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Finanzkapital und Staat, ‚Vergesellschaftung’, ‚fiktives Kapital’
Vorlage – III. Finanzkapital und Staat
O. Seine Leistungen als Wachstumshebel der marktwirtschaftlichen
Produktion erbringt das Finanzgewerbe durch die Behebung des
Kapitalmangels, der in der Konkurrenz aller Geschäftszweige
entsteht. Dazu ist es in der Lage, weil es
- das Geld der gesamten Gesellschaft zu seiner Verfügung hat
- und es durch seinen Einsatz als Kredit zu Kapital macht.
Die Regie über vergesellschaftetes Geld, den privaten Reichtum
schlechthin, üben Geldinstitute „auf eigene Rechnung“ aus: Sie
sind kapitalistische Unternehmen, die ihre mit fremdem Geld
verrichteten Dienste gewinnbringend zu einer aparten
Geschäftspraxis ausgestalten; Umsatz und Überschüsse
sind zu steigern.
1. Die staatliche Gewährung und Gewährleistung dieser
Abteilung der Marktwirtschaft wird dem doppelten Charakter des Gewerbes
gerecht. Als Gesetzgeber betreut die politische Gewalt das private
Interesse von Banken etc. wie andere Unternehmen auch – zugleich kommt
die Bedeutung dieser Geschäfte für das Funktionieren des
gesamten Wirtschaftens zur Geltung; ihre in der Krise populär
gewordene „Systemrelevanz“ geht ein in die fällige Kunst von
Ermächtigung zu kreditschöpferischen Werken und
Beschränkung der diesbezüglichen Freiheiten.
2. Für den Staat als Verwalter eines Haushalts ist das
kapitalistische Wachstum die Quelle für die Finanzmittel, mit
denen die politische Herrschaft bezahlt wird. Das Regieren ist auf die
Pflege marktwirtschaftlichen Erfolgs gerichtet, und an diesem Ziel
gemessen gerät ausgerechnet der effektive Einsatz der Staatsgewalt
zur Kost. Deren Bedarf, über Steuern und Schulden finanziert, ist
Gegenstand kontinuierlicher Güterabwägungen, die unter
demokratischen Umständen zu Rechtfertigungs-Schau-spielen
entarten. Sie führen freilich noch immer zur
kapitalismusgemäßen Ausstattung der Staatsfinanzen: Die
Finanzabteilung der Wirtschaft ist das Instrument der Staatswirtschaft,
worunter das Geldwesen jedoch nicht leidet, sondern durch seine in
Anspruch genommenen Dienste wieder einmal an Macht gewinnt.
3. Dem Ziel, sich nicht als Belastung, vielmehr als Förderer
gedeihlichen Wirtschaftens zu bewähren, verschreibt sich der Staat
in separaten Geschäftsbereichen: Wirtschafts- und
Konjunkturpolitik unternehmen den Versuch, das Wachstum zu steuern und
gelangen dabei zu Kosten-Nutzen-Rechnungen eigener Art. Ihre Umsetzung
erfolgt über die Inanspruchnahme des Finanzgewerbes, kreuzt sich
dauernd mit Haushaltsfragen –und erschließt den Banken
zusätzliche Geschäfte.
(FN/Zusatz zur Krise als besondere Bewährungsprobe staatlicher
Finanzkunst)
Diskussion
Diese Vorlage ist als Vorbereitung für das dritte und letzte
Kapitel zum Thema Finanzkapital gedacht. Die Fußnote 20 in GS
2-09 behandelt dasselbe Thema, das in Pkt. 0 der Vorlage angesprochen
ist. Drei Spiegelstriche charakterisieren dort die
eigentümliche Leistung des Finanzkapitals. Sie schließen an
das an, was Marx im 27. Kapitel, K III anhand der Aktiengesellschaften
erläutert: Vergesellschaftung des Kapitals als Mittel der
Konkurrenz. Was heißt das, bei Kapital, dem privaten Kommando
über allen gesellschaftlichen Reichtum einschließlich der
Mittel seiner Produktion, von Vergesellschaftung zu reden? Marx redet
sogar von der Aufhebung des Privateigentums – innerhalb der Grenzen der
privaten Produktionsweise. In den Spiegelstrichen sind ein paar Aspekte
dieses Phänomens aufgegriffen, auf die das Stichwort
Vergesellschaftung verweist: Abhängigkeit, Verflechtung, die
Dialektik von Macht und Dienst eben beim Kreditgewerbe. Welcher
Sachverhalt ist damit gemeint und angesprochen?
— In Kapitel I
(GS 3-08) taucht auf der
einfachsten Stufe beim Finanzkapital als zweite Grundgleichung auf,
dass die Bank das Geld der unterschiedlichsten Privateigentümer,
der Einzahler, zusammenfasst. In ihrer Hand wird das, was bei denen
Geld ist, Kapital, indem es sich verzinst. Das ist ein Stück
Vergesellschaftung des Privateigentums.
