stichwörter: Europa » Frankreich



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Französische Revolution im Spiegel des "Spiegel"
Gerade rechtzeitig zum 200sten Jubelfest der Französischen Revolution ist auch Rudolf Augstein mit einer Spiegel-Serie eingestiegen. So lange ist das schon her, meint er, daß wir uns heute schwer fragen müssen, ob das alles noch für uns "bemerkenswert" ist.
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25 Jahre deutsch-französische Erbfreundschaft
Der am 22. Januar 1963 von Adenauer und de Gaulle im Elysee-Palast unterzeichnete Vertrag gilt als die offizielle Besiegelung der "Versöhnung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk, die eine jahrhundertelange Rivalität beendet", wie es in seiner Präambel heißt.
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25 Jahre deutsch-französischer Kulturaustausch: Le meme Quatsch
Für "Kulturnationen" halten sich Staaten, die überzeugt sind, auf der Welt einiges zu vermelden zu haben oder zumindest haben zu sollen - also so ziemlich alle. Für dieses Selbstbewußtsein findet sich immer irgendwie eine historische Leistung, die als nationale Kultur gilt, auf die sich stolz sein läßt und die die Konkurrenz respektieren soll.
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De Gaulle - ein starkes Stück Frankreich: Jeanne d'Arc, zweite Auflage
Charles de Gaulle, der Kriegsgewinner von Alliierten Gnaden, der Araberschinder und Dekolonisator Algeriens, der alte 68er, der vor ein paar Demos auskniff, der Miterfinder einer zwischenvölkischen Weltneuheit ("Erbfreundschaft"), wird dies- und jenseits des Rheins unbestritten zu den Säulenheiligen der jüngsten (deutsch)französischen Geschichte gezählt. Die Leute haben recht: es gibt über den Mann wirklich nicht viel Gutes zu sagen.
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Mitterand - Chirac - LePen. Drei Männer, ein Versprechen: "Das dynamischste Land Europas"
Die Sorgenfreiheit demokratischer Führungsmannschaften, was die Rücksichtnahme auf Belange ihres Wählervolkes angeht, kennt man ja. Sie sind so frei, den Vergleich ihrer illustren Persönlichkeiten zum alles überragenden Thema zu machen, mit dem sich das Volk zu beschäftigen hat.
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Frankreich: Den Eisenbahnerstreik national bewältigt
"Eine Regierung, die sich stets als stark darstellte, erweist sich plötzlich als unstet und schwach." Der "Spiegel" kennt sich wieder einmal aus und spekuliert hämisch mit, ob nicht Chirac all seine Präsidentschaltsambitionen damit verspielt habe, daß es überhaupt zum Streik gekommen ist.
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Frankreich: La grande nation
Die REPUBLIK FRANKREICH verfügt über eine eigenständige Atomstreitmacht und über Kolonien im Pazifik, um sie auszuprobieren. Sie ist ein zuverlässiger Eckpfeiler der NATO, ohne ihr anzugehören.
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"Terrorwelle" in Frankreich: Der gerechte Terror greift um sich
Nach dem amerikanischen Luftangriff auf Libyen herrschte zwischen den USA und Frankreich "Verstimmung", da den amerikanischen Maschinen das Überflugrecht verweigert worden war. Die Amerikaner beschwerten sich über die Behinderung eines "anti-terroristischen" Anliegens, die Franzosen wollten sich die abgeforderte Inanspruchnahme des Stücks Souveränität, das "Luftraum" heißt, nicht gefallen lassen.
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Nachrichten von der Marktwirtschaft
Die Weihnachtsbutter ist nicht von der ganz allerbesten Qualität und auch ihre Lagerfähigkeit läßt zu wünschen übrig. Aber was soll‘s - schnell verzehrt, ordentlich Wurst drauf oder in den Weihnachtskuchen: Da wird sich das Billigangebot doch nutzen lassen?
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Die "Greenpeace-Affäre": Schiff versenkt, Hernu geht - Es lebe Frankreich
So kanzelte der französische Staatspräsident alle Beschwerden im Zusammenhang mit der Versenkung der ‚Rainbow Warrior‘ ab. Von wegen also "Staatskrise"!
