© Verein zur Förderung des marxistischen Pressewesens e.V. München