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Freihandel und Protektionismus 1991: Beim Streit im GATT wird man grundsätzlich
Der Agrarminister der USA warnt vor einem "Subventionskrieg". Der Bund der ASEAN-Staaten fürchtet einen "transatlantischen Handelskrieg" und eine "Verhärtung protektionistischer Wirtschaftsblöcke". |
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Abschluß der "SII-Talks" zwischen Japan und den USA: Eine Lektion in Sachen Gerechtigkeit im Welthandel
Eine Neuerung in der Handelsdiplomatie ist eine langwierige Gesprächsrunde namens "Structural Impediment Initiative (SII)", die von den USA und Japan Mitte vorigen Jahres mit einem "Final Report" abgeschlossen wurde. Der Name deutet an, worum es geht. |
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Die Macht der Mark: Erfolgsrezepte einer unverschämten Nation
Die bundesdeutsche Wirtschaftmacht tritt fordernd auf in aller Welt und will ihre Wirtschaftserfolge als unverrückbare Rechtspositionen gesichert haben. Dieses Recht geht von deutschem Boden aus, heißt: die ganz eigenen Verfahrensweisen und politischen Manöver zur Förderung des Kapitals in all seinen Formen werden als allgemeingültige, "vernünftige" Wahrheiten behauptet, die den wirtschaftlichen Verkehr der Nationen zu bestimmen hätten, und alle auswärtigen Anträge, gar Drohungen, die auf Modifikation dringen, treffen auf mehr oder minder umstandslose Ablehnung. |
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Altvaters Sachzwang Weltmarkt: Verliebt in "die Krise"
Elmar Altvater erweist sich in seinem neuesten Buch erneut als Großmeister des "Krisen"-Gedankens. "Krise", das ist für ihn nicht etwa eine Phase im Konjunkturzyklus des sich verwertenden Kapitals; nämlich die Phase, in welcher vorhandenes Kapital und lohnende Kapitalanlagemöglichkeiten allgemein auseinandertreten, wobei mit dem Durchstreichen einiger Werte einiges an Gebrauchswerten und ziemlich viel Menschenschrott - auf der Strecke bleiben, aber genau so Kapitalverwertung wieder zu der ungemein lohnenden Sache wird, die mit viel Kredit rücksichtslos gegen jede selbstproduzierte Schranke des zahlungsfähigen Bedürfnisses solange flott läuft, bis sich erneut das Wertgesetz zu Wort meldet. |
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Klarstellungen zum IWF
Das banale Faktum, daß in der "Dritten Welt" massenhaft ge- und verhungert wird, hat allseitige Anerkennung und Würdigung erfahren. So stillt der Mangel an Eßbarem ein geistiges Bedürfnis nach "Verantwortung" - in anderen Weltgegenden, wo sich politisch Verantwortliche und unverdächtige Normalbürger zum "Weltgewissen" zusammenschließen. |
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Polen 88: Die Zersetzung des "realen Sozialismus" kommt voran
Jenseits aller gierigen Untergangsgemälde, in denen der Marktwirtschaftsfanatismus der freiheitlichen Journaille mal wieder geschwelgt hat: Es wird gewirtschaftet in Polen; es werden Gänse und Industriewaren hergestellt und verkauft, für 3 Milliarden Dollar jährlich auch ins kapitalistische Ausland; die Auslandsschulden werden nicht bloß aufgehäuft und fortgewälzt, sondern auch "bedient", mit hunderten Millionen Dollar jährlich, 2 Milliarden z.B. im vorigen Jahr. |
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IWF-Tagung in Westberlin: 3 Tage nationale Aufregung anläßlich der routinemäßigen Verwaltung von Ruin und Kredit
Dreimal hat sich Westberlin um den Kongreß von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank bemüht. Jetzt hat es endlich geklappt, und im Fernsehen präsentiert sich ein stolzer Bürgermeister Diepgen: Höchste Finanzchefs und Bankiers aller Herren Länder geben der Hauptstadt Deutschlands - pardon, der (noch) verhinderten Hauptstadt Deutschlands die Ehre. |
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Der Dollarkurs - total daneben. Nationalökonmomische Einbildungen anschaulich gemacht