Was heißt bei diesem Einstiegsbeispiel Vergesellschaftung?
Private Verfügungsmacht, quantifiziert und
vergegenständlicht, das ist der Witz am Geld. Es ist und bleibt
Privateigentum dessen, der es bei der Bank treuhänderisch
abgegeben hat und für ihn verwaltet. Dasselbe Geld ist
andererseits in der Hand der Bank; dort ist es zusammengefasst und tut
ein ökonomisches Werk, als wäre es das Eigentum der Bank. Es
wird so getan, als wäre das Geld zweimal da. Das ist eine Art der
Vergesellschaftung, die dem Privateigentümer nichts wegnimmt. Den
Anspruch, sein Geld vom Girokonto z. B. jederzeit einlösen zu
können, hat der Eigentümer des Geldes in der Hand. Dieses
Einlösen geschieht durch die Bank mit dem bei ihr
vergesellschafteten Kapital der einzelnen Privateigentümer. Sie
verfügt darüber als ihr Eigentum, mit dem sie ihre
Kreditgeschäfte erledigt. Die Vergesellschaftung im Kapitalismus
ist also keine Enteignung.
Die Bank sammelt das Geld der Gesellschaft ein, das ist das Eine. Zum
anderen verwendet sie es als Kredit und macht es dadurch im doppelten
Sinn zu Kapital. Zum einen verleiht sie das Geld und der Leiher muss
einen Zins zahlen, zum anderen macht die Bank, indem sie das Geld als
Kredit verwendet, aus dem ihr anvertrauten Geld ein Stück
Geldkapital. Die Vergesellschaftung des Geldes wird von den Banken
bewerkstelligt in Form einer doppelten Kapitalgleichung.
Schon bei dem primitiven Leihverhältnis findet so etwas wie eine
Kollektivierung des Geldes statt. Darauf wird in der Vorlage Bezug
genommen. Durch die Verwendung als Kredit ist das Finanzgewerbe damit
befasst, das eingesammelte Geld zu Kapital zu machen. Dies im doppelten
Sinn, es vermehrt das Kapital, mit dem die Gesellschaft wirtschaftet;
es vermehrt den gesellschaftlichen Vorschuss. Und durch den schlichten
Akt des Zusammenführens verwandelt es das eingesammelte Geld,
obwohl das Geld eigentlich weg ist, in Geldkapital für den
Einleger. Durch das Recht der Banken, sich das Geld verfügbar zu
machen und darüber wie über eigenes Eigentum zu
verfügen, wird aus einem Geld zweimal Kapital.
Das Bankkapital ist das, was ein Bankier mitbringt, um ein
Bankgeschäft damit aufzuziehen. Dieses Geld tut dann auch noch der
Bank den Dienst, dass die Bilanzen der Bank sich verbessern und aus
diesen abgeleitet die Summe, über die sie als ihr Kapital
verfügt, sich verwertet. Die Einrichtung dieses
Verdoppelungsprozesses ist keine – wie es die Revis missverstanden
haben – gesamtgesellschaftliche Institution, die etwas einsammelt, um
es besser zu verwenden, sondern es ist wiederum ein Geschäft der
Banken.
— Wird unter
Gesellschaftlichkeit die Tatsache
gefasst, dass darüber ein gesellschaftliches Verhältnis
zwischen den Geldgebern und den Kreditnehmern vermittelt über die
Banken hergestellt wird? Oder ist gemeint, Gesellschaftlichkeit ist,
dass aus Geld Kapital wird?
Was ist von dieser Alternative zu halten?
— Die zweite
Alternative geht ohne die erste
überhaupt nicht. Dass die Bank Geld zu Kapital macht, geht
über diesen Weg. Zur einen Seite gibt sie Kredit an Unternehmer
und zur anderen verspricht sie den Einlegern Zinsen, also eine
Vermehrung ihres angelegten Geldes. Genau so geht es, so kommen die
beiden Alternativen zusammen.
— Dass der
Einzahler einen Zins bekommt,
hängt davon ab, dass das Geld sich anderswo als Kapital
betätigt und mehr wird. Dass es Kapital wird, ist abhängig
davon, dass es als Geld von der Bank eingesammelt worden ist.
Man sollte sich einmal klar machen, welches Bedürfnis der
erwähnten Abhängigkeit von dieser Leistung des Finanzkapitals
eigentlich zugrunde liegt.
— Alles
Geld einer Gesellschaft ist
Geld dadurch, dass es der Kapitalvermehrung zur Verfügung gestellt
wird. Das Entscheidende am Privateigentum, das Geld als private
Verfügungsmacht, ist die Nutzbarmachung für die Vermehrung
von Kapital.
