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Jour fixe vom 18.8.08 – Zum Konflikt um Georgien
Einigkeit muss darüber nicht erst hergestellt werden, dass die
Öffentlichkeit sehr parteilich davon ausgeht, dass Russland sich in
dieser Angelegenheit nicht auf Präzedenzfälle berufen könne, als ginge
es jetzt um dieselbe Sache wie z. B. im Kosovo. Nicht nur die FAZ
betont immer wieder, Moskau könne sich nicht auf solche Titel berufen,
denn es ginge im Falle Georgien um staatliche Integrität. Saakaschwili
wird vorgeworfen, er hätte etwas falsch gemacht, indem er mit den USA,
Europa, der Nato gerechnet und einen Krieg vom Zaun gebrochen habe, den
er gar nicht gewinnen könne, und damit habe er „uns“ herausgefordert zu
etwas, das gar nicht in unserem Interesse läge. Diese Kritik an ihm ist
aber trotzdem der Auftakt dazu, Russland jede Berufung auf irgendein
Recht abzustreiten, dort seine überlegene Macht einzusetzen. Es werden
den Russen Kriegsgräuel nachgesagt und es wird ihnen vorgeworfen, sich
in einem fremden Staat festzusetzen… lauter Übergriffe werden
festgestellt, als wäre das der sachliche Gehalt der Affäre. Was ist
tatsächlich der sachliche Gehalt der Angelegenheit?
— Die Parteilichkeit
ist eine für Prinzipien des
Westens, für Demokratie, Freiheit, territoriale Souveränität …, die
überall auf der Welt zu gelten hätten. Damit steht etwas Höheres auf
dem Spiel als der Einmarsch Russlands. Mit dem Vorwurf des Rückfalls in
Zeiten des Kalten Krieges wird die Verletzung der Prinzipien
angeprangert. Die Kritiker verlangen ein viel härteres Durchgreifen der
USA und der Nato.
Bei dieser Darstellung, es fände ein Streit um Völkerrechtsprinzipien
statt, deren einzig gültige Definition sich eine Seite herausnimmt und
zur allgemeingültigen erklärt, wird nicht klar, wer dabei das Subjekt
ist. Die Hetze der Medien ist nicht zu unterscheiden von den
Ideologien, die in jeweiligen politischen Zentren in USA und Europa
ventiliert werden.
— Die Unterscheidung
ist schwierig.
Deswegen sollte man sie gerade treffen. Selbst wenn Politik und
Öffentlichkeit formell übereinstimmen, sind es zwei verschiedene
Stiefel, ob sich eine deutsche Redaktion, die deutsche Öffentlichkeit
zu einer Russen-Hetze entschließt oder ob man über die Substanz dieses
Krieges redet. Auch wenn man dieselben Töne von Ideologen aus dem
amerikanischen Außenministerium zu hören bekommt, ist die Frage, ob das
die Wahrheit über den Streit ist. Oder ob wir uns darüber unterhalten,
welche Prinzipien in der ideologischen Front unterwegs sind. Die
politischen Zentren im Westen haben natürlich die politische
Definitionsoberhoheit über die Prinzipien von Demokratie und Freiheit.
Selbst Überlegungen darüber wären etwas anderes als zu sagen, da würden
Prinzipien verteidigt.
Ich wollte eine Debatte über dieses Szenario selbst anzetteln.
Saakaschwili hat ziemlich leichtsinnig eine aus seiner Sicht unhaltbare
Lage in seinem Sinne zu klären versucht. So, wie er es jedoch versucht
hat, stößt er auf Kritik auch derjenigen, in deren Sinne er gemeint
hat, unterwegs zu sein. Er hätte wissen müssen, dass die Russen so
überlegen sind, und dass man ihm nicht helfen könne. Stimmt das?
— Es ist geheuchelt,
denn die USA und Europa haben den
Saakaschwili gerade gegen die Russen aufgerüstet…auf der Grundlage hat
er es versucht. Dabei war nicht ausgemacht, ob die Russen sich gegen
ihn so vorzugehen trauen, wenn er den Westen hinter sich hat. Seltsam
ist es, wenn das verurteilt wird, wenn diese Kreatur genau das macht,
wozu sie aufgebaut wurde.
Auch wenn es zutrifft, dass Saakaschwili sich „etwas getraut hat“, ist
zu fragen, ob das die ganze Wahrheit über den Konflikt ist.