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Frankreich/Spanien: Die Demokratie befriedet die Basken
Seit im spanischen Baskenland nur noch rechtsstaatlich gefoltert wird (Das Anti-Terrorismus-Gesetz überläßt einen politischen Gefangenen für 10 Tage "incomunicado" den Schergen der Guardia Civil, ehe er einem Richter vorgeführt werden muß.); seit es eine Verfassung gibt, die den Basken das andernorts so hoch gepriesene "Selbstbestimmungsrecht" ausdrücklich verweigert; seit alle Sonderverordnungen des Franco-Regimes für das Baskenland als Spezialgesetze vom Parlament in Madrid ordentlich verabschiedet worden sind und seit schließlich im spanischen Staat die Sozialistische Partei das Geschäft schützt und die Gewalt ausübt - seitdem haben die Sozialisten Frankreichs eine andere Einschätzung von ETA und vom "geheiligten Recht auf Asyl", auf das die Grande Nation so stolz ist.
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Tschad: Imperialistischer faux-pas?
Mitterrand ist unten durch: "Nach seinem wirtschaftspolitischen Zickzackkurs nun die erste außenpolitische Schlappe" (Tagesthemen) - "Er läuft Gefahr, als äußerst naiv zu gelten" (Times) - "Er hat sich und Frankreich lächerlich gemacht" (Liberation). Man traut seinen Ohren nicht: Dieser in der Russenfrage so illusionslose Praktiker der freiheitlichen Gewalt soll von Gadafi hereingelegt worden sein und seine Truppen ohne Gegenleistung aus dem Tschad abgezogen haben.
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20 Jahre deutsch-französische Freundschaft: Vom Erbfeind zum Konkurrenzfreund
Die deutsch- französische Frenndschaft hat Geburtstag. Gefeiert wird ein "Markstein in der Geschichte" zweier Völker, die nach jabrhundertelanger "Erbfeindschaft" sich just vor 20 Jabren eines Besseren besonnen und sich "ausgesöhnt" haben sollen.
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Frankreich: Nationale Ressourcenentfaltung
Während hiesige Sozialisten ziemlich charakterlose Gesellen sind, die ihre Begeisterung über den großen Wahlsieg des Francois Mitterrand unauffällig in der Versenkung haben verschwinden lassen, - ist ihr ehemaliges Idol eine prinzipienfeste Herrschermaske: Für ihn bestand schließlich zwischen dem "alten" Programm der Arbeitslosenbeseitigung und dem "neuen" der vorrangigen "Inflationsbekämpfung" höchstens der Unterschied, daß dies die zwei Seiten ein und derselben "Medaille" sind - Aufrüstung der nationalen Ökonomie für die anspruchsvollen Ziele französischer Weltgeltung. Unter dem harten Großmachtsidealismus hatten und haben die Arbeitslosen ihren Platz darin, daß ihre Existenz womöglich das Brachliegen nationaler Ressourcen repräsentiert, daß ihre Benutzung nicht ihnen nützen, sondern dem Staat unnütze Kosten ersparen und zur Durchsetzung französischen Kapitals auf dem Weltmarkt taugen solle.
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Der Fall Klaus Barbie: Wozu ist ein "Schlächter von Lyon" gut?
Nur ein paar Antifaschisten mag es ein Problem sein, daß der "Schlächter von Lyon" 40 Jahre seines Nachkriegslebens lang ungeschoren davonkam, verwechseln sie doch den Kampf der alliierten imperialistischen Staaten des Westens gegen den Konkurrenten Deutschland allzugern mit (ihrem eigenen) Antifaschismus. Dabei haben diese Staaten nicht nur Atomforscher und Raketenexperten der Nazis zu schätzen gewußt, sondern sich mit deren Parteigängern (Kiesinger), Waffenträgern (Scheel, Schmidt), Rechtspflegern (Carstens, Filbinger), KZ-Baumeistern (Lübke) usw.
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Ein (un)diplomatischer Affront: In die Kälte geschickt (Frankreich weist Sowjet-Diplomaten aus)
Die Regierung Frankreichs hat kürzlich 47 Angehörige der sowjetischen Botschaft des Landes verwiesen. Ein Abgrund von Spionage unter dem Schutz des Diplomatenstatus, oder eine Meldung von der imperialistischen Ostfront?
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Die europäische Atomstreitmacht: Getrennt marschieren, vereint schlagen!