So vornehm ausgedrückt kommt das, worin das Bedürfnis
besteht, nur als die Logik des Systems vor. Darauf läuft es
hinaus, aber wir reden über die Welt des Privateigentums, in der
privates Interesse am Werk ist. Wie lässt sich das im Hinblick auf
diesen eigentümlichen Vergesellschaftungsprozess bestimmen?
— Die von den
Banken vorgenommene
Vergesellschaftung dient dem gegenseitigen Fertigmachen der
Privatinteressen in der Konkurrenz.
Das ist ein schönes Paradox, dessen eine Seite ist, dass
ausgerechnet das zusammengefasste Verfügbarmachen fremden Geldes
ein Bedürfnis der gar nicht aufgehobenen Konkurrenz bedient.
Kredit, fremdes Geld ist dabei das nötige Mittel, um den
Konkurrenten am Markt fertigzumachen. Das Kredit nehmende Unternehmen
braucht das Geld, das anderswo verdient wird, um sich gegen die
Konkurrenz durchzusetzen – im Prinzip ist das das Geld seiner
Konkurrenten.
Die andere Seite ist, dass auch der Verleiher – einer, der als
konkurrierender Kapitalist sein Geld gemacht hat und es herleiht – aus
dem Verhältnis der bloßen Konkurrenz zu seinesgleichen
heraustritt.
— Sein Interesse ist es,
an der Vergesellschaftung, die die
Bank vornimmt, also an den Konkurrenzerfolgen der anderen Konkurrenten,
zu partizipieren.
Es ist also nach beiden Seiten hin die Verwendung fremden Geldes
fürs eigene Wachstum und es ist die Partizipation an fremdem
Wachstum fürs eigene Wachstum. Und das ist selbst keine
offizielle, der Konkurrenz enthobene Veranstaltung: Der Kredit ist
keine Veranstaltung, bei der die Gesellschaft auf dem Standpunkt steht,
jetzt aber die Konkurrenz sein zu lassen. Dass der Kredit die
Überwindung der Konkurrenz wäre, gehört zu den
revisionistischen Missverständnissen. Er ist vielmehr selbst
wieder die Veranstaltung von Banken, die, mittels dieser
Verrücktheit ihr Wachstum betreiben. Aber auch das Bankwesen ist
keine einheitliche Größe. Was stachelt die Banken an, diesen
dialektischen Dienst zu leisten?
Sie konkurrieren ihrerseits auf der einen Seite um Anteile der
Vergesellschaftung des gesellschaftlichen Geldes – wie viel vom
Geldvermögen der Gesellschaft sie in ihre Finger bekommen – und
gleichzeitig konkurrieren sie um Anteile am gesamtgesellschaftlichen
Wachstum, das sie mit ihren vergesellschafteten Mitteln fördern.
Wie die Spinne im Netz in der Dialektik von Konkurrenz um die Mittel
und Erträge des Konkurrierens, die den Reichtum und die
Wachstumserfolge anderer zum eigenen Mittel machen, agieren und
konkurrieren die Banken. Dabei herrscht zwischen ihnen dasselbe
Verhältnis: Sie konkurrieren wie die Teufel, aber wenn sie Geld
brauchen oder anlegen wollen, gehen sie zu ihresgleichen, zu ihren
Kunden oder ihrer Konkurrenz. Das zur Erinnerung an die
eigentümliche Dialektik dieses Kreditverhältnisses, aus der
der Schluss zur Erklärung von Vergesellschaftung zu ziehen
wäre.
Zur Erläuterung der lapidaren, zusammenfassenden Sätze von
Punkt 0, ist es sinnvoll, sich die darin steckenden verrückten
Widersprüche klarzumachen. Wenn es dort heißt: Die Regie
über vergesellschaftetes Geld, den privaten Reichtum schlechthin
…, sind ja eigentlich lauter Widersprüche aufgeschrieben.
Warum informieren ständig Nachrichtensender mit einer Unterzeile
unter ihre Meldungen über die Aktienentwicklung, Dax, TecDax,
Eurostoxx rauf oder runter. (vgl. FN 20, GS-2-09); was ist da der
verbreitete Informationswert?
— Das sind
Ziffern über das Wachstum des
gesellschaftlichen Reichtums, das geht angeblich alle an.
Eine eigentümliche Art des gesellschaftlichen Reichtums. Wenn man
einen Stammtisch danach fragen würde, kämen vielleicht einige
auf gierige Banker, auf Steuern und dass der Finanzminister zuwenig
hat, wenige mit VWL-Grundkenntnissen auf das Bruttosozialprodukt und so
leicht keiner auf den Dax als Indikator des gesellschaftlichen
Reichtums.