— Oder die Russen
haben „sich getraut“, dem
Saakaschwili und den hinter ihm stehenden Euros und Amerikanern Paroli
zu bieten dagegen, die Lage dort in ihrem Sinne zu definieren.
Wofür steht diese Figur, für eine Eigenständigkeit? Trifft es zu, wenn
sich die Öffentlichkeit bis hin zum Spiegel beschwert, der hätte etwas
gemacht, wofür man ihn nicht bestellt hätte und deswegen stünde der
Westen jetzt ohnmächtig da.
— Damit werden die
USA und die Euros dargestellt als
seien sie zu einer Reaktion genötigt, wo sie doch rund um Russland alle
erdenklichen Kriegsfragen – Pipeline an Russland vorbei, Militärbasen
in nächster Nähe … – aufgemacht haben.
Wobei stört es die Russen, wenn eine Pipeline durch Georgien geführt
wird?
— “Der Russe kann
uns den Gashahn zudrehen“, ist nicht
realistisch. Dahinter steht mehr: Was er sich an Kontrolle herausnimmt,
für wen geliefert wird, ist gleichzeitig eine Entscheidung darüber,
welche strategische Stellung wer in der Region einnimmt. Der Westen
bestreitet eigentlich diese Definition durch die Russen mit der
Inanspruchnahme von Georgien. Mit der Pipeline an Russland vorbei wird
ein Stück Erpressungsmacht über Georgien festgeschrieben, über die
Kontrolle dieser Region. Mit einer Entscheidung darüber, dass Georgien
ein Transitland wird, ist auch eine Entscheidung getroffen über den
Einfluss auf die Region und damit, dass das dann für uns eine
geostrategisch entscheidende Region ist.
Ist die Sorge des Westens, dass er nicht an sein Öl käme, wenn der
Russe es selbst liefert?
— Man weiß doch,
dass die USA alle Energielieferungen
kontrollieren wollen, von der Quelle über den Weg bis zum Verbrauch bei
ihnen, dass sie diese ganzen Regionen unter die eigene strategische
Kontrolle bringen wollen.
Aber Russland will das Öl nicht zurückhalten, sondern daran verdienen.
— Die Energiemacht
Russlands beruht nicht nur darauf,
dass sie ihr eigenes Öl liefern, sondern auch das gesamte kaspische Öl
nur über Russland in den Westen kommt. Sie wollen es weiterverkaufen
und damit die genannte, von den USA angestrebte Energiesicherheit
umgekehrt für sich sicherstellen.
— Traut man den
Russen ganz fundamentalistisch nicht
über den Weg wegen der früheren Systemfeindschaft?
— Was an den Russen
stört ist, dass sie über den
Verkauf von Rohstoffen zu Reichtum gekommen sind und auch zu Macht, wie
es anderen Rohstoffländern nicht gelingen konnte, weil denen der
ökonomische Hintergrund fehlt. Darüber ist Russland als imperiale Macht
ein Konkurrent geworden und das stört die Imperialisten. Deswegen bauen
sie ein eigenes Pipeline-Netz auf, sichern sich Transitländer – auch
wenn die Ölkonzerne den Kostenaufwand kritisieren – damit die
Energieversorgung so unter Kontrolle ist, wie der Westen es haben will.
Das ist die Gegenrechnung.
— Die ökonomische
Kalkulation fällt dabei zusammen mit
der geostrategischen, dass man diese Region auch machtpolitisch unter
eigener Kontrolle haben will. Der ökonomische Anspruch auf das Öl
verlangt die politische Zuverlässigkeit, dass der jeweilige Souverän
auf der richtigen Seite steht.
— Was Russland die
Feindschaft – damals wie heute –
einträgt, ist, dass es keine Kreatur des Westens sein muss. Man will
sicherstellen, dass der jeweilige Souverän des Transitlandes sich gar
nicht für eine andere Parteinahme entscheiden kann.
