stichwörter: Der freie Westen » Moral



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Die Rechtfertigung des Krieges aus dem Geist des Humanismus
Die Intellektuellen haben den Krieg nicht erfunden. Er ist Mittel der Politik.
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Zur Abtreibungsdebatte: Der Staat fordert Menschenleben
Es geht offenbar ums Prinzip. - Da wird im bayerischen Memmingen ein Gerichtsverfahren gegen einen Frauenarzt durchgezogen, der sich bei der Abtreibung nicht an die dafür geltenden Paragraphen des Strafgesetzbuches gehalten haben soll, und der Staat macht daraus einen politischen Prozeß erster Güte.
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Kritik - wie geht das ? (Teil 1)
An kritischen Zeitgenossen mangelt es wahrlich nicht. Durch Rundfunk und Fernsehen, durch den "Spiegel" und die "Bild"-Zeitung, durch die freie Wissenschaft und die konkurrierenden Parteien aufgeklärte Erdenbürger machen es sich geradezu zur Pflicht: kritisch zu sein.
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DIE HERSTELLUNG UND BEWÄLTIGUNG EINES "PROBLEMS" DURCH DIE WESTLICHE STAATENWELT: DROGEN-SUCHT, -GESCHÄFT, -KRIMINALITÄT, -BEKÄMPFUNG, -KRIEG
US-Präsident Bush hat ein Markenzeichen für seine Präsidentschaft gefunden: "Krieg der Rauschgiftmafia". Der "Kampf gegen die Drogenseuche von Millionen von Amerikanern" - unter Präsident Reagan noch ein Betätigungsfeld für die First Lady - ist neuerdings Chefsache im Weißen Haus.
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Gegenstandpunkt: Zeitgeist
Seine Gedanken einfach dem "Zeitgeist" zuschlagen, mag so leicht niemand. Wer läßt sich schon gerne nachsagen, unkritisch einer "weitverbreiteten Stimmungslage" zu erliegen oder gar bloß "modisches" Gedankengut zu vertreten?
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NATUR - ALS ARGUMENT
Mitunter ist es gar nicht so einfach, mitten in der Hochkonjunktur des zum Umweltbewußtsein fortentwickelten Naturschutzgedankens fröhlich für die Natur Partei zu ergreifen. Im Wonnemonat 1987 wissen unsere lieben Kleinen garantiert wieder, was so ein Maikäfer für ein Vogel sei.
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KORRESPONDENZ: "EOGISMUS IN REINFORMAT!"
Anläßlich des Papstbesuches verteilte die MARXISTISCHE GRUPPE (MG) eine Zeitung mit dem Artikel "Vom schädlichen Unsinn der Frage nach dem Sinn des Lebens". Aus einer ganzen Reihe von Zuschriften befassen wir uns mit folgendem Brief, weil er ein Argument vorträgt, das wir immer wieder einmal gegen Beiträge in der MSZ zu hören kriegen.
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Folter, Moral und Politik - Prinzipien christlich- demokratischen Handlungsbedarfs
Als Zweck seiner Chile-Reise hat Norbert Blüm angegeben, er wolle sich vor Ort überzeugen - davon, wie es die chilenische Regierung mit dem Foltern hält. Verlogener ging es nun wirklich nicht.
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Kopf ab - nein oder lieber doch? Des guten Bürgers liebster Denksport
Leseranfrage: "Erschien in Ihrer Zeitschrift in den letzten Jahren ein Artikel über das Thema "Wiedereinführung der Todesstrafe in der BRD" bzw.
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Toleranz
An Aufrufen zur Toleranz gibt es keinen Mangel. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich vor und in allen Banalitäten des Wirtschaftslebens, den von oben verkündeten und ins Werk gesetzten Staatsnotwendigkeiten und dem damit umrissenen Glück der privaten Entfaltung als "menschliches Zusammenleben" preist.
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Die Demokratie kämpft gegen ihr Elend - da muss etwas faul sein
Hungersterben in Afrika und anderswo, Krüppel, Verblödete, ganz gewöhnliche Jammergestalten und Habenichtse auswärts oder gleich um die Ecke daheim: Zum guten demokratischen Ton gehört es, daß diese "Schattenseiten des Lebens" nicht verschwiegen werden. Elend, und zwar weltweit und in all seinen widerlichen Erscheinungsformen, ist das ganze Jahr über öffentliches Thema, und zum Jahresausklang feiert es Hochkonjunktur.