Festzustehen scheint: Wenn der Dax steigt, ist es eher gut, runter ist
blöder; Aktienbesitzer merken an einer Ziffer im Dax, wie ihr
Vermögen rauf- oder runtergeht. Was kennzeichnen diese als Dax,
Dow Jones zusammengefassten Ziffern; wie macht man die
gesamtgesellschaftliche Bedeutung dieses unguten Sektors klar, um auf
den Schluss zu kommen, dass ihm deswegen der Staat mehr Aufmerksamkeit
widmet als anderen Branchen, weswegen Merkel und Steinbrück das
Wort 'Systemrelevanz' zu den Banken einfällt? Wie lässt sich
nach der Erklärung des Finanzkapitals die gesellschaftliche
Bedeutung dieses Sektors so präsentieren, dass von daher klar
wird, dass und wie der Staat das alles betreut?
— Was an der
Börse bilanziert wird, ist die
Ertragskraft der gesamten kapitalistischen Gesellschaft, aber so, dass
dieses Wachstum als Leistung des Geldkapitals, das die Bank schafft,
erscheint. Aus diesem Grund ist für den Staat das
Finanzgewerbe von zentraler Bedeutung. Da ist der Unterschied zwischen
einer Daimler- und Bankaktie in der Hinsicht getilgt, dass das Wachstum
der kapitalistischen Firmen der Selbstvermehrungsmacht des Geldes
geschuldet scheint.
Der Dax ist ein Indikator für den sogen. 'Kapitalmarkt'.
Natürlich sind da die Banken die Veranstalter, aber der
Kapitalmarkt ist eine höhere Ebene (vgl. 2. Kap. GS 2-09), eine
Stufe, die sich aufs Bankgeschäft draufsetzt und bei der alle
relevanten Geldbesitzer der Gesellschaft eine charakterliche
Metamorphose durchmachen.
Eine Börse – egal ob Anleihen- oder Firmenbörse – handelt
offensichtlich nicht mit Gütern; sondern mit auf Firmennamen
lautenden Anrechtstiteln, die Firmen stehen selbst nicht zum Verkauf.
— Sie werden
gehandelt als Bestandteil eines
konkurrierenden Kollektivs, ihr Wachstum ist bezogen aufeinander,
z. B. als eben deutscher Aktienindex. Die Firmen existieren
in ihrer 'Eigenschaft', was und wie viel sie für die
Vermehrung dieser Aktien taugen, dieses Kredites, des Finanzkapitals,
das sie zugleich sind.
— Börsianer
drücken das als Handel mit
der Zukunft aus, getrennt von der Firma selbst. Was sie
tatsächlich handeln ist fiktives Kapital, das aus der Spekulation
auf eine künftige Ertragskraft hochgerechnet wird.
Offensichtlich gibt es im Kapitalismus ökonomisch gesehen die
Firmen doppelt. Einmal als die existierende Firma, samt Arbeitern und
Bilanz-Buchhaltern – so wie sie als angewandtes Kapital funktioniert.
Daneben gibt es dieselbe Firma in Form von Vermögenspapieren, die
nicht nur Anteile an der Firma symbolisieren, sondern selbst
Wertgegenstände sind, in denen die Aktionärsmafia ihren
Reichtum beziffert in Form von Papieren, an deren Kurs sie die aktuelle
Höhe ihres Reichtums ablesen können. Dabei werden einerseits
die Papiere untereinander laufend verglichen. Die Börse ist
eine einzige Konkurrenzveranstaltung zwischen den verschiedenen
Anlagemöglichkeiten, sie ist kein Gemeinschaftswerk, sondern ein
ständiges gegenseitiges Belauern, welche Papiere muss man wann
abstoßen und welche kaufen, damit insgesamt das Portfolio
wächst. Nirgends ist die Konkurrenz der Geldanleger wie die der
Verkäufer so unmittelbar, mit alle paar Sekunden ermittelten
Konsequenzen ausgestattet, wie an der Börse. Das hindert sie aber
nicht, den Gesamtgang dieser Konkurrenz in einer Ziffer, den
Börsenindex, zusammenzufassen.
Die Börse ist das Paradebeispiel der Art und Weise, wie
Vergesellschaftung unter Voraussetzung des Privateigentums geht. Was da
gehandelt wird, ist schon vergesellschaftetes Kapital: einerseits in
der Art, dass Firmen mit fremdem Kapital wirtschaften; das haben sie
sich über die Ausgabe von Aktien verfügbar gemacht, damit
wirtschaften sie als ihrem eigenen Vermögen. andererseits ist es
schon der Ertrag dieses Moments von Vergesellschaftung in Form eines
Wertpapiers, also einer Finanzanlage. Diese wird jetzt zum Objekt des
Anlagebedürfnisses der Gesellschaft. Dieselben Akteure legen
sowohl in VW-Aktien wie Daimler-Aktien an, auch Daimler legt in
VW-Aktien an, u.u.. Laufend findet die Vergesellschaftung von Kapital
durch Konkurrenten statt. In dieser doppelten Form: Unternehmen ziehen
sich dort fremdes Kapital als ihr eigenes an Land, und die Titel, die
dort gehandelt werden, sind praktisch das kollektivierte Wertpapier, in
dem jetzt das ganze Kapital der Gesellschaft in unterschiedlichen
Quanta steckt. Also Wertpapiere, Aktienbestände sind schon
kollektiviertes Kapital. Das alles noch bevor man sich mit der Frage
nach dem Stand der Börse überhaupt befasst. Da werden alle
Konkurrenten noch mal als nationale Wachstumsziffer des Finanzkapitals
zusammengefasst.