Jahr Wechselkurs Kaufkraft des $ in DM des $ in DM |
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Die Weltwirtschaft und ihre nächste Krise
Seit der Dollar für weniger als 2 DM zu haben ist, verzeichnen ökonomischer Unsinn und wirtschaftspolitische Sorgen eine gemeinsame weltweite Hochkonjunktur. Die BRD in eigener Sicht: Musterknabe mit "gemachten Hausaufgaben" |
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Der Börsenkrach: Wenn Spekulanten mißtrauisch werden
Inzwischen ist bekannt, daß die Börse eine etwa fünf Jahre währende Hausse erlebt hat. Von den gewaltigen Summen, die in dieser Abteilung des kapitalistischen Kreditwesens umgesetzt worden sind, künden die Verlustmeldungen vom Herbst 1987. |
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Die drohende Weltwirtschaftskrise
An der internationalen Meinungsbörse wurde eine Auffassung gar nicht erst notiert. Der Standpunkt, die Spekulanten sollten ihre Werte nachzählen und notfalls verzweifeln, gilt nichts. |
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MILITANZ FÜR SOZIALEN FRIEDEN UND IWF
In einem Land, in dem der Staatskredit als Garantie des privaten Kredits fungiert, d.h. in dem das Wachsen der Staatsverschuldung den Maßstab für die privaten Investitionen liefert, macht der Staat Lohn- und Preispolitik. |
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ZUR POLITISCHEN ÖKONOMIE DES TREIBSTOFFS: ÖL - PREIS - PROFIT
Kaum fällt der Ölpreis, hat es jeder immer schon gewußt: Gegen "die Marktkräfte" war dieser Preis nicht zu halten. Mit ziemlich unverhohlener Begeisterung wird von den OPEC-Konferenzen berichtet, wo die Scheichs sich mal wieder nicht einigen können und einigermaßen fassungslos vor dem Preisverfall ihres staatslebenswichtigen Exportgutes sitzen. |
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Der Welt-Agrar-Markt
Einige sachdienliche Hinweise zur Lage auf diesem Feld. Gemeinsamer Protektionismus |
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Die Deutsche Bundesbank: Kredit auf Gewalt
Die Bundesbank erzielt hin und wieder Gewinne, die nicht von schlechten Eltern sind. Im Unterschied zu einer gewöhnlichen Bank ist dies aber nicht der Ausweis ihres Erfolgs und auch gar nicht ihr Zweck. |
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EG/USA - Immer Ärger mit dem Geschäft
Daß einem Freunde nutzen und Feinde schaden, ist eine Weisheit, die bei internationalen Beziehungen so unbedingt nicht gilt. Das freundschaftliche Verhältnis, das wir zu unseren Partnern im Westen, zumal den USA, unterhalten, erweist sich in schöner Regelmäßigkeit als eine Quelle von Streitigkeiten, wie sie sich im Verkehr mit dem Osten nie einstellen. |
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Aufschwung 85: Eine sehr politische Ökonomie
Wie stellt sich eine moderne Volkswirtschaft auf Rüstungs- und Kriegsproduktion um? Noch vor einem Jahrzehnt wollte sich niemand so recht vorstellen können, wie das gehen sollte und daß das hierzulande überhaupt möglich wäre. |
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Dollar und "Schuldenkrise" Der freie Weltmarkt - kriegswirtschaftlich verplant
Das kann doch nicht so weitergehen - wissen die kundigen Betrachter in unseren Wirtschaftsbreiten schon seit ewig, wenn es nämlich um die Verschuldung des amerikanischen Staates geht. Eigentümlich ungerührt vermelden sie so nebenbei den Grund für diese Verschuldung - "die Verteidigung gilt als heilige Kuh" und sagen gleich noch dazu, wen es am ärgsten trifft "der Sozialstaat ist bereits ausgeblutet" (Wirtschaftswoche, 4.10.). |
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Kursanstieg des Dollar: Weltweiter Dienst an der Weltherrschaft
