stichwörter: Der freie Westen » NATO » Feindbild



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Antisowjetismus heute - Perestroika beim Feindbild?
Alle bürgerliche Befassung mit der Sowjetunion gelangt vom Maßstab der Demokratie und des Kapitalismus zu dem Urteil: defizitär. Vom Standpunkt des Grundgesetzes aus ist die Sowjetmacht ein einziger Rechtsbruch, und für die Apologeten der Marktwirtschaft die Sowjetökonomie eine grandiose Mißwirtschaft.
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Die westliche Presse zum Erdbeben in Armenien Verwüstet, heimgesucht, dem Untergang geweiht und auf unsere Hilfe angewiesen - so mögen wir die Russen
Ein Feindbild haben wir nicht. Auch uns hat das Erdbeben erschüttert.
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KREUZZUG GEGEN DAS "REICH DES BÖSEN"
Ronald Reagan hat sich bei seinem Amtsantritt 1980 einer Mission verschrieben. Mit dem ortsüblichen Getöse hat er beschlossen, Amerikas Verfall aufzuhalten.
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Bush-Rede: Unser großer Bruder hat eine Vision
Präsident Bush hat jüngst programmatisch verkündet, wie er seine Macht zu gebrauchen gedenkt für die "Vision einer besseren, friedlicheren Welt". Die ganze Welt im Geiste umkrempeln, darunter tut es kein amerikanischer Präsident, wenn er von Frieden redet und bekannt macht, unter welchen Bedingungen er sich ein Auskommen mit der Sowjetunion allein vorstellen kann.
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Die BRD-Linken - von einer Hypothek entlastet, zwischen Hoffen und Bangen: Wir schätzen Gorbatschow ein!
Westdeutsche Linke, organisiert und unorganisiert, richten ihr Augenmerk auf die Vorgänge in der Sowjetunion und fragen: Was bedeuten Glasnost und Perestroika für uns als Linke? Fördert Gorbatschow unsere Glaubwürdigkeit?
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WAS DEM REALEN SOZIALISMUS ABGEHT: "SOLIDARISCHES GEFÜHL, ZUNEIGUNG, GEMEINSCHAFTSGEIST, LEIDENSCHAFT, LIEBE"...
(Früher) mißbilligtet Ihr noch die Verarmung der Arbeitenden in Ostblockländern zum Zwecke der leichteren Schuldentilgung. Neuerdings findet Ihr das im Falle Rumäniens ("Das rumänische Systematisierungsprogramm: Modernisierung - ein neuzeitliches Verbrechen", MSZ Nr.
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Das christliche Abendland sorgt sich um die Volksrepublik China
* "Deng setzte Zhao als Generalverwalter der Partei ein, und seine Absicht ging auf, Chinas Partei hatte nichts nötiger als einen nüchternen Manager, um aus der verfahrenen Situation nach Hu Yaobangs Abgang wieder herauszukommen...
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Trikot-Werbung für Gadafis "Grünes Buch" untersagt
Um den Klauen des Konkursverwalters zu entgehen, hatte der Eishockeyclub Iserlohn für seine Trikots einen finanzkräftigen Werbexponsor an Land gezogen. Ein Spiel lang wurde in einem bundesdeutschen Stadion "am Mann" für Muamar al-Gadafis "Grünes Buch" geworben.
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KAL 009 und Airbus 300: Zwei Volltreffer, eine Moral
Daß für das Sicherheitsinteresse von Staaten Opfer - auch Menschenopfer - gebracht werden müssen -, ist modernen Demokraten eine Selbstverständlichkeit. Schlagzeilenträchtig werden solche Leichen erst, wenn sie zwar wegen dieses Sicherheitsinteresses draufgegangen sind, für dieses Interesse aber weder von Nutzen noch überhaupt vorgesehen waren.
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Im Kreml tut sich was - wir prüfen, verteilen die Zensuren und entscheiden übers Vorrücken
Unser Feindbild war jahrzehntelang in Ordnung. Führung und Volk im Osten haben wir theoretisch voll im Griff gehabt.
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Gegen die imperialistischen Spiegelbilder von der islamischen "Revolution"
Es ist schon grotesk: Eine Öffentlichkeit, die christliche Parteien normal findet, ihren politischen Führern bei öffentlichem Schaubeten zuguckt und Horoskope keineswegs ablehnt, schüttelt den Kopf über den islamischen Religionseifer, der im Iran regiert. Sie versteht es gut, wenn der US-Präsident die Sowjetunion in apokalyptischen Bildern als "Reich des Bösen" beschimpft; daß für den Imam Khomeini das westliche Imperium der "große Satan" ist, findet sie hingegen unbegreiflich.
