stichwörter: Wissenschaft » Politologie



1 / 91
FRIEDENSFORSCHER PROF. SENGHAAS ZUM GOLF: KRIEG - ES GIBT KAUM EINE BESSERE LÖSUNG!
Wenn der freie Westen dem Irak praktisch die Feindschaft erklärt, hat ein Friedensforscher gleich gar nichts mehr zu erklären. Die Sache des freien Westens ist fraglos gut.
5 / 90
Wie Joachim Bischoff die BRD als einen relativ gelungenen Weg zum Sozialismus entdeckt
Das Buch beginnt mit einer rhetorischen Frage, die dem Gedankengang eine klare Linie vorgibt: "Ist mit der Planwirtschaftjede sozialistische Kapitalismuskritik gescheitert?"
4 / 88
"UNTERENTWICKLUNG" SCHLECHT FÜR "ENTWICKLUNG" - ODER WAS?
! ^
10 / 86
Krippendorff: Staat und Krieg. Die historische Logik politischer Unvernunft. - Die Staatsgewalt - geschmacklos unvernünftig
Der altlinke Politologe Krippendorff hat eine "Kritik der Politik" verfaßt, die jedes Einverständnis mit den Zielen staatlicher Politik und den Absichten ihrer Macher verweigert. Krippendorff kontert den guten Glauben, staatliche Ordnung wäre ihrer Natur nach ein brauchbares Lebensmittel der Leute und die nicht übersehbaren Folgen ihres Wirkens bis hin zu den Massengräbern auf den Schlachtfeldern - sprächen noch allemal für ein Versagen der Politiker vor den zivilisatorischen Absichten und Aufgaben, denen Staaten dienten.
3 / 83
Kleine Zeitschriftenschau: Politologen stellen der Weltlage ein Horoskop
Wer wissen möchte, wie "es weitergeht", der hat genaugenommen nur eine Chance: Er muß sich die Interessen und Zwecke klar machen, die in der Welt herrschen, nicht weil sie so einleuchtend oder moralisch wären, sondern weil genügend Macht in der Entschlossenheit liegt, sie durchzusetzen. - Man kann es aber auch weniger genau nehmen und ohne derartige Erklärungen für die Weltlage Prognosen erstellen.
4 / 83
Politologie: Die Deutsche Frage national identifiziert
Die Wissenschaft von der Politik reagiert auf alle Ansprüche der Politiker so, daß sie sie zum Problem politischer Ordnung erklärt und damit noch jedem Staatsanliegen wissenschaftlich seine Notwendigkeit und Legitimität bescheinigt. So kriegen Politologen es fertig, einerseits das "politische System" der BRD zur besten aller möglichen Welten theoretisch zu (v)erklären und gleichzeitig den Bundesbürgern die territorialen Forderungen und weltpolitischen Ambitionen des BRD-Imperialismus als ihren heißen Wunsch nach eindeutiger "nationaler Identität" anzuhängen.
3 / 82
Politologie: Ideologische Variationen zur Weltlage
Die USA und ihre NATO-Verbündeten rüsten auf, was das Zeug hält. Der oberste Führer des freien Westens hat beschlossen, "daß die Geschichte heute die letzte Seite des Kommunismus schreibt".
6 / 82
BRD-DDR im politologischen Systemvergleich: Im Osten nichts Neues
Was sonst jedem Politologen wie eine Sünde gegen sein Metier, das freie und kritische Erfinden von Gesichtspunkten, denen der eigene nationale Staat nachkommen sollte und denen dieser immer nur unvollkommen Genüge tun soll, vorkommt - also das undifferenzierte Lob der eigenen Herrschaft, das wird beim Systemvergleich zwischen "den beiden deutschen Staaten" zur ausgesprochenen Tugend. Ganz egal, ob ein Fraenkel bereits seit Adenauers Zeiten mit seinem herzlichen Glückwunsch an die unbeugsame Haltung bundesdeutscher Politiker gegen den Osten diesen den Rücken stärkte oder ob ein Ludz die Wendung der Brandt-Regierung zu einer neuen Ostpolitik ("Entspannung durch Wandel" - des Ostens) mit seinen "Materialien zur Lage der Nation" untermauerte, bei der politologischen Kommentierung der "deutschen Frage" ist der unmittelbare Auftragsdienst für die praktizierte Politik die einzig erlaubte wissenschaftliche Verantwortung.
6 / 82
Wenn die Wissenschaft ihre Tage kriegt: Politologen-, Historiker- und Germanistentage
Nach den Sommerferien, dann wird die deutsche Professorenschaft reiselustig. So auch dieses Jahr: Es trafen sich die Soziologen, die Politologen, Historiker und Germanisten.
3 / 81
Iring Fetscher: Überlebensbedingungen der Menschheit. Zur Dialektik des Fortschritts, München 1980 - Pessimismus, optimistisch gehalten
Das wäre ja noch schöner, wenn sich der Geistesstand von einer "Thematik" verabschiedete, bevor Intellektueller Fetscher sein Scherflein dazugeben konnte! Nun könnte man zwar munter abwinken und meinen, Fetscher bräuchte solche Befürchtungen gar nicht zu hegen, wenn er nur einmal seinen eigenen Titel ernstnehmen würde: Die Überlebensbedingungen der Menschheit (- und folglich doch auch der Intellektuellen?)
4 / 81
Die Linke und die nationale Frage - Hrsg. Peter Brandt, Herbert Ammon: Kuratorium "Unteilbares Deutschland" - Alternative Abteilung
So beginnt die FAZ ihre Rezension (19.5.81) des Buches von Brandt und Ammon. Die milde Verwunderung des Kolumnisten darüber, deutschnationale Töne aus einer Ecke zu vernehmen, aus der man sie bislang nicht gewohnt war, wird übertroffen von der abgeklärten Sicherheit dessen, der sich mit dem Zug der Zeit und daher auch des Zeitgeistes völlig einig weiß: an der Nation kommt auf die Dauer keiner vorbei, und der Nationalismus als erfolgreiche Ideologie mußte ja geradezu auch die Linken veranlassen, sich hier anzuhängen, womit über ihre Erfolgsaussichten auch bei diesem Thema bereits alles klar ist.
3 / 80
R. Kühnl in Wien: Wie man Totalitarismustheoretiker kritisch ergänzt
In Österreich heißt der MSB pikanterweise KSV. Sonstige Unterschiede von Belang gibt es nicht, nachdem inzwischen auch der SPARTAKUS seinen Stolz auf "unser Land" äußert und damit den Vorsprung der Alpen-Revis aufgeholt hat, die schon deswegen immer die Parole "Immer für Österreich!"

© Verein zur Förderung des marxistischen Pressewesens e.V. München