- Das Land weist in seiner Handels- und erst recht in seiner Zahlungsbilanz seit Jahren riesige und wachsende Defizite auf - für jede andere Nation Grund genug für Währungsverfall, Zahlungskrise, Kreditsperre - der Dollar dagegen steigt. - Das Land akkumuliert Staatsschulden in noch nie dagewesener Höhe und finanziert damit vollständig unproduktive Rüstungsgüter - für jeden anderen Staat längst der hinreichende Grund für Staatsbankrott, Währungskrise, Verlust der internationalen Zahlungsfähigkeit - der Dollar steigt. |
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Der Aufschwung - Zwischenbilanz einer politischen Lüge
"Wir haben für den Aufschwung gearbeitet. Jetzt geht‘s weiter." |
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Der Gipfel in London: Die schönen Sorgen der Weltwirtschaft
In der Woche vor Pfingsten haben sich die maßgeblichen Häuptlinge der sieben maßgeblichen Nationen der freiheitlichen Völkerfamilie in London zu ihrem jährlichen "Weltwirtschaftsgipfel" getroffen. Erfahren hat man darüber vor allem, daß die demokratische Öffentlichkeit rundherum unzufrieden war. |
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GATT-Konferenz: Pflicht zur Versöhnung
Einer der Grundgedanken des Gatt ist es, keine der Vertragsparteien zu majorisieren, sondern stets auf einen Ausgleich hinzuwirken. Infolgedessen müssen nach den Regeln des Gatt über jede Angelegenheit Konsultationen geführt werden, ehe eine Vertragspartei oder (die Gesamtheit der) Vertragsparteien Vergeltungsmaßnahmen - sogenannte Retorsionen - anwenden dürfen..." |
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Gipfel von Williamsburg: Raketen - fest verzinst
Das imperialistische Geschwisterpaar Geschäft und Gewalt hielt im US-amerikanischen Williamsburg einen stilvollen Gipfel ab. Die glorreichen Sieben der westlichen Welt, von Reagan über Kohl bis zum fernöstlichen Nakasone, waren sich einig in allen bereits gelösten und noch anzugehenden Fragen der Gewalt. |
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Textilabkommen: Die "Europäische Dimension" bewährt sich
Von den Verhandlungen um die Verlängerung des Welttextilabkommens hätte hierzu lande kaum jemand Notiz genommen, wenn nicht die Gewerkschaft Textil-Bekleidung einige Veranstaltungen inszeniert hätte, die ihre Aktivitäten gegen die im letzten Jahrzehnt in der BRD stattgefundene Beseitigung von mehr als 300000 Arbeitern durch das Textilkapital weit übertrafen. Da läßt sie zehntausende Textilarbeiter in Bonn eine Demonstration bestücken, auf der nicht ein einziges böses Wort gegen das - weiterhin erfolgreich rationalisierende - deutsche Kapital fällt. |
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PROBLEME MIT DER ZAHLUNGSBILANZ
Jetzt hätte man gedacht, das Fallen der Benzinpreise wäre ein günstiges Zeichen für die Entlastung unserer leidgeprüften Zahlungsbilanz. Aber nein! |
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Das Europäische Währungssystem: Kurskorrekturen
Nachdem sich herausgestellt hatte, daß die Amerikaner mit ihrem Geld die ganze Welt überschwemmt haben, die kapitalistischen Empfängerstaaten ihrerseits kein so dringen des Bedürfnis mehr danach verspürten, sie daraus den Schluß zogen, den nun überflüssig werdenden Dollar irgendwie - am besten gegen Gold - loswerden zu wollen, sich daraufhin an die US-Regierung wandten, sie möge etwas für die Stabilität des Dollars unternehmen bzw. Rücknahmegarantien ein richten - da gab Präsident Nixon auf seine Weise dem Drängen nach und den Wechselkurs des Dollars frei: Aufhebung der Gold Dollar-Parität. |
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Reaganomics: Die Freiheit hat ihren Preis
Worin der besteht und wer ihn bezahlt, dokumentiert ein Jahr Reagonomics. Der Einsatz der politischcn und ökonomischen Potenzen der USA für die Reorganisation des Globus kommt in den USA als eine neue Sorte Wirtschaftspolitik daher. |
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Die "Zinsabkopplung": Europäischer Umgang mit dem Dollar
