weiterführend:
Der Anschluß | Ostpolitik/Deutsche Frage
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Bonn empfängt Gorbatschow: Wir erwarten viel und kriegen auf alle Fälle nicht genug
Bonn erwartet den Staatsbesuch des Jahres. Die Feier gilt nicht dem neugewählten Präsidenten der Weltmacht, der wir die Freiheit und unsere Rolle als zweitstärkste NATO-Macht verdanken; auch nicht dem französischen "Männerfreund" Kohls, mit dem wir gemeinsam Europa erbauen und der auf "Routinebesuchen" im lieblichen Oggersheim abgespeist wird. |
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Das Kohl-Gorbatschow-Dokument: Frechheit siegt
Solche Erklärungen, die als dokumentarische Weihe der Beziehungen von Staaten feierlich unterzeichnet werden, enthalten in der Regel allerlei Allgemeinplätze, die guten Beziehungen und den ernsten Willen zu ihrer Verbesserung betreffend. Besuchen sich Feinde, dann triefen diese Machwerke der Diplomatie nur so von Frieden und Fiedenswillen. |
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Afrika mit Stil um den deutschen Finger gewickelt
Afrika den Deutschen! Diese Forderung hat die versammelte bundesdeutsche Politprominenz sehr amüsiert. |
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Genscher und Kohl in Afrika: Die BRD pflegt den Nord-Süd- Dialog
Genscher und Kohl waren schon vor Ort, Weizsäcker macht sich schon reisefertig: Dem afrikanischen Kontinent steht ein "Afrika-Jahr" der bundesdeutschen Reisediplomatie ins Haus. Demonstriert werden die "freundschaftlichen Beziehungen", die die BRD mit dem von Bonn aus gesehen "benachbarten Kontinent" verbinden. |
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Zwei Wochen BRD-Reisediplomatie: Von der Moskwa bis zum LaPlata
Es gibt offensichtlich nichts, was sich in der Staatenwelt so tut, was die Bonner Politik nichts angeht. "Verantwortung tragen", weltweit, beliebt man das aus deutscher Sicht zu nennen. |
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Ein Italiener verstößt gegen das Grundgesetz
Skandal in Bonn: Der italienische Außenminister Andreotti erhob Einspruch gegen den nationalen Haupt- und Oberzweck der bundesdeutschen Politik, die "deutsche Teilung" in einem befreiten Europa vom Atlantik bis zum Ural zu "überwinden". Ihm paßt es offenbar nicht, daß die BRD das gemeinsame NATO-Anliegen ganz selbstherrlich für ihre Großmachtambitionen benutzen will: |
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Noch ein Türke: Zu Besuch und in Bonn
Anfang September wurde vom amtlichen Bonn einmal ein Türke ausgesprochen freundlich behandelt. Es war der Ministerpräsident Turgut Özal auf Staatsbesuch, und er verkörperte nicht das Ausländerproblem, sondern die "traditionell guten Beziehungen" zwischen der Türkei und uns. |
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Kohl in China: 1 Milliarde Kollegen, Kunden, Waffenbrüder
So locker begründete Kohl auf Bestellung, daß die christdemokratische Regierung des antikommunistischen Frontstaats BRD, eine Woche lang per Staatsbesuch weltöffentlich, das beste Einvernehmen mit allen politischen Größen der "diktatorisch" regierten nationalkommunistischen Volksrepublik China pflegt. An den Dogmen des westlichen Antikommunismus will man Deng Xiaoping und Konsorten nicht messen. |
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11 / 84 |
Kohl in Pakistan
Auf der zweiten Etappe seiner Asienreise, in Pakistan, fühlte sich Kanzler Kohl fast wie zuhause. In dem "Obersten Kriegsrechtsverwalter" Zia ul-Haq traf er auf einen "Freund und Partner und eine bedeutende Kraft in einer für uns wichtigen Region", der, wie Kohl, den Kampf um den westlichen Frieden in Freiheit an vorderster Linie führt. |