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Moral - das gute Gewissen der Klassengesellschaft
Die paar Sachen, auf die es wirklich ankommt in der kapitalistischen Gesellschaft und ihrem demokratischen Staat, werden von den subjektiven Auffassungen über sie, von der Billigung durch die Leute nicht abhängig gemacht. Daß auf seiten der "Betroffenen" die verschiedensten Leistungen und ihr Gehorsam kalkuliert und bedingt, also stets widerrufbar erbracht würden, ist weder in den Instituten des Rechtsstaates noch sonstwo vorgesehen.
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ABTREIBUNG, RETORTENBABIES, STERBEHILFE: RECHT UND MORAL VOR DEN LETZTEN FRAGEN
Die letzten Fragen geistern durch die Öffentlichkeit. Politiker, Richter, Ärzte, Bischöfe, Philosophen, Joumalisten ereifern sich über die "Grenzfragen", als gelte es, ein dringliches Menschheitsproblem zu lösen, damit endlich Sicherheit einkehre ins tägliche Leben und Sterben.
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DIE DEUTSCHEN - EIN VOLK VON PSYCHOS?
Was treibt ein Volk, dessen Regierung die eigene Armee zur zweitstärksten konventionellen Streitmacht des Westens aufrüstet und auf eurostrategischer Parität mit der feindlichen Weltmacht besteht? Womit beschäftigen sich Bürger, die von ihrem Inneneminister unter ziemlich totale Erfassung und Überwachung gestellt werden?
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Eine katastrophale Unsitte: Betroffenheit
(Bertolt Brecht, Anmerkungen zu "Mutter Courage und ihre Kinder") Schlechte Erfahrungen sind keine Mangelware.
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Jugend - wie geht das?
Auf keinen Fall durch den Nachweis eines Lebensalters. Schließlich kann kein Mensch aus dem schlichten Befund "Alter zwischen zwölf und einundzwanzig " eine Ideologie herleiten, aus der sich schlüssig ergibt, was sich für die Unglücksraben der so umschriebenen Generation ziemt.
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Nicht nur zur Weihnachtszeit: "Auch Not und Sorge miteinander teilen"
Alle Jahre wieder hat in der Vorweihnachtszeit die Nächstenliebe Konjunktur. Sie spendenwirksam in Fahrt zu bringen, sehen traditionsgemäß neben den Kirchen auch die weltlichen Betreuer der staatsgläubigen Untertanenmoral, die Tageszeitungen, als ihre weihnachtliche Bürgerpflicht an.
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Profit als moralische Kategorie
Seitdem es den bürgerlichen Zirkus gibt, steht der Profit, bzw. was man dafür hält, in schlechtem Ruf.
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Von der elenden Kritik nationaler Gerechtigkeitsfanatiker
Mit Anhängern einer Irrlehre namens "Verelendungstheorie" verwechselt sie keiner, die sozialen Rufer und Mahner, welche so entrüstet der Republik ihren Befund vorhalten: "Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer!" Die Steigerungsform scheint es ihnen angetan zu haben, den Liebhabern der sozialen Gerechtigkeit.
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Weltanschauung - Die Logik eines geistigen Bedürfnisses
Wenn berühmte Dichter und Denker einer Weltanschauung anhängen, so ist das kein Einwand gegen ihre Größe. Die gelehrten Traditionspfleger von heute entdecken "Probleme" höchstens in einer Übertreibung, wegen einer "fatalen" Folge oder einer Inkonsequenz, auch "Einseitigkeit" soll bisweilen "gefährlich" geworden sein.
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Geschichte als Argument
Wenn Zeitgenossen in die Geschichte zurückgreifen, verbinden sie mit solcher Hirnweberei eine gegen Aufklärung gerichtete Absicht. Sie wollen ihren Mitmenschen weismachen, daß irgendwelche vergangenen Ereignisse für die Nachwelt schwer etwas "bedeuten".
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"Das Leben" - nichts wert
Den Zeitgenossen, denen am Hiroshima-Jahrestag wie bei der Hühnerzucht, bei verseuchten Flüssen wie in Sachen Abtreibung kein stichhaltigeres Argument einfällt als "das Leben", wäre erst einmal die Frage zu stellen, die an anderer Stelle auch ihre Dienste tut: Darf‘s nicht ein bißchen mehr sein? Schließlich muß man nicht im Schützengraben und in Kriegsgefangenschaft gewesen sein, um zu wissen, wie ungemütlich jene Situationen sind, in denen es "ums Leben" geht, welches dann auch "nackt" heißt.
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DAS KONSUMIEREN - EIN EINZIGER SKANDAL
Da schüttet der Mensch, gemäß einschlägiger Empfehlung, seine Sorgen in ein Gläschen Wein. Er vertraut darauf, daß die zuständige Winzergenossenschaft den nötigen Frohsinn beigemischt hat.