Die guten alten Zeiten der "Dollarschwemme" sind vorbei. Das heißt nicht, es gäbe die "We trust ausgerechnet in god"-Währung nicht mehr im selben Umfang wie früher, vielmehr hat sich die zeitweilig leicht herablassende Haltung der diversen "Geld halter" der "grünen Flut" gegenüber doch ziemlich gewandelt. |
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PROBLEME MIT DER ZAHLUNGSBILANZ (II)
(vgl. MSZ Nr. |
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Weltwirtschaftsgipfel in Versailles - Das höchste Stadium des Imperialismus
Gleich zu Anfang der Erklärung der NATO-Chefs anläßlich des Versailler Wirtschaftsgipfels heißt es: "Unsere ehrgeizigen Ziele lassen sich nur dann erreichen,... |
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Krisenbewältigung neuen Typs - Politik und Ökonomie in der imperialistischen Demokratie '82
Daß eine Krise ist, behaupten alle. Darin, aber auch nur darin, stimmt der folgende Artikel den berufsmäßigen Lagebeurteilern und den beflissenen Amateuren zu. |
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Neues von den Rohstoffmärkten: Was sich mit dem Weltmarkt alles (nicht) anstellen läßt
Die Quelle des "Reichtums" und damit Grundlage der Kreditwürdigkeit der als eigene Kategorie der Wirtschaftsstatistik geführten "Entwicklungsländer mit Rohstoffquellen" sind die Anteile, die sie aus dem Verkauf der bei ihnen geförderten Rohstoffe erhalten. Ob diese Anteile auf den im Förderland ausgewiesenen Gewinn des abtransportierenden Rohstoffkonzerns berechnet werden oder auf den am Weltmarkt realisierten Preis, weil die betreffenden Länder formell Gewinnung und Export des Zeugs "nationalisiert" haben, spielt dabei für die Höhe dieses Anteils im Resultat eine untergeordnete Rolle. |
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"Familienstreit" um die Spesen der Krisenpolitik
Einen globalen Handelskrieg könnten in der Tat nur die sechs, sieben imperialistischen Staaten gegeneinander führen, deren Geschäftsmittel die ganze Welt ist. Daß sie ihn gleichzeitig nicht führen können, ohne den "institutionellen Rahmen" zu sprengen, auf den sie qua IWF und GATT verpflichtet sind und für deren Gültigkeit die Weltmacht Nr. |
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"Die weiche Mark" 21 Pfennig - Deutschland in Not
Bei Betrachtung der Wechelkurse ist zumindest eines ganz gewiß: Sie ergeben sich aus dem Verhältnis der Währungsnachfrager und der Währungsanbieter und in diesem Verhältnis können die verschiedensten Faktoren eine Rolle spielen, bis hin zur simplen staatlichen Verfügung, einen bestummten Kurs einfach festzulegen. Letztlich, aber auch nur letztlich steckt natürlich das Gold dahinter, sein Zufluß, Abfluß und Lagerung in den kapitalistischen Staaten - es ist das Weltgeld, um das sich alle Währungen drehen, auf das sich alle beziehen müssen, und sein zeitgemäßer Statthalter ist der Dollar, der umgekehrt den größten Goldschatz der Welt hinter sich weiß. |
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Deutsche Wirtschaftspolitik in Vorkriegszeiten
Reinhard G. braucht sich um das Weltgeschehen nicht groß zu kümmern. |
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Iran/USA: Eine Studie in Petro-Dollars
Ob das Geschäft mit den iranischen Geiseln ein Erfolg war, läßt sich von verschiedenen Standpunkten aus beurteilen. Der Iran kann einfach so tun, als hätte er einen Sieg zu verbuchen, in Absehung von den ursprünglichen Zielen der Geiselnahme. |
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Milliarden-Anleihe bei den Saudis: Hilfe zur Anpassung
Im Elsaß haben Schmidt und Giscard bei ihrem letzten Treffen bekanntgegeben, daß sie bei den Ölstaaten zur Förderung ihrer Volkswirtschaften Kredit aufnehmen wollen. Die Bundesrepublik bekommt durch Ausgabe von Schuldscheinen 6,3 Mrd., |
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Grossbritannien: Greater Britain!