Die Börse ist eigentlich der Ort, über den allen
Geldbesitzern das Wachstum aller Konkurrenten als Bereicherungsmittel
verfügbar gemacht wird. Und an dem umgekehrt allen Firmen, die
für ihr Wachstum Kapitalvorschuss benötigen, das Geld der
Gesellschaft als ihr Wachstumsmittel verfügbar gemacht wird. Auf
Basis dessen, dass die dort gehandelten Papiere selbst schon die
Vergesellschaftung von Privateigentum sind, die Verdoppelung desselben
Vorschusses in das Betriebskapital der Firma, die damit wirtschaftet,
und in ein Eigentumspapier, das selbst Wert besitzt. Als dieser Wert
führt die Aktie ein Eigenleben und offeriert jedem Geldbesitzer
die Teilhabe an der Firma und jeder Firma den Zugriff auf
verfügbare Investitionsmittel von jedem, der in ihr Geld anlegen
will. Das ist auf oberster Ebene institutionalisiert in der Konkurrenz
der verschiedenen Anlagemöglichkeiten an der Börse, die dann
wieder zu einem Aggregat führt, und das ist dann die Auskunft
darüber, wie steht es mit dem finanzkapitalistischen Reichtum, der
sich in dieser Gesellschaft betätigt, über das Vermögen
des Finanzkapitals im aktiven Sinn.
— In dieser
doppelten Existenz der Firmen, als
produktives wie Aktienkapital, hat die Begutachtung, wie weit die Firma
als Finanzobjekt für das, worauf es ankommt – G-G' –
taugt, eine Rückwirkung auf ihre Existenz als produktives
Kapital. Da entscheidet sich, ob diese Firma dem Geld im
gesellschaftlichen Maßstab Genüge tut oder nicht.
Im Interesse der Kundschaft an diesem Papier der Firma entscheidet sich
die Konkurrenzfähigkeit des Betriebsvermögens, egal ob es
sich um ein produktives Kapital oder eine Bank handelt. Das Papier
genügt dem gesellschaftlichen Kriterium, das an der Börse
durch das Kollektiv der spekulierenden Geldanleger ermittelt wird, wenn
es den Zuspruch der Geldanlegergemeinde findet, denn das ist das
kollektive Element. An dem entscheidet sich wieder, wie gut sich die
Firma in der Konkurrenz am Markt durchsetzen kann, sie ist auf die
Mittel der Spekulanten als Mittel ihrer Konkurrenzfähigkeit
angewiesen.
Noch mal zum Anfangs erwähnten Punkt: Im 27. Kapitel von K III
nennt Marx als Zusammenfassung der Leistung des Kredits im Allgemeinen
3 Hauptpunkte:
Der I. heißt: der Kredit dient dem Ausgleich der Profitraten.
— Konkurrierende
kapitalistische Unternehmen, die
alle den Maßstab des größtmöglichen Erfolgs und
deswegen den Wechsel von der einen in die besser verdienende
Sphäre tätigen wollen, schaffen das mit Hilfe des Kredits.
Darüber passiert der – nicht bezweckte – Ausgleich der
Profitraten.
Was ist die Leistung dieses Ausgleichs, den es als solchen nur als
dauernden Kampf darum gibt, der politökonomische Sachverhalt?
— Deutlich
wird die Gleichgültigkeit
gegenüber der Sphäre, die Unterwerfung jedweder Produktion
unter den Zweck, G-G' zu machen.
Da ist die negative und die positive Seite benannt: Die
Gleichgültigkeit gegen jeden Gebrauchswert, das heißt
positiv, es kommt jetzt allein nur darauf an: Geld vermehrt sich. Diese
Abstraktion ist mit Ausgleich der Profitrate gemeint. Die Profitrate
ist schon die verwandelte Form der Mehrwertrate, dahingehend
verwandelt, dass es auf die bestimmte Arbeit, auf die organische
Zusammensetzung und wie viel gesellschaftlich notwendige Arbeit in den
Produkten steckt, in der Rechenweise des Kapitals nicht mehr ankommt,
sondern der zu erlösende Ertrag ideell und praktisch auf den
Vorschuss bezogen wird. Dieser Punkt wurde schon mal im Zusammenhang
mit der Krise behandelt. Im Wechsel der Sphären und Ausgleich der
Profitraten wird deutlich: Im Kapitalismus fungiert der Geldvorschuss
gleichgültig gegen die Sphäre und unter Benützung der
Sphäre, in der er sich anlegt, nur als Instrument für das
G-G'. Das ist eine der Leistungen des Kredits, damit praktisch zu
dieser absurden Formel des Kapitals einen Beitrag zu leisten: Aus –
ausreichend vorhandenem – Geld wird mehr Geld, es ist seine eigene
Quelle. Das macht Marx im K I als Rätsel auf, um es so
aufzulösen: Das geht nur, wenn dazwischen Arbeit ausgebeutet wird.