In diesen Überlegungen zu der Souveränität von Transitländern, die der
Westen sich zunutze machen will, kommt die widersprüchliche Haltung zu
Russland zum Vorschein. Der Westen will diese Länder der Erpressbarkeit
durch Russland entziehen. Es bleibt die Frage offen, was sie dagegen
haben, dass Russland das macht. Was macht die Russen so verdächtig? Die
Frage wurde schon gestellt, ob es sich dabei um den alten
Fundamentalismus handele, und in der Öffentlichkeit redet man von einem
möglichen Rückfall in den Kalten Krieg. Wie sieht das Verhältnis zu
Russland aus? Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Westen
laufend Kriegsgründe gegen die Russen in den Regionen an seinen Grenzen
aufgemacht hat. Warum? Worin bestehen sie? Worin lieg die Feindschaft,
wo man gleichzeitig von „Strategischer Partnerschaft“ redet und dass
Russland kein Feind mehr sei. Einige Andeutungen waren schon im
Gespräch.
Saakaschwili hat nicht einfach, wie irgendein Potentat es immer einmal
versucht, einen Krieg gewagt, sondern er ist dafür gegen Russland
aufgebaut worden. Deswegen kann der Westen nicht einfach sagen, er
würde durch ihn „in etwas hineingezogen“. Außerdem zeigt die prompte
Reaktion der USA, Russland dürfe das nicht tun, dass sie sich dazu
nicht als etwas stellen, in das sie ungewollt hineingezogen worden
wären. Ihre Reaktion zeigt, dass Russlands Aktivitäten für sie –
mindestens – ein Fall für Kriegs-Diplomatie sind. Was ist also der Fall
Georgien?
— Was die Seite des
Widerspruchs betrifft. Die USA und
die anderen westlichen Länder nehmen das Angebot Russlands zu
nützlichen Beziehungen an und versuchen, Russland da, wo es dem eigenen
Kapital nutzt, auszunutzen. Andererseits benutzen sie jede Gelegenheit,
um Russland Schranken aufzuzeigen.
Was ist das Prinzip dieser Schranke? Dieser selbe Gedanke ist nur von
der anderen Seite zu besichtigen. Dass Russland für den Westen nützlich
ist, hat die andere Seite, dass es selber Nutzen daraus zieht. Das geht
dem Westen inzwischen viel zu weit. Die Europäer wollen ja nicht den
Nutzen aus Russland schmälern. Der bezieht sich nicht nur auf
Energielieferungen, schließlich wurde Russland ja auch in die G8
aufgenommen, was ein Moment von politischer Würdigung darstellt. Und
von amerikanischer Seite heißt es jetzt, dass Russland aus den G8
wieder rauszuschmeißen sei. Was hat sich geändert? Russland zieht zu
viel Nutzen aus den nützlichen Beziehungen, die die westliche Seite
eröffnet hat und die Russland hat eröffnen lassen; es will respektiert
werden als Militärmacht mit strategischen Interessen in seinem Umfeld
und überhaupt auf der Welt, als ein Subjekt, das selber ökonomische und
politische Bedingungen zu setzen vermag für den Umgang mit ihm. Diese
neue Sorte einer Abwehr ist kein Rückfall in den Kalten Krieg, sondern
sie ist eine Errungenschaft der letzten 20 Jahre, der
Containment-Politik gegen Russland.
Öl und Rohstoffe aus Russland werden hemmungslos ausgenutzt. Doch seit
Putin wird festgestellt, dass dies Russland in einem Maße nützt, das
der Westen ihm nicht konzediert. Warum eigentlich nicht? Russland ist
dem Westen noch zu sehr Subjekt, zu mächtig, am Ende gar zu
gleichrangig. Die Potenzen Russlands bestehen nicht nur in seiner
vielen Energie, sondern darin, dass es mit dieser Energie und mit dem,
dass es eine große Investitionssphäre geworden ist, dem Westen
gegenüber zu groß geworden ist. Dies ist ganz analog zu dem, warum die
Chinesen so schlecht gelitten sind. Der Westen besteht auf einer
Trennung zwischen dem, was er mit Russland ökonomisch anstellt, und der
neuen Macht, die Russland damit wird. Dass das nicht so aktenkundig
wird, liegt daran, dass die Hauptkonflikte mit Russland aus diesem
Leiden des Westens erwachsen. Russland werden lauter Konfliktfälle
eröffnet, an denen es mit dem Anspruch auf Beschränkung seiner Macht zu
tun hat.