Großbritannien und Frankreich leisten sich eine für ihre Verhältnisse enorme atomare Rüstung - und doch handelt es sich dabei um Größen, die in den USA allenfalls Gegenstand des demokratischen Hin und Her zwischen Präsident und Kongreß würde. Noch der freezigste US-Abgeordnete würde bei einem solchen Budget um die "Sicherheit der USA" bangen.
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Die Maiunruhen der Citoyens
Angesichts der "Sparprogramme", die in Frankreich mit so ziemlich denselben Methoden wie hier durchgezogen werden, - nach dem Motto: ihr zahlt und wir belangen euch mit billiger Lohnarbeit, Arbeitslosigkeit, Armut und Raketen - nehmen sich die Maiunruhen der Reiseunternehmer, Rechtsanwälte, Studenten, Cafetiers, Kleinhändler und tutti quanti - bis auf die Arbeiter - als eine recht trostlose Angelegenheit aus. In der produktiven Abteilung herrscht - dank der großen Gewerkschaften und der KPF - in den letzten Monaten Betriebsfrieden.
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Frankreich: Fortschritt auf dem nationalen Reformkurs
Noch Ende 81 brachte der französische Ministerrat die erst für 82 vorgesehene Sanierung der Sozialversicherung über die Bühne: "Drastische Beitragserhöhungen für Arbeiter." Zwar griff man bei diesem Reformwerk auf das andernorts bewährte Patentrezept zurück: Je mehr Moneten den Arbeitern abgeknöpft werden, um so weniger sehen sie davon wieder - schließlich sollen ja nicht sie saniert werden.
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Frankreich: Die Gewerkschaften im changement
An diesen und an weiteren Reformen wird den französischen Arbeitern verdeutlicht, was "sozialistischer Aufbruch" in den von Mitterrand beabsichtigten nationalen Erfolg Frankreichs heißt. Kein Wunder, daß da bei manchen der politisch Verantwortlichen Neid auf deutsche Verhältnisse aufkommt, wo die gleiche Politik im DGB einen ganz überparteilichen, sich nur dem Wohl der Nation verpflichtet wissenden Partner gefunden hat.
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Die PCF in der Regierung
Die Aufnahme von 4 kommunistischen Ministern in die französische Regierung im Juni 1981 löste im Bündnis - vor allem in den USA - einige Unruhe aus: Soll man etwa ein Land gegen die Kommunisten verteidigen, das selbst von Kommunisten mitregiert wird?! Die Zusammenarbeit "der Linken" an der Macht in Frankreich hat sich jedoch so hervorragend bewährt, daß man kaum noch Material zur Bestätigung des ewigen Verdachts findet, "die höhere Solidarität der PCF (gelte) dem Kreml" (Süddeutsche Zeitung), und sie könne jederzeit ihre Arbeitermassen plötzlich auf den Staat loslassen.
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Frankreich: Ein Clown verarscht die Demokratie (Coluche)
Für Aufregung sorgt ein Leck-mich-am-Arsch-Kandidat, der "die Faulenzer, Ungewaschenen, Drogensüchtigen, Alkoholiker, Homos, Frauen, Araber und Franzosen" auffordert, ihn zu wählen und auf diese Weise den etablierten Berufspolitikern,;in den Arsch zu treten", der Berufskomiker Coluche. Die zwar nicht unsympathische, aber auch nicht gerade berauschende Respektlosigkeit Coluches besteht darin, daß er sein Komikergeschäft so weit treibt, sich ohne Sinn für die Würde einer demokratischen Wahl mit Politikern auf eine Stufe zu stellen:
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Tschad: Nachlässiger Imperialismus?
Seit Bekanntwerden der Fusion Libyens mit dem Tschad werden in der französischen Öffentlichkeit heftige Vorwürfe gegen die angeblich schlappe Regierung erhoben, die ein militärisches Eingreifen gegen Gaddhafis "Tschad-Annexion" verschlafen habe. Man verdächtigt den Präsidenten und seinen Industrieminister Giraud, daß sie ihre imperialistische Uerantwortlichkeit in Afrika wegen geschäftlicher Interessen vernachlässigten, nachdem bekannt wurde, daß Gaddhafi kurz nach der Entsendung seiner Truppen in den Tschad der französischen Staatsfirma Elf-Aquitaine Konzessionen bezüglich einer Ölförderung auf libyschem Gebiet erteilt hat.