Beim Ausgleich der Profitraten ist man an einer der Stellen, an der
sich fürs Kapital praktisch die Sache mit der Arbeit
rauskürzt, an der es daran arbeitet, sich in seiner
Vermehrungspotenz von der darauf fußenden Ausbeutung der Arbeit
unabhängig zu machen. Das ist die erste Leistung des Kredits.
Die II. – bei Marx eher nebensächlich vorkommende – Leistung
heißt: Ersparnis von Zirkulationsmitteln. Er zählt drei
Punkte auf: Der erste heißt: a) Beschleunigung des Umschlags,
Beschleunigung der Zirkulation des Geldes, der dritte: c) Gold durch
Zettel ersetzen, und der mittlere heißt: b) Für die Masse
der Transaktionen ist gar kein Geld nötig. Das ist sehr gewichtig,
denn alles im Kapitalismus geht über das Geld, keine Ware wechselt
die Hände, ohne dass Geld dazwischen tritt, und da spricht Marx
dem Kredit die Leistung zu: die Kosten der Zirkulation zu senken,
Geldware durch Zettel zu ersetzen und überhaupt das Vorhandensein
von Geld überflüssig zu machen. Den Geldbesitzern wird so das
Vorhandensein von Geld für den Dienst, den das Geld ihnen tut,
glatt erspart. Wenn die Bank das Geld der Gesellschaft einmal in
Händen hat, verfügt sie über diverse Mittel, dem
Geldverkehr der Gesellschaft das Vorhandensein von Geld durch die
bloße Zusicherung, dass das Geld notfalls schon vorhanden sei, zu
ersparen.
Die Leistung des Kredits ist also, das ganze Geschäftsleben von
den Schranken des schon verdienten Geldes ganz grundsätzlich zu
befreien und das Wachstum der Gesellschaft davon zu emanzipieren, wo
doch im ersten Punkt feststeht, der Kredit sorgt dafür, dass
wirklich nur Geld in angemessener Quantität als seine eigene
Quelle fungieren kann. Die zweite emanzipatorische Leistung des Kredits
für die Expansion dieses Geschäfts, in dem die Masse des
Geldes als seine eigene Quelle fungiert, besteht also darin, dass das
Wachstum nicht auf die Schranke mangelnder Zahlungsmittel
stößt. Der Kredit sorgt also für die Entschränkung
der Akkumulation nach der Seite des Geschäftsmittels hin.
Unter Punkt III. kommt die Aktie, deren Errungenschaft ist, dass mit
dem unmittelbaren Zusammenlegen von Kapital die Befreiung des
individuellen Kapitals von den Schranken seiner Größe
erreicht ist. Deshalb kommt Marx an dieser Stelle auf die Formulierung
von der Aufhebung des Privateigentums innerhalb der Grenzen der
kapitalistischen Produktionsweise. Jetzt ist nicht mehr ein
Privatkapital zugange, das sich über Kredit noch zusätzliche
Mittel verschafft, sondern das agierende Eigentum ist selber schon ein
Haufen von Privateigentümern. AG und Aktie sind immer beides: Das
zusammen gelegte Kapital, bei dem die Grenzen des Privateigentums im
Betriebsvermögen tatsächlich ausgelöscht sind – es ist
jetzt das individuelle Kapital der Firma – und die Fortexistenz des
hineingesteckten Privatvermögens in Gestalt der Aktie. Im
Aktienbesitz ist realisiert, dass sich der Privateigentümer des
Kollektivs bedient – das ist die privateigentümliche Seite dieses
zusammen gelegten Kapitals, die Aktie existiert getrennt von der Firma
als Vermögen in Form eines Titels, der selber
Kapitalqualität hat, sich verwertender Wert ist.
Da sind bei Marx die Schritte des Kredits bis hin zur Aktie benannt, in
der die Absurdität vollendet ist: Das als Kredit verwendete und
dadurch zu Kapital gewordene Geld vermehrt sich und hilft sich
über alle Bedingungen hinweg, an denen der kapitalistische
Produktions- und Zirkulationsprozess sich immerzu abarbeitet.