Milton Friedmann hat ihn nach eigenem Bekunden nicht erfunden, aber immerhin den Nobelpreis dafür gekriegt: den Monetarismus. Demnach ist die Inflation das größte Übel der Neuzeit, ihr Grund eine zu große Menge an Geldzetteln, das Heilmittel die Reduktion der Geldmenge, im Fernsehen anschaulich demonstriert durch die Betätigung des Stop-Knopfs einer amerikanischen Dollarnotendruckmaschine: Mit - einem Schlag stand die Maschine still - Q.e.d.! |
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NEUES VOM WELTMARKT RÜSTUNG FÖRDERT METALL-SPEKULATION
Eines der peinlichen Versäumnisse, die dem US-Staat ja täglich unterlaufen - diese Hallodris fangen ihre Kriege ja immer an, ohne sich vorher überlegt zu haben, ob sie dazu auch wirklich imstande sind -, läßt die Warenspekulanten die Ohren spitzen. RÜSTUNG FÖRDERT METALL-SPEKULATION |
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Warum der Ölpreis fällt: Letzte Ölung für die OPEC
Erstaunliches ereignet sich derzeit im Ölgeschäft: der Ölpreis sinkt! Nicht der Benzin- und Dieselpreis natürlich, der ist ja gerade erst von Staats wegen angehoben worden, sondern der Preis, auf den‘s für die Volkswirtschaft ankommt, der die Leistungsbilanz drückt, der Rohölpreis. |
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Ideologien der Kriegsfinanzierung: Staat macht Sachzwang und ruiniert sich damit
Die den Marxisten zugesprochene Sentenz, daß sich alles gesellschaftliche Leben "letztlich" auf den herrschenden ökonomischen Verhältnissen gründe, wird von niemandem so ernst genommen wie von den Gegnern des Marxismus. Diese haben nämlich ein tiefes Interesse daran, sich die Handlungen des bürgerlichen Staates als Ausfluß ökonomischer Sachzwänge zu erklären, ihn zum Bloß- Verwalter und Bloß- Förderer des Wachstums, welches wiederum vom Kapital betrieben wird, zu verharmlosen. |
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Kapitalmarkt: Wallstreet klagt an - Aufwertung der DM
An der Wall-Street, der Zentrale des internationalen Geldkapitals, gibt es zwei Sorten von Menschen: die "bulls" und die "bears". Letztere haben zur Zeit das Sagen: |
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Polen und der IWF: Die Unterstellung eines Stücks Ostblock unter die Aufsichtsbehörde des Imperialismus
Gegen die erklärte Ablehnung der Sowjetunion haben die Erpressungen des Westens im Verein mit der Kalkulation der polnischen Regierung ihre Wirkung getan: Polen hat die Aufnahme in den IWF beantragt. Das überzeugendste "Argument", das sämtliche Privatbankiers und westliche Staatsmänner vorgebracht haben, war dabei die "Unmöglichkeit", neue Kredite an Polen zu vergeben. |
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Vorkriegswirtschaft: "Stockungsphase"
nennt der Sachverständigenrat die gegenwärtige Wirtschaftslage, oder umgekehrt: Man könne nicht von einer "zyklischen Schwäche" reden. Und wenn man bedenkt, daß diese Phase schon vor über einem Jahr eingesetzt hat und "bis tief ins nächste Jahr hinein" oder bis 1983 dauern soll, dann "stockt" die deutsche Wirtschaft, ja die gesamte Weltwirtschaft also 2 Jahre lang oder gar mehr. |
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Bundesbank: Die Rätsel des Geldes
Die Welt des Geldes ist in Aufregung. Die DM ist plötzlich "unter Abwertungsdruck", der Dollar, kürzlich noch besorgniserregend schwach, steigt und steigt (trotz eines mächtigen "Abwertungsstaus", der hinter, unter oder über ihm lauert) und gibt dadurch zu neuer Besorgnis Anlaß, der "Rentenhandel" klagt über ein verkehrtes "Zinsgefüge", die Devisenhändler schieben mal wieder größere Summen durch die Welt - und mittendrin schafft es die Bundesbank, mit einer Zinserhöhung zugleich zu "bremsen" und zu "lockern", und haut gleich noch ein paar Mrd. |
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Recycling: Die Rückkehr der Petro-Dollars