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Wovon Napoleon träumte, Was Hitler nicht gelang -:FLIEGER RUST AUF DEM ROTEN PLATZ
Da macht sich ein 19-jähriger Hobbyflieger aus Wedel in Holstein Ende Mai zu einer Lufttour auf, besucht Reykjavik, kurvt über Norwegen und Schweden nach Helsinki und beschließt von dort aus die illegale Einreise in die Sowjetunion. Am 28.
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Die Verbrechen der Russen: Afghanistan, Nicaragua, Menschenrechte, Sacharow, Planwirtschaft, Waffen, System und Charakter
Die Sowjetunion hat Waffen. Die sind weder offensiv noch defensiv, sondern die Machtmittel einer Weltmacht und ihrer Interessen und fallen dementsprechend groß dimensioniert aus.
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Kanzler Kohl wird frech (Newsweek-Interview): Ein deutscher Beitrag zum freiheitlichen Feindbild
Da die Dementis, die nach dem Muster gehe "Was Kohl wirklich sagte", sämtlich klare Wiederholungen des Vergleichs darstellen, nach dem das beteuernde Leugnen der Vergleichabsicht zu Protokoll gegeben ist; da die Richtigstellungen also so ausfallen: "Er versteht etwas von PR, Goebbels verstand auch etwas von PR.
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Feindbild / Bildung, Teilgebiet: Fremde Mächte Ost
Einen Schülerwettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn" hat das Bayerische Kultusministerium ausgeschrieben. Begründung: "Der Blick über die politische Grenzlinie in Europa lohnt sich bestimmt; er bringt Hinweise und hoffentlich einige Einsichten."
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Sowjetischer Soldat erschiesst US-Spion: Wie man einen toten Ami ausschlachtet
Man schickt ihn zum Spionieren in die DDR, was die Russen verständlicherweise nicht besonders schätzen, was umgekehrt für die Herren im Pentagon und auf der Hardthöhe aber sehr ergiebig ist. "Spezial-Ferngläser, Photoapparate, Infrarotkameras, Horchgeräte und ähnliches sind die übliche Ausrüstung der Missionsmitglieder, die zu den besten Geheimdienstleuten in Europa gehören."
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1 Jahr vorurteilsfreie und pluralistische Rassenkunde: Ein unerträglicher Menschenschlag
Im Januar unterdrückte die DDR die Freiheit deutscher Presseleute, in Autounfällen Attentate auf Honecker zu entdecken, und "belastete das deutsche Verhältnis schwer" durch die Ausweisung des "Stern"-Reporters, der solche terroristischen Unsitten entlarvt hatte. Die Wahrheit ließ sich aber auch von diesseits der Grenze beobachten:
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Klaus Mehnert + Der Sowjetmensch lebt
Demokratische Weltbürger müssen Bescheid wissen. Aufklärung brauchen sie vor allen Dingen über die Völker, mit deren Staat sich ihr eigener anlegt.
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Der Weltfeind als Person - Ein demokratischer Dauernekrolog
Entgegen den üblichen Behauptungen leben die wirklichen Anhänger des Personenkults im Westen. Der Führer lebt - im demokratischen Instrumentarium zur Begutachtung von Politik.
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Das Neueste vom Feind
Da die "Bildzeitung" in letzter Zeit die Sache mit den Russen ziemlich nachlässig gehandhabt hat - vor lauter Streikgemecker hätte man ja fast vergessen können, daß wir einen Hauptfeind haben! -, muß das mal wieder zurechtgerückt werden.
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Breschnew, Andropow, Tschernenko: Die Rolle der Krankheit in der Politik
Tschernenko ist krank, war fast tot, er läuft wieder herum, er zeigt sich nicht mehr, ist er schon gestorben? Nein, da ist er wieder, was hat er denn?
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Ostfront: Die europäische Sammlung von Kriegsgründen
Kaum verlangen die USA die Entscheidung in der "Konkurrenz der Systeme", häufen sich die Anklagen, die die "freien" Nationen gegen die Sowjetunion vorzubringen haben. Die USA erheben ihre Definition von der Sowjetunion als "Zentrum des Bösen" zum alleinigen Inhalt der Weltpolitik, und schon ist es allen europäischen Staatsgewalten ein zwingendes nationales Anliegen, ihre Politik daraufhin zu definieren und sich daran zu beteiligen.