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Staatsbesuche: In Bonn angetreten
Wenn die Herren mit den bunten Gewändern dem Kanzler und seinem Genscher ihre Aufwartung machen, dann werden nicht nur Artigkeiten ausgetauscht: Für die BRD und im Namen aller ihrer Bürger wird über Art und Inhalt der Beziehungen zum Rest des Globus entschieden. Uneingeschränkte Freude und Herzlichkeit herrschte bei den Besuchen der Staatschefs aus Sambia, Burundi, Fidschi und Nigeria in Bonn. |
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Weltweit unterwegs in Sachen Frieden
Politikerreisen in Vorkriegszeiten haben entweder den Charakter von Truppeninspektionen, wenn sie Freunde heimsuchen, oder erinnern an Erkundungsmissionen hinter den feindlichen Linien, wenn die Sendboten des Frontstaats BRD im Zeichen der Raketenstationierung "Ostkontakte pflegen". Lauter Freunde von "uns", wie zu hören war, hat der |
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Genfer Verhandlungen - Deutscher Erfolg: Reden statt Schiessen
Als am Genfer See der "Raketendisput der Supermächte" begonnen hatte, taten in der BRD regierungsoffizielle Stellen ebenso wie die freie Presse so, als ob beim Thema "Kriegsgefahr" Anlaß zu einer gewissen Beruhigung bestünde. Galt bis zum Dezember ‚81 die "Sprachlosigkeit zwischen den Großmächten" als Grund zu ernster Besorgnis, so soll nun die Tatsache, daß Amis und Russen "miteinander reden" alleine schon dafür bürgen, daß "der Frieden sicherer geworden" ist (Schmidt). |
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Das Europäische Währungssystem: Kurskorrekturen
Nachdem sich herausgestellt hatte, daß die Amerikaner mit ihrem Geld die ganze Welt überschwemmt haben, die kapitalistischen Empfängerstaaten ihrerseits kein so dringen des Bedürfnis mehr danach verspürten, sie daraus den Schluß zogen, den nun überflüssig werdenden Dollar irgendwie - am besten gegen Gold - loswerden zu wollen, sich daraufhin an die US-Regierung wandten, sie möge etwas für die Stabilität des Dollars unternehmen bzw. Rücknahmegarantien ein richten - da gab Präsident Nixon auf seine Weise dem Drängen nach und den Wechselkurs des Dollars frei: Aufhebung der Gold Dollar-Parität. |
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Schmidt bei den Saudis: Salem Öleikum, Helmut Ben Nemsi!
Die Riad-Reise des deutschen Kanzlers ist beendet. Das öffentlich verfochtene Ergebnis der Tournee: "Bonn liefert vorerst keine Leopard-Panzer an Saudi-Arabien" hat entgegen anderslautenden Vorankündigungen keine "Verwirrung bei den Gesprächspartnern des Kanzlers" ausgelöst. |
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BRD und "Dritte Welt": Die Sicherung des Weltfriedens von Nord gegen Süd
Klare Worte vom Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten - und in Bonn haben sich die für solche Mitteilungen sensiblen Politprofis auch längst darauf eingestellt, daß die Amis mit deutscher Hilfe den Russen überall auf dem Globus ihr Existenzrecht streitig zu machen gedenken. Nur: So direkt will sich kein Genscher zu solcher imperialistiichen Aufgabenteilung bekennen. |
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Tunesien: Apel auf Reisen
Wenn der deutsche Kriegsminister Frau und Tochter einpackt und im linden Mai mal eben auf drei Tage nach Tunesien fliegt, dann verrät es nicht erst die Wahl von Reisebüro und Fluggesellschaft sowie das mitgebrachte Freigepäck in Form von Verpflegung aus deutschen Landen frisch auf den Tisch für über 100 führende Tunesier, daß seine Reise im Unterschied zu der des normalen Bürgers keine Urlaubsreise ist. Dann wird dort unten, so gerade recht zum Beginn der Urlaubssaison, deutsche Sicherheitspolitik gemacht, als Beitrag zur westlichen "Sicherheitspolitik im Mittelmeerraum". |