Seit die "Verdopplung der Ölpreise" die Leistungsbilanzen mancher westlicher Länder, allen voran der BRD, ins "Defizit" stürzen ließ, wird - unter Mitwirkung der journalistischen Öffentlichkeit - ein Lehrstück in Sachen "Abhängigkeit der westlichen Industrienationen von den Ölförderländern" aufgeführt. Von dem Titel "RECYCLING DER PETRODOLLARS" - oder: was passiert mit den Geldern für die Überlassung der Ölvorkommen, Gelder, von denen jeder weiß, daß sie in Händen der Scheichs bloß fiktiver Reichtum, also ‚Abfall‘ (=Unkosten der kapitalistischen Akkumulation) sind, der nur von den ‚Industrienationen‘ wieder verwertet werden kann - darf man sich die ganze praktische Beantwortung der Frage erwarten, wer wieso auf der Welt die Macht hat. |
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Weltwirtschaftsgipfel in Venedig: Einheit in der Konkurrenz gegen den Hauptfeind
Der Einfall war besonders originell, daß, weil im Osten nackte Gewalt, im Westen ausschließlich der freie, lebendige Gedankenaustausch von ebenbürtigen Souveränen gepflogen wird, die sich vernünftigerweise immer ganz freiwillig zu der Einheit zusammenraufen, die der normale Bürger so schätzt oder mißbilligt, Dieses Bild entspricht zwar nicht ganz der Wahrheit, war aber als Motto des Gipfels, als Hinweis auf den gemeinsamen Gegner und auf die eigene "Verbundenheit" mit "Schwierigkeiten" nicht unpassend. Die gemeinsame Gegnerschaft garantiert noch keine westliche Interessenharmonie, was den nationalen Repräsentanten die harte Arbeit solcher Treffen abverlangt, sich wechselseitig die Bedingungen zu präsentieren, unter denen nationale Eigenwilligkeiten füreinander nützlich sind, und so die der Weltlage angemessene Einigkeit im Bündnis herzustellen. |
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Weltbankpräsident zurückgetreten: Warum weinte McNamara
Liest man die Kommentare anläßlich seines Eintritts in den Ruhestand, kommt einem die ganze alte Galle wieder hoch. Was ist aus diesem Mann, der erst als Ford-Generalmanager für die Ausbeutung der Automobilarbeiter sorgte, dann - ohne große Umschulung - als amerikanischer Kriegsminister den westlichen Militärapparat hochrüstete und Vietnam als Bombenkrater in die Geographie eingehen ließ, was also ist aus diesem Manne geworden? |
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Das Zahlungsbilanzdefizit: Ein ökonomisches Gesetz: Schulden machen Reichtum
Mal Hand aufs Herz: vom Zahlungsbilanzdefizit hat schon jeder gehört - aber Ahnung davon? Irgendwie soll es ja was Schlechtes oder Gefährliches sein, irgendwie ist jeder daran beteiligt, sei es, daß er zuviele japanische Autos kauft, sei es, daß er sein Geld im Urlaub in den Süden trägt, irgendwie - so hört man vom Staat - hat es was mit dem Wirtschaftswachstum zu tun und man muß schwer drauf aufpassen, und gar nicht irgendwie: Schlecht ist, wenn man die vielen schönen im Ausland erworbenen Geldzettel, Devisenreserven genannt, jetzt wieder hergeben muß, um die Schulden zu begleichen. |
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Die "Krise" der Stahlindustrie: Europäisches Stahlmanagement
Wiewohl man im Kapitalismus noch nie etwas von einem Weltmaschinenbedarf oder Welthifibedarf gehört hat - wohlwissend, daß der "Bedarf" nach kapitalistisch produzierten Waren von der zahlungskräftigen Nachfrage abhängt, um die auch nicht etwa "die Welt", sondern Kapitalisten aller Herren Länder konkurrieren -, auf einigen Gebieten gibt‘s ein derartiges Gebilde schon: Der Weltstahlbedarf etwa belief sich im Jahre 1979 auf 740 Mio to, genau aufgeschlüsselt nach Tonnen-Produktion und Tonnen-Verbrauch noch jeder Nation der Welt. Auf diese Weise erfährt man, daß kein politischer Souverän, ob er nun in der BRD hockt oder in Japan, ob in Peru oder Nordkorea, auf dieses "Gut" verzichten will. |