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Psychologische Feindbildtheorien: Kein Einfühlungsvermögen
Immer auf der Höhe der Zeit, haben sich auch deutsche Psychologen ihre Gedanken zur westlichen Feinderklärung gegen die Russen gemacht und sich spätestens durch den Nachrüstungsbeschluß zu tiefsten Sorgen veranlaßt gesehen - was die wechselseitigen Feindbilder betrifft. Die Feindschaft selber, die den von ihr diktierter Gemälden über die Untugenden des Gegners ja wohl vorausgesetzt ist, interessiert Psychologen allerdings nicht.
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DIE SCHÖNSTEN AFGHANISTAN-VERGLEICHE
Wer es ganz einfach nicht leiden kann, daß Staaten bei der Durchsetzung ihrer Interessen beständig Elend, Terror und Leichen produzieren, dem wird bei der US-Invasion in Grenada gewiß nicht als erstes Stichwort "Afghanistan" einfallen. Das blutige amerikanische Eingreifen in der Karibik wird durch das, was in Afghanistan geschieht, weder entschuldigt noch irgendwie schlimmer, und erklärt wird es dadurch schon überhaupt nicht.
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Feindbild 83 : Richtlinien für eine objektive Weltsicht
Die westliche Berichterstattung über die Sowjetunion orientiert sich an den Kriterien der Feindbildpflege. Ihre Überzeugungskraft gewinnt sie daraus, daß an die Urteile vorab geglaubt wird, die da an beliebigen Beispielen bebildert werden.
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Ideologische Beiträge zur Endlösung der Systemfrage
Während die westlichen Staatsmänner beschließen, den Ostblock mit Hilfe seiner ökonomischen Abhängigkeit zu bestrafen und die ökonomische Basis des Kriegsgegners noch ohne den Einsatz wirklicher Waffen zu zerstören, tun die Agitpropleute der Demokratie ihre Pflicht und finden tiefere Gründe. In aller Freiheit - auch und vor allem gegenüber den Gesetzen der Logik, um die sich parteilicher Journalismus wohl noch nie so wenig hat kümmern müssen wie in den jetzigen Zeiten - wird der Menschheit die Order verdolmetscht, daß und warum der Kommunismus am Ende ist: An seinen eigenen Unfähigkeiten geht er zugrunde; die Offensive der NATO ist also letztlich als eine Art Sterbehilfe in etwas größerem Maßstab zu verstehen.
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Polen: Freiheitlich durchgemustert
Ausländische Staaten werden nicht nach den politologischen Idealen von Freiheit, Gleichheit und Demokratie gemustert, auch nicht nach den praktischen Umgangsformen demokratischer Herrschaft, sondern nach den Ansprüchen an eine für die eigenen Interessen brauchbare stabile Herrschaft. Wenn der Einsatz von Gewalt gegen das Volk das Kriterium wäre, man käme aus dem Verurteilen nicht heraus.
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LEGITIME KRIEGSGRÜNDE
Daß Israel als Staat ein Recht auf militärischen Vormarsch hat, steht für westliche Beobachter außer Zweifel. "Legitime Selbstverteidigung" eben.
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Krisendiagnose für den Ostblock: Ein herzerwärmendes Todesurteil
Seit dem polnischen Aufstand haben Krisen berichte aus dem Ostblock über Planrückstände, Preiserhöhungen und Versorgungsmängel ihren festen Platz im Nachrichtenwesen, so daß die Probleme einer polnischen, russischen oder DDR-Hausfrau inzwischen bekannter sein dürften als die einer bundesdeutschen, die ja nicht Schlange steht, sondern bloß ihr Anspruchsdenken zurückschraubt. Opfer der Bevölkerung, wie sie in einigen Weltgegenden von wegen Unterentwicklung seit Jahrzehnten schon erst gar nicht zur Kenntnis genommen, in anderen nicht so genannt, sondern als notwendiger Beitrag des einzelnen für die Freiheit eingefordert werden - im Osten fungieren sie als ein Beweismittel.
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Antikommunismus: Grundwissen für jung und alt
Während Meinungen über fremde Länder sonst ihre Konjunkturen haben, in Einzelfällen auch gar nicht vorhanden zu sein brauchen, so daß die Weltkarte des Normalbürgers viele weiße Flecken aufweist die Meinung über den Ostblock ist, seitdem es ihn gibt, dauerhaft und in sich unerschütterlich. So opportunistisch die Einschätzung dei Ölscheichs den unterschiedlichen politischen Kalkulationen gefolgt ist, so dogmatisch verfährt sie gegenüber dem zum Hauptfeind erklärten Ostblock.