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Französische Präsidentschaftswahlen: 4 x die "Rolle" Frankreichs
Giscard, Chirac, Mitterand und Marchais präsentieren sich ihrem Stimmvieh nun schon seit Wochen als gewiefte Taktiker, die aus den verschiedensten "Interessensgruppen" und "Lagern" Stimmen zu verbuchen und das Wahlsystem mit seinen zwei getrennten Wahlgängen für sich auszunutzen wissen. Die beiden aussichtsreichsten Stimmenfänger (Giscard, Mitterand) sagen ganz glaubhaft, daß nur sie den jeweils anderen schlagen können, und "schonen" die voraussichtlich im 1.
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Eurokommunismus: Nationalrevisionismus für Frieden und Freiheit
Wenn das Mitglied des Politbüros der PCI, Genosse Giancarlo Pajetta, auf dem Parteitag der KPdSU auftaucht, so ist bereits das eine "unfreundliche diplomatische Geste", weil zum ersten Mal mit der Etikette unter den "Bruderparteien" gebrochen wird und nicht der italienische Parteichef erscheint. Was er dort zu sagen hatte und - wie nicht ohne eine gewisse Zufriedenheit bei der PCI von der gesamten bürgerlichen Presse breitgetreten wurde - nur auf einem Nebenschauplatz sagen durfte, war denn auch alles andere als eine Grußadresse an die "ruhmreiche" Partei der Sowjetunion.
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Frankreich: "Historische Wende" durch Mitterand?
Ein Gerücht geht um in Europa - das Gerücht, mit der Wahl Francois Mitterands würden sich "die Bedingungen für linke Politik" verbessern". Präsident Reagan hingegen ist nicht vom Stuhl gefallen:
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Andre Gorz: Abschied vom Proletariat. Proletariat adieu - Gelobt sei die Freiheit!
Andre Gorz, der "Pariser Theoretiker", der "mit der Schreibmaschine ein Architekt des Pariser Mai" war (Spiegel), hatte seinerzeit seinen Hang zur Arbeiterklasse aufgrund der Erwägung entdeckt, sein "literarischer Protest" müsse "von einer Klasse getragen werden, die revolutionär ist": "Wenn eine solche Klasse nicht existiert oder... ihre revolutionäre Berufung eingebüßt hat", bleibe ihm "nichts anderes übrig als zu schweigen".
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Frankreich: Das Volk für die Macht gesammelt
Jeder französische Präsident kennt schon im Frieden keine Parteien, sondern nur Franzosen. Daß diese Franzosen auch einen Herrn Mitterrand für fähig halten, nur noch-Franzosen zu kennen und ihn mit der nötigen Macht ausstatten, muß dieser erst mal bewerkstelligen.
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DER SMIC UND SEIN SYMBOLWERT
Die Erhöhung des Mindestlohns (SMIC) war der wohlberechnete Wahlschlager, mit dem Mitterrand und Co. den französischen Proleten bedeuteten, wen sie massenhaft ins Parlament zu wählen hatten.
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Frankreich: Splendeur de la Grande Nation - sozialistisch verwaltet
Die "sozialistische Wende" Mitterrands löst nach einem überzeugend errungenen Wahlsieg ihre Versprechen ein, bei allen jetzt anstehenden und bereits ins Werk gesetzten Regierungsmaßnahmen "Wachstum, Beschäftigung, industrielle Fortentwicklung und eine gewisse Position in der Welt eine bestimmende Rolle spielen zu lassen" (Mauroy). Dabei ist keine einfache Reihenfolge gemeint: Die wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen, die von dem hauptseitig Betroffenen, dem französischen Kapital, zwar nicht entzückt aber ohne grundsätzliche Gegnerschaft hingenommen werden - die Frage: ruiniert der Sozialismus die freie Marktwirtschaft Frankreichs wird nur jenseits des Rheins aufgeregt diskutiert -, ordnen sich dem Ziel unter, die unter dem Vorgänger verschluderte "gewisse Position Frankreichs in der Welt" wieder zur Geltung zu bringen.
