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GegenStandpunkt 
Politische Vierteljahreszeitschrift

Die Redaktion bietet eine regelmäßige Gelegenheit zur politischen Diskussion. Themen sind Innen- und Weltpolitik, Wirtschaft und Geistesleben; ferner Artikel, die in der Zeitschrift GegenStandpunkt erschienen sind.



Vortrag mit Diskussion

Mittwoch, 3. Februar 2010, 19.30 Uhr,
Leerer Beutel (kleiner Saal), Bertoldstraße 9, Regensburg

Das "Kundus-Desaster" und der Afghanistan-Krieg:

Warum Deutsche am Hindukusch töten und sterben müssen

Seit über acht Jahren führen die USA und ihre Verbündeten in Afghanistan Krieg. Präsident Obama hat diesen Krieg zur obersten außenpolitischen Priorität erklärt, 20 000 zusätzliche Soldaten an die Front geschickt und eine neue Kriegstrategie unter dem Titel "Afpak" verkündet. In der wird das Kriegsgebiet offiziell auf den Nachbarstaat Pakistan ausgeweitet. In dieser Weltecke beherrscht militärische Gewalt alle Lebensumstände seiner Bewohner. Bei ihrem Krieg lassen sich die westlichen Kriegsherren von moralischen Bedenklichkeiten über "zivile Opfer" ebenso wenig bremsen wie von den zerrüttenden Wirkungen, die der Krieg auf alle ökonomischen und politischen Verhältnisse in der Region ausübt.

Auch deutsche Soldaten töten und sterben in diesem Krieg, auch wenn der Name in Deutschland Tabu war. Deutsche Panzer und Tornados waren immer nur beim Bau von "Brunnen und Mädchenschulen" im Einsatz. Bis der "Fall Kundus" gezeigt hat: Deutsche Truppen verrichten in Afghanistan genau das Handwerk, das jedes Militär der Welt im Einsatz anstrebt: möglichst viele Feinde vernichten. Langsam wird die humanistische Schönrednerei aus dem Verkehr gezogen. Der Verteidigungsminister arbeitet sich zu dem Bekenntnis vor, dass auch "wir" Krieg führen.

Aber wofür? Brunnen und Mädchenschulen kommen ja nun nach Lage der Dinge nicht mehr als Ziel des Gemetzels in Betracht. Wofür dann der ganze Aufwand an deutscher Gewalt? Dass er unbedingt sein muss, gilt schon seit der schwarz-roten Vorgängerregierung als sicher: "Deutsche Interessen werden am Hindukusch verteidigt!" (SPD-Struck) Was sind das für Interessen, die zehn Flugstunden von Berlin entfernt liegen und soviel Tote wert sind?



Jour fixe in Regensburg

Die politische Zeitschrift GegenStandpunkt bietet regelmäßig alle 14 Tage mittwochs einen öffentlichen Diskussionskreis zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen an und solchen, die gewünscht werden.
Zeit: 14-tägig mittwochs um 19.30 Uhr
Ort: Antoniushaus (Nebenraum Erdgeschoss rechts), Mühlweg 13, Regensburg

Die Termine 2010:

20.1 / 3.2. / 17.2.
3.3. / 17.3. / 31.3.
14.4 / 28.4 / 12.5
26.5 / 9.6 / 23.6