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Die Sowjetunion aus amerikanischer Sicht: Ein lebender Leichnam - zum Tode verurteilt
So beginnt ein "Time"-Kommentar, der anläßlich des Führungswechsels im Kreml ein "Dilemma" der Reagan-Politk gegenüber der UdSSR konstatieren will. Diese der eigenen nationalen Interessen und Macht gewisse Feindschaftserklärung, macht aus dem eigenen aggressiven Kurs kein Hehl und bemüht für die Gegnerschaft gar keine anderen Gründe mehr als das eigene Ultimatum, daß die Sowjetunion sich aus der Weltpolitik zurückzuziehen hat, sowie die Drohung, ihr dafür mit der eigenen Übermacht eben die häuslichen Probleme an den Hals zu schaffen, auf deren Anerkennung man sie verpflichten will.
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KPdSU-Parteitag: Wie hättet ihr's denn gern?
"Auf seinem wohl letzten Parteitag rief Leonid Breshnew, 74, noch einmal, trotz Reagans Schelte, zum Akkord mit dem Westen, beklagte heimische Versorgungsmängel, empfahl Verzicht auf das utopische Parteiprogramm - und drückte sich um die brennendsten Probleme Polen und Afghanistan herum. Dann besetzten Soldaten den Sitzungssaal."
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Friedenspreis des deutschen Buchhandels: Lew Kopelew - der gute Mensch aus Rußland
Wenn es ihn nicht gäbe, den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, man müßte ihn für die Verleihung an Kopelew erfinden. Russe und Verehrer der Deutschen, Faustübersetzer, reiner Moralist und bloßes Opfer der Sowjetunion, so gut und heimatlos jenseits aller Politik, daß das Land, das ihn, seinen durchgeistigten Verehrer, ehren und beherbergen darf, eine feinfühligere Selbstbeweihräucherung gar nicht veranstalten könnte.
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Warum der Ostblock 1. ein Block und 2. gefährlich ist
Der Ostblock gilt als eine so furchtbare Bedrohung, daß die mörderischste Rüstung, die die Menschheit jemals geseben hat, nur deshalb aufgestellt werden muß, damit wir hier nicht erpreßbar sind. Auf der anderen Seite hat sich der Westen schon immer die Freiheit herausgenommen, dieses Staatenbündnis als Völkergefängnis zu betrachten und sich zum eigentlichen Anwalt sämtlicher Bewohner dieser Gegenden zu erklären.
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Rassismus: So sind die Russen
Wenn es unter dem Motto: ‚die stinken, die Russen,‘ um so delikate Dinge wie Rassismus, Antikommunismus und Kriegstreiberei geht, wird der moderne Intellektuelle hellhörig und hält sich als ideologiekritisches Bewußtsein zugute, niemand dürfe sich von solchen Gefühlen und Vorurteilen leiten lassen, weil diese angeblich blind und insofern in der Realität wenig dienlich, wenn nicht sogar gefährlich seien. Dieses aufgeklärte Urteil ist natürlich alles andere als kritisch.
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Bundespresseschau: Für die Freiheit schreiben sie alle
Wenn ein ostdeutscher Journalist dem von Westschreibern bedrohlich befragten olympischen Pressechef seiner Besatzungsmacht hilfreich beispringt, indem er sich fünf Tage nach der Eröffnungsfeier immer noch für selbige freut und bedankt, dann geht einem Angehörigen der freien Presse Westdeutschlands das Schimpfwort "Journaille" locker von den Lippen. Allerdings zeiht er damit seinen Kollegen keinesfalls der Schwanzwedelei des Geistes vor der Macht - darauf versteht er sich selbst recht gut.
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ÖFFENTLICHE WEHRERTÜCHTIGUNG
Die Stärke der Demokratie liegt immer noch in der - zugegebenermaßen mit einigen Hilfestellungen versehenen - Freiwilligkeit, mit der sich die räsonnierenden Bürger selbst die härtesten Anforderungen ihrer Herrschaft zueigen machen. Mit den Feierlichkeiten, die so aussahen, wie Militäraufzüge nun einmal aussehen, setzte deshalb eine öffentliche Bestandsaufnahme und Diskussion ein, die das faschistische Gebot der geistigen Wehrhaftigkeit auf gut demokratische Weise in Angriff nahm, nämlich als Werk der Öffentlichkeit und des freien Meinens selber.

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