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Frankreich und die "3.Welt" - Moral und Erfolg des blau-weiß-roten Imperialismus
Die Freiheit aller alten europäischen Großmächte, sich den Rest der Welt zunutze zu machen, hat, wie jeder weiß, in den Prinzipien der von den USA durchgesetzten Weltordnung ihre Schranke - gar manches, etwa Kriege gegeneinander, sind ihnen nicht mehr erlaubt! -; umgekehrt macht diese Schranke den weltpolitischen Materialismus dieser Nationen zugleich so bemerkenswert schrankenlos.
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Jean Paul Sartre - Ein Nachruf
So Anrang der 50er Jahre machte sich eine ganze Generation junger Franzosen und Europäer, sofern sie zum höheren Stand gehörten, daran, mit Rollkragen-Pullis und schwarzen Baskenmützen in Cafes herumzusitzen; dabei rührten sie in ihren Kaffee eine gehörige Portion "nausee", blickten heroisch dem "neant" ins Aug‘ und kamen sich wahnsinnig "geworfen" vor. Damit nicht genug, trieben sie sich des Nachts in möglichst kahlen Kellerbars herum, hörten die immer gleiche Jazz-Musik, quatschten die Weiber (Männer) mit der Behauptung ins Bett, es sei ihnen alles so furchtbar gleichgültig, und etliche brachten sich tatsächlich um - mußten sich allerdings hinterher den Vorwurf anhören, der "Ekel" sei dafür da, ihn auszuhalten:
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Frankreich: Les liaisons dangereuses
Fürst Poniatowski, ehemaliger Innenminister, soll von einem Mord an einem Ex-Parlamentarier gewußt haben, der in seiner Eigenschaft als solcher nicht nur über gute Beziehungen zu Staatsmännern aus Afrika und sonstigen v.a. in waffentechnischer Hinsicht unterentwickelten Regionen verfügte, sondern deren regen Bedarf durch im Dunklen getätigte Geschäfte befriedigte.
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SCHUTT ODER ELITE
Für Studenten aus Afrika und Asien werden die Zulassungsbestimmungen zu den französischen Universitäten durch Geld - und Sprachnachweise verschärft. Damit wird ihnen nachdrücklich bedeutet, die Interessen ihres Gastlandes zu respektieren, das durch ihre Ausbildung Einfluß auf ihre Heimatländer ausüben will, ohne das Ziel der Ausbildung - die Herauskristallisation der Anwärter auf die Führungsposten - auf seinem Boden zu dulden.
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TRIALOG
Die Franzosen, bekannt für ihre selbständige Außenpolitik, haben einen revolutionären Vorschlag in Sachen Völkerverbindung in die Welt gesetzt: sie planen ein Dreiergespräch zwischen afrikanischen, arabischen und europäischen Staaten. Für jeden der Trialogpartner soll etwas herausspringen, und zwar - damit die jeweilige Völkerindividualität zu ihrem Recht kommt - für jeden etwas Passendes:
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Tschad: Machtkampf unter französischer Schirmherrschaft
In der Republik Tschad tobt seit Jahren ein "Bürgerkrieg", der so ausgerichtet wird, daß drei Armeen mit französischen Waffen um die Hauptstadt Nguema, den ehemaligen Kolonialposten Fort Lamy, kämpfen, eine Fallschirmjägerkompanie aus Frankreich Gewehr bei Fuß zusieht und die Kampfpausen durch Koalitionsregierungen der kämpfenden Parteien überbrückt werden. Es geht um die Herrschaft über ein Stück Wüste, Halbwüste, Grassteppe und Trockensavanne, die teils von arabischen Nomaden, teils von schwarzen Wanderhackbauern vor sich hinbewirtschaftet werden.
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Frankreich: Vive la Secu
Am 13.5., 23.5.
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Frankreich: Esprit francais - nouvelle droite
Am 3. Oktober explodierte vor einer Pariser Synagoge kurz vor dem Ende des Sabbatdienstes eine Bombe, die vier Passanten tötete, deren Ende in der französischen Presse als besonders "sinnlos" beklagt wurde, weil der Sprengsatz zweifellos den jüdischen Kirchgängern galt.
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Frankreich: Die zivile force de frappe
Mitte der 80er Jahre wird es in Frankreich 50 Kernkraftwerke geben. Entsorgung, Wiederaufbereitung und Anreicherung laufen bereits.

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