Europa und die USA befürchten – das Bild ist ein Bild dafür -, dass
Russland ‚uns’ den Ölhahn zudrehen könnte. Hierbei geht es nicht um die
Sorge, dass Europa einmal kein Öl bekommt. Wenn es bloß das wäre! Dies
ist nur ein Moment der Macht, die Russland daraus erwächst und die für
uns nicht berechen- und kalkulierbar ist. Und Russland sagt auch, dass
es auf allen Ebenen zur Konkurrenz willens und befähigt ist. Noch vor
Putin war schon von den USA ein Gegenprogramm gegen den Aufstieg
Russlands zu einer imperialistischen Macht in die Wege geleitet worden,
das hieß Eindämmung.
Noch eine Bemerkung zum Anfang. Wenn Saakaschwili so loslegt, eine
Rechnung mit Russland aufmacht, ist dies selber schon ein Dokument
davon, dass keiner in etwas hineingezogen wird. Und zweitens ist es ein
Dokument dafür, dass hier einer entscheidet, wie er sich selber zu der
Thematik stellen will. Die prompte Reaktion Amerikas hieß nämlich, das
dies für die USA so etwas wie ein Kriegsfall sei, zumindest für
Kriegsdiplomatie. Hier melden sich die USA als die zuständige Macht für
Saakaschwili und seine Anliegen. Was ist nun der Fall Georgien, warum
ist es bis zu dem Punkt gediehen? Wenn hier ein Krieg stattfindet, dann
geht der um strategische Positionen. Dass dann der ganze Wertekanon
immer dazukommt, ist klar, weil Imperialismus nicht ohne Anrechtstitel
geht.
Es gibt natürlich lauter nationale Berechnungen auf Seiten der
georgischen Regierung: dazu gehört „Russen raus!“, speziell aus den
abtrünnigen Provinzen, sowie, im Westen angekommen und von ihm behütet
und als integraler Teil der Nato anerkannt und dabei sein. Wenn es dann
im Rahmen solcher Berechnungen heißt, dass Georgien solange nicht in
die Nato kann, wie noch offene Grenzfragen mit den Russen existieren,
ist es bei Nationalisten auch nicht verwunderlich, dass sich die Nation
hinter dem Standpunkt einigt, dass die Russen hinaus zu werfen sind.
Nur, es ist eine Sache, die Kalkulationen eines Staates und seiner
Führung und der Fanatismus, Georgien zu einem Helfershelfer und zu
einem Natomitglied zu machen, und es ist eine andere Sache, wie die
Führungsmächte der Nato, der Westen den Nationalismus eines solchen
Landes benutzt, anstachelt, Angebote macht, ihm einen Stellenwert
verpasst. Dieser Stellenwert liegt im Ringen des Westens mit Russland
um die Schranken, die Russland sich gefallen lassen muss. Wie sehr dies
der Inhalt dieses Streits ist, wird sofort an der Reaktion der
Amerikaner auf den Einmarsch der Russen deutlich. Dies ist
bemerkenswerter als die paar durchschaubaren Überlegungen von
Saakaschwili. Der Kommentar der USA war in einer ganz anderen Welt als
am Kaukasus angesiedelt.
Von den Amerikanern hieß es, dass, wenn die Lage so ist, sie sich
überlegen und beantragen wollen, Russland aus all den Beziehungen,
Institutionen und Verhältnissen hinauszubugsieren, in die sie, die
Amerikaner, sie eingemeindet haben: G8, der Raketendeal mit den Polen,
WTO, Kooperation mit der Nato ... Die amerikanische Einlassung schwankt
zwischen dem: „Wenn Russland sich so aufführt, dann sind unsere
Beziehungen am Ende“, und dem: „Weil Russland sich so aufführt, sind
sie am Ende.“ Die Europäer wollen immer noch ein ‚wenn’ heraushören,
weil sie sich in einer Lage befinden, in der sie den Ernst einer
solchen Lage nicht gut aushalten und deshalb nicht leiden können. Sie
wollen es immer noch wie eine Bedingung, die die Russen auch erfüllen
können. Bei den Amerikaner hat dieses ‚wenn’ schon sehr den Tenor von
einem ‚weil’. Damit ist man endgültig von Saakaschwili und seinem
nationalen Einigungsprojekt weg. Von amerikanischer Seite lautet gleich
die Ansage, dieser Wochenendkrieg ändert die strategische Lage auf der
Welt, nämlich den Stellenwert, den Russland überhaupt in der
Staatenfamilie hat; dies mit einem Konditionalsatz, der schon halb ein
Kausalsatz ist. Der Kaukasus und die Ölfrage sind schon das Material,
der Stoff dafür, aber die Amerikaner machen gleich einen ganz anderen
