stichwörter: Naher Osten » Libanon



11 / 85
Der Libanon - Eine abrufbare Weltkrise
Während Israel unter dem Titel "Eine Heimat für alle Juden!" den Nahen Osten militärisch durchsortiert hat und dafür vom Westen mit allen nötigen Mitteln ausgestattet wurde, war der Libanon lange Zeit ein friedliches westliches Bollwerk in der Region.
1 / 84
Frieden in Freiheit: Kein Tag ohne Krieg - Nicaragua, Libanon, Afghanistan, Iran/Irak
Seit dem Sieg der Sandinisten über Somoza gibt es die Kriegsdrohung der USA gegen Nicaragua. Seitdem nach maßgeblicher westlicher Auffassung die Falschen in Managua das Sagen haben, wird diese Drohung wahrgemacht.
1 / 84
KRIEG IM LIBANON
Nein, es ist kein undurchschaubar-dschungelmäßig religiös-nationalistisch-irrationaler Bürgerkrieg, in den die US-Streitkräfte im Libanon sich tolpatschig einmischen. Nein, der Libanonkrieg ist kein zu grob gewähltes Instrument, um Freundschaft zwischen Israel und Syrien zu stiften.
3 / 84
Libanon: Die USA ändern ihre Kriegstaktik
Ihre Marineinfanterie setzt sich von den militärisch teilweise erfolgreichen Gegnern des Präsidenten von US-Gnaden, Dschemeijil, ab; dafür erhalten die Schiffsartillerie und die Flugzeuge auf der vor Beirut stationierten Eingreif-Flotte Schießbefehl. Mehr Gewalt und Zerstörung: Das ist die - nach der Logik einer demokratischen Schutzmacht unabweisbare - Antwort des US-Präsidenten auf den vorläufigen Fehlschlag des Unternehmens, einer aus Libanesen rekrutierten, von dem christlichen Falange-Häuptling Dschemeijil kommandierten Söldnerarmee das nationale Machtmonopol zu verschaffen ("das Machtvakuum zu füllen" - so hieß und heißt die diplomatisch-absurde Sprachregelung).
3 / 83
Libanon-Abkommen: Ein Angriffspakt
Der Vertrag, den die Vereinigten Staaten, Israel und die Regierung Libanons über die künftige Regelung der Souveränität Libanons schließen, ist dreist: Ein solches Abkommen hat man noch nicht gesehen. Für die "Lösung" der Libanonfrage beschließen die drei Vertragsparteien, Syrien, das als einziges Land je ein Mandat von der libanesischen Regierung und der Arabischen Liga als Schutzmacht erhalten hat, habe seine Truppen abzuziehen - dann stünde einem Rückzug israelischer Verbände nichts mehr im Wege.
11 / 83
Die NATO-Friedenstruppe verteidigt sich vorwärts
Die Leichen waren noch nicht ausgebuddelt, da stellte US-Präsident Reagan bereits den politischen Nutzeffekt des Anschlags und den Zweck seiner geheuchelten Trauer klar. "Jetzt erst recht!"
12 / 83
Reagan in Fernost - Arafat in Tripoli - USA in Nicaragua
Im Windschatten der"Befreiung Grenadas" ist eine andere, bereits angelaufene Befreiungsaktion aus den Schlagzeilen gerückt: der US-Krieg gegen Nicaragua. Auf den hinteren Seiten der demokratischen Presse wird allerdings fleißig darüber spekuliert, wie die Freie Welt auch dieses Problem endlöst: Verstärkung der Contras, Krieg zwischen Honduras und Nicaragua oder US-Invasion nach Hilferuf der Anrainer, eventuell der innernicaraguanischen Opposition und mit "verbündeten Truppen".
5 / 82
Libanon: Ordnung in einem neuen NATO-Satelliten
Sprengstoff wie Watergate soll der Untersuchungsausschuß über die Beteiligung der israelischen Regierung an den Massakern in zwei Palästinenserlagern in Beirut enthalten. Dabei wird er bestenfalls ein paar Korrekturen an der offiziellen Version, wann man warum zu spät gegen die Schlächtereien eingeschritten ist, anmelden: "Enthüllungen", wegen derer die Regierung nicht einmal einen Politiker wird opfern müssen.
3 / 81
Libanon: Weltkrise auf Abruf
Daß die Weltmächte alles unternehmen, um die "Krise im Libanon zu zerstreuen", kann kaum die ganze Wabrbeit sein. Schließlich hat US-Außenminister Haig kurz vor ‚Ausbruch‘ der Krise eine Reise durch den Nahen Osten unternommen und einige Klarstellungen bezüglich der amerikanischen Haltung zur Lage im Libanon zurückgelassen.

© Verein zur Förderung des marxistischen Pressewesens e.V. München