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Dummheit - eine nützliche Tradition im Dienste der Demokratie
Sofern in der bürgerlichen Gesellschaft einmal die Rede von ihr ist, dann geht es gegen die Individuen, an denen sie einer entdeckt haben will. Sie gilt als Defekt, den man anderen, aber auch sich selbst bescheinigen kann.
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"Aberglaube", "Sekten", "Ersatzreligionen" : Die falschen Brüder
Falscher Glaube?! "Dinge verselbstständigen sich" dort genausowenig oder -soviel, wie wenn trockene Oblaten als Fleisch und Blut feilgeboten werden.
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Vom christlichen Glauben
Gemäß offiziell bestätigten Gerüchten leben wir im Atomzeitalter und erfreuen uns einer wissenschaftlich-technischen Zivilisation. Das sieht man schon daran, daß es 200 Jahre nach einem Geschehen namens Aufklärung keineswegs als Schande gilt, ein Christ zu sein.
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KORRESPONDENZ: "UND AMNESTY BRINGT‘S DOCH!"
Die zählen die Gefangenen nicht nur, die setzen sich auch für deren Freilassung ein und das sind dann einige Hetzer mehr im politischen Gefüge. Frau Inge Kemp Genefke mag sich in ihrer Betroffenheit etwas ungeschickt ausgedrückt haben, aber der Weg ist richtig.
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Die Sache mit den Menschenrechten
Das Kulturgut, Marke Menschenrecht, wächst nicht auf Bäumen. Das körperliche Organ, nach dem "alle Menschen frei sind und gleich an Würde und Rechten geboren" (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO), hat die Mutter Natur dem Säugling nicht in die Wiege gelegt.
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KORRESPONDENZ: "DIE MENSCHENRECHTE - EIN ZIVILISATORISCHER FORTSCHRITT"
Daß es den Leuten nicht gut bekommt, wenn ein Staat seine ganze Gewalt dafür ins Spiel bringt, seinen Staatsbürgern die Menschenrechte zu garantieren, in dieser "Selbstverständlichkeit" sollen wir uns einig sein? Das kann nicht stimmen!
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MSZ-ASTROSHOW: DAS ABSOLUT TODSICHERE HOROSKOP FÜR 1983
Horoskopisch gesehen ist 1983 ein gutes Jahr. Da mittlerweile jeder dahergelaufene Politiker, Pfaffe, Journalist, Gewerkschaftsführer, Fußballprofi; Student, Sterndeuter, Professor und Haushaltsvorstand von "schweren Zeiten" labert, ohne die Schuldigen anzupflaumen, die sie in die Welt setzen, den fehlenden "Sinn" beschwört, als gäbe es nicht schon genug von dieser Unterwerfungsmoral, sowie in jeder Ecke eine "Krise" entdeckt, ohne den Tätern in den Arsch treten zu wollen, können sich Voraussagungen der Trefferquote von hundert Prozent annähern.
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Folter: Anmerkungen zu einer "unmenschlichen" Sache
Jeder Staat auf dieser Welt hat seine Polizei und sein Militär. Und jeder weiß, daß diese Vollstrecker der staatlichen Gewalt ziemliche Freiheiten haben, oder sich nehmen, den Ermittlungsprozeß gegen von ihnen Festgenommene und Verdächtige in ihrem Sinne zu gestalten.
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LEKTIONEN ZUR FOLTER
"Alles in allem scheint mir die Folter wenig, um nicht zu sagen gar nicht wahrscheinlich." (Indro Montanelli in "Oggi")
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Flüchtlinge: Politischer Menschenhandel
Das Schöne an Flüchtlingen ist, daß es sie wie Sand am Meer gibt. Schließlich sorgt die Verbreitung der Kultur auf dem Erdball, die noch jeden Landstrich mit respektablen Staatswesen versehen hat, dafür, daß diese in Ausübung ihres Berufs immer wieder einmal den in ihrem Machtbereich Ansässigen die Existenzbedingungen dermaßen verderben, daß die Heimatliebe durch das Begehren wegzukommen, egal wohin, abgelöst wird.
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Probleme mit der Jugend? Schlaffis und Krawallos, Popper und Punks, Disco-Hänger und Hausbesetzer, Fixer und die ganz Normalen
Die Unzufriedenheit mit der Jugend ist älter als die bürgerliche Gesellschaft. Daß die Jungen "nicht mehr so sind, wie wir früher", beklagte schon Platon, der deshalb gern zitiert wird, um die Harmlosigkeit des "Problems Jugend" darzutun.

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