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Kalbfleisch und andere Genüsse: Gift gehört zum Geschäft
Seit ein paar Wochen gilt hierzulande der Genuß von Kalbfleisch als gesundheitsschädliche Angelegenheit. Das liegt nicht daran, daß sich die Qualität des in bundesdeutschen Läden verkauften Kalbfleisches in der letzten Zeit verschlechtert hätte.
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Die Umweltpolitik feiert Erfolge. Smog und Molke: alles im Griff
Deutsche Bürger können beruhigt durchatmen: Selbst so heimtückische Inversionswetterlagen wie die, die in den letzten Wochen unsere Luft versaut haben, können ihnen jetzt nichts mehr anhaben. Früh- und Vorwarnsysteme und Smogalarme verschiedener Stufen haben überall blendend funktioniert.
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Worin besteht das "Lebensrisiko" Chemie?
Ein winziger Bruchteil der gigantischen Giftmengen, die an den Ufern des Rheins produziert, umgeschlagen und gelagert werden" (Spiegel 47/86), nämlich eine Lagerhalle voll E 605 und anderer hochgiftiger, quecksilberhaltiger Pflanzenschutzmittel ist kürzlich in Basel in die Luft geflogen. Dabei sind diese allerfeinsten Geschäftsartikel der Firma Sandoz, die "der Markt" verlange, mit dem Löschwasser in "eine stinkende, tiefbraune Brühe mit oft ekelhaftem, süßlichem, Geruch" (Rheingutachten 85), auch bekannt unter dem Namen "Trinkwasserquelle Rhein", geflossen.
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NATUR - ALS ARGUMENT
Mitunter ist es gar nicht so einfach, mitten in der Hochkonjunktur des zum Umweltbewußtsein fortentwickelten Naturschutzgedankens fröhlich für die Natur Partei zu ergreifen. Im Wonnemonat 1987 wissen unsere lieben Kleinen garantiert wieder, was so ein Maikäfer für ein Vogel sei.
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DER AM MEISTEN BETRÄNTE TOTE DER WOCHE: DAS ÖKO-SYSTEM IM RHEIN
Das ist den Giftwellen aus Basel zum Opfer gefallen. Wobei sich ein unvoreingenommener Beobachter zuerst einmal darüber wundern könnte, daß es in diesem mitteleuropäischen Industrie-Abwasserkanal überhaupt noch ein solches "System" ausgehalten hat.
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Smog-Alarm: Die Regel als Ausnahme
Mitte Januar Smog-Alarmstufe 3 erstmals in der BRD, Eine rege öffentliche Debatte, in der alles vorkam - nur mit keinem Wort Gründe, Verursacher und Opfer der dicken Luft. Dies alles zusammen tauchte immer nur als ein und dasselbe auf: "Das Ruhrgebiet" und seine Bewohner - gemeinsam Betroffene einer bedrohlichen Lage?
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UMWELTSKANDAL -DAS BEISPIEL DIOXIN
Umweltskandale sind eine noch nicht sehr alte Form des Skandals, also des öffentlich breitgetretencn Vorwurfs, der Staat bzw. gewisse seiner Agenten hätten Aufgaben schändlich vernachlässigt.
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Die verstaatlichte Natur
Mit dem biblichen Gebot "Macht euch die erden untertan!" hat der Kapitalismus auf seine Art ernst gemacht.
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Buschhaus/Formaldehyd: Umweltskandale 497 und 498
Im Sommer 1984 sind die allmonatlichen Umweltschocker der Republik, die schon bisläng unter dem Titel "Herausforderung für den Staat" und nicht wegen der in Kauf genommenen Zerstörung der Gesundheit der Leute als öffentlicher Skandal zelebriert wurden, vollends ins demokratische Reifestadium eingetreten. Diejenigen Wirkungen der Schwefeldioxidemissionen des Kraftwerks Buschhaus oder des biologisch hoch aggressiven Gases Formaldehyd, denen das öffentliche Interesse gilt, das sind die Wirkungen auf die Umwelt der Regierungskoalition.
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Der Katalysatorbeschluss: Ein gut kalkuliertes Stück Umweltpolitik
Die Bundesregierung hat mit ihrem bislang gut einjährigen Entscheidungsprozeß in Sachen Auto-Abgasreinigung keine gute Presse. Was da aber an Kritik zu vernehmen ist, blamiert sich durchaus an der umweltpolitischen Ausgewogenheit des Kabinettsbeschlusses vom 19.
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DIE REPUBLIK DREHT DURCH - MIT TEMPO 100: DIE VORLÄUFIG ÜBERZEUGENDSTEN ARGUMENTE FÜR UND GEGEN TEMPO 100
Die Automotoren halten länger; die Abnutzung der Autobahnen aber ihre kontinuierliche Benutzung eher gesichert. Bei Tempo 100 statt z.B.
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Seveso-Fässer: Gifttransport - ohne Wissen der Regierung
Kaum wird ein Terrorist gesucht, da arbeitet Europa zusammen wie der Teufel so daß er keine Chance hat. Kaum wird so ein politischer Feind verfolgt, läuft die ganze Kriminal- und Polit-Technik stolz zu voller Form auf, wirft an den Grenzen und anderswo ihre Fahndungscomputer und die als Denunzianten mitarbeitenden Bürger an und schon ist es passiert!
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Waldsterben: Ein Lehrstück staatlichen Umgangs mit Ökonomie und Natur
Einmal abgesehen davon, daß ein Regen, der Bäume absterben läßt, bei lebendigen Menschen wohl auch andere Wirkungen zeitigt als nur eine Beförderung des Haarwachstums, ist es bezeichnend für das Verhältnis von Staat und Ökonomie in Gesellschaften, in denen die kapitalistische Produktionsweise herrscht, daß die zerstörerischen Konsequenzen der Plusmacherei beim deutschen Wald Katastrophenalarm auslösen, während die physische Ruinierung des Menschenmaterials im "Arbeitsleben" bestenfalls als "Kostenexplosion im Gesundheitsweisen" Anlaß zu öffentlicher Besorgnis abgibt. Dennoch löhnt es sich, Ursachen und Wirkungen des Waldsterbens genauer zu untersuchen, weil der Umgang von Staat und Kapital mit den Bäumen ungefähr dasselbe ist wie mit den Leuten.
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Unsere Umwelt: Nach einem Jahr Harrisburg
Ein Jahr nach dem Reaktorunfall in Harrisburg zieht die öffentliche wie die alternative Presse Bilanz, wie es mit der Bewältigung der Risiken der Kernenergie bei uns steht. Angesichts dessen, daß in unserem Land kein Jota am Atomprogramm geändert wurde und sich die ersten Bundesländer für die Errichtung einer Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Kernelemente melden, träumt die taz einer vertanen Chance nach:
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Ernährung: Östrogenskandal eingefroren
Das Problem als solches ist nicht gerade neu. Da die Dauer der Herstellung eines Produktes - auch die Zeit bestimmt, nach der sich das investierte Kapital durch gewinnbringen den Verkauf ‚rentiert‘, war die Viehzucht vom Standpunkt der kapitalistischen Produktion aus betrachtet immer schon eine äußerst fragwürdige Angelegenheit.

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