— Das heißt, das
aus verschiedenen Quellen stammende
Kapital einer AG ist seinem Begriff nach nichts anderes als
akkumulierter Kredit.
Wobei man hier definitiv von Verdoppelung des Kapitals reden kann.
Kapital auf der Basis von Kredit ist das Betriebsvermögen der AG,
deren ständig reproduzierter und wachsender Vorschuss. Dann
existiert diese Firma noch ein zweites Mal in ideeller Form, als
Fiktion, aufgeteilt in Eigentumstitel, die auf gar nichts Bestimmtes in
dieser Firma bezogen sind, sondern deren Wert spekulativ auf den Erfolg
der Firma bezogen ist. Das ist die Verwandlung jedes produktiven
Unternehmens in ein Wachstumsobjekt des fiktiven Kapitals.
Die vergesellschaftenden Leistungen des Kredits, von denen gerade die
Rede war, sind zugleich wieder Kreditgeschäfte eigener Natur; das
in den Banken vergesellschaftete Finanzkapital macht sich alle
kapitalistischen Sphären zu seinen eigenen
Geschäftssphäre, indem es Kapitalisten die Anlage in jeder
Sphäre ermöglicht. Bezüglich der zweiten Leistung des
Kredits – für Geldfunktionen wird das Geld selber
überflüssig gemacht –, heißt das umgekehrt, da wird
aber auch jedes Geld der Gesellschaft zum Material und Mittel für
Kreditgeschäfte, für das Wachstum des fiktiven Kapitals. Bei
der AG wird dies eingesammelte Geld in ein eigenes,
selbstständiges Objekt finanzkapitalistischen Wachstums, also in
ein Anlageobjekt an der Börse und damit in ein Objekt einer
eigenen finanzkapitalistischen Akkumulation verwandelt. Als solches
steht es jedem Geldvermehrungsbedürfnis zur Verfügung und es
hat Zugriff auf die Geldmittel anlagewilliger Geldbesitzer. Das ist die
Quintessenz von ‚Vergesellschaftung des Kapitals’: Die Konkurrenten
machen sich fremdes Geld und fremdes Wachstum zum Mittel ihres eigenen
Geschäftserfolgs. Das ist das Geschäft der Banken: sich in
dieser Sphäre herumzutreiben, aus dieser Sorte Geschäft eine
eigene Wachstumssphäre zu machen und selber um die Wachstumsmittel
der Gesellschaft zu konkurrieren. Das ist gemeint mit dem Satz: ‚Mit
ihrer Regie über den Handel mit Investments aller Art amtieren
Banken und Börsen als Treuhänder des Kapitals der
Gesellschaft; und sie versehen dieses Amt in Form eines eigenen
Geschäfts, dessen Umfang sie befähigt, auf eigene Rechnung’
mit zu mischen. (GS 2-09, S. 57). Mit fremdem Geld an fremdem Wachstum
zu partizipieren, das ist dies doppelte Schmarotzertum des
Finanzgewerbes, mit dem es sich zum Herrn des ganzen kapitalistischen
Getriebes aufbläht.
— Gerade war die Rede
vom fiktiven Kapital. Wir haben
schon öfter darüber diskutiert, was Wertpapiere sind:
dass sie einerseits eine Fiktion darstellen und andererseits Wert sind.
Kann man das so auflösen, dass man ‚einerseits – andererseits’
sagt?
‚Fiktiv’ ist zu ‚Wert’ kein besonderes ‚andererseits’. Ist ein Fetisch
fiktiv oder nicht? Ein Holzkreuz zum Beispiel ist ein typischer Fall
von einem Fetisch: ein Ding, das als Holzbalken eine materielle
Existenz hat, dem aber eine fiktive Bedeutung zugesprochen wird. Das
Wort Fetisch wendet Marx mit Vorliebe auf den Wert an, schon gleich auf
das Geld, in dem der Wert ja vergegenständlicht vorliegt, er erst
seine richtige Realität gewinnt. Marx bringt es fertig,
ausgerechnet beim Austausch einer Ware (bei der man wenigstens noch
weiß, worum es sich gebrauchswertmäßig handelt) gegen
eine Geldsumme (die nichts Bestimmtes ist, sondern die Möglichkeit
aller Gegenstände, die man dafür kaufen kann) von
‚realisieren’ zu reden; damit drückt er aus, dass das Geld, erst
die Realität des Werts darstellt und herstellt. ‚Fiktiv’ hat eben
nichts mit Einbildung zu tun und schon gar nichts mit einer, vor die
man ein ‚bloß` setzen könnte, sondern das ist eine Fiktion
in einer Gesellschaft, in der die ganze Ökonomie auf dieser
Fiktion basiert, sie eine gesellschaftliche Macht hat.
Überall, wo ‚fiktiv’ als Adjektiv in der kapitalistischen
Ökonomie sein Recht hat, steckt der Staat mit seiner Gewalt
dahinter. Das fängt an mit der Festlegung: hierzulande wird
getauscht, hier wird nicht nach Plan, sondern nach Markt
gewirtschaftet, die gesellschaftlichen Produktivkräfte taugen so
viel wie sie an verkäuflicher Ware erlösen, der Markt
entscheidet über Sinn und Unsinn gesellschaftlicher Arbeit und
dessen, was (un)nützlich ist hierzulande. Mit dieser Festlegung
fängt es an und geht weiter mit der staatlichen Definition eines
Geldes: Das soll das Ding sein, über das der ganze
gesellschaftliche Reproduktionsprozess läuft und geht dann
natürlich über alle Stufen der rechtlichen Verbindlichkeit
von Ansprüchen weiter. Und es geht bis dahin – in der AG hat man
das ja ganz drastisch – , dass das Schicksal dieses Wertpapiers im Gang
der Spekulation darüber entscheidet, was aus der Firma wird, in
die das Aktienkapital irgendwann mal als Vorschuss hinein geflossen
ist. Übrigens repräsentiert dieses Papier wirklich den in der
Spekulation bestimmten Vermögenswert – das macht den Reichtum von
Anlegern aus, dass sie ein ‚Portfolio’ haben. Dies fiktive Kapital ist
also die Entscheidungsinstanz über alle Produktion und allen
Handel, der in der kapitalistischen Welt stattfindet.
— Ich will auf einen
simplen Unterschied hinaus: Geld muss
nicht ständig in seinem Wert bestätigt werden, während
der Wert einer Aktie in ständiger Bewegung ist; nur wenn sie
gehandelt wird, bestätigt sie ihre Werthaltigkeit, wenn nicht,
erweist sie sich als Fiktion. Bei einem Geldschein ist das nicht der
Fall.
Dieser Einwand tut so, als sei vorher gesagt worden, Aktie sei so etwas
Ähnliches wie Geld und umgekehrt. Eine Aktie ist fiktives Kapital
und das ist was anderes als Geld. Kapitalistisch gesehen ist sie sogar
was Besseres, weil sie die Quintessenz von allem – Produktionsmittel,
Arbeitskraft etc. – repräsentiert, nämlich das Recht des
Eigentums auf seine Vermehrung, und zwar getrennt von seiner Grundlage.
Vermögenstitel von Papieren, in denen der kapitalistische Sinn und
Zweck der ganzen gesellschaftlichen Produktionssphäre
repräsentiert und zusammengefasst ist, sind das ökonomisch
Reale in dieser Gesellschaft. An der Börse wird einem vor Augen
geführt, dass die reale Zusammenfassung des kapitalistischen
Nutzens der Ökonomie einer ganzen Nation sich in den Bewegungen
dieser fiktiven Kapitale darstellt.
— Meine Frage war, was der
qualitative Unterschied ist zwischen
einem fiktiven Wert und einem Wert.
Wert löst sich im fertigen Kapitalismus in etwas anderes auf: Wenn
die diversen Momente gesellschaftlicher Verhältnisse – Arbeit,
Produktionsmittel, Geld – nicht als Kapital fungieren, sind sie
wert-los. Wert als Reichtum ist nichts Materielles, sondern ein
Anspruch, wobei es gleichgültig ist, ob dieser durch den Verkauf
einer handfesten Ware oder eines windigen Wertpapiers eingelöst
wird.
Laut Marx ist fiktives Kapital eine Kapitalsumme, die aus
Erträgen, egal, aus welcher Quelle sie fließen, errechnet
und quasi postuliert ist. Das ist etwas anderes, als eine Summe
hinzulegen, die sich verzinst – das ist Geld als Kredit. Im 2.
Kapitel GS 2-09 geht es darum: Was ist in Fortsetzung und
Transformation des Kreditverhältnisses ein Wertpapier? Da ist der
Witz, dass aus spekulativ antizipierten Erträgen quasi zurück
geschlossen wird auf eine Summe, aus der das dann ja wohl fließen
muss, so dass jedes Versprechen auf zukünftige Erträge nicht
nur ideell betrachtet, sondern auch praktisch be- und gehandelt werden
kann wie eine Kapitalsumme, aus der diese Erträge fließen;
so wird ein Zahlungsversprechen zu einem handelbaren Stück
Kapital, zur Ware Kapital – quasi per Rückrechnung des
versprochenen Ertrags durch eine umgedrehte Zinsrechnung auf die
Kapitalsumme, die dem zugrunde liegt. Das ist fiktives Kapital.
Nächstes Mal soll es um folgende Frage gehen: Wenn so etwas also
die materielle Quintessenz des ganzen kapitalistischen Getriebes ist,
was ist daran festzuhalten, welche Bedeutung hat es für den Staat
hinsichtlich seines Fortkommens und der Betreuung des Gemeinwesens, das
er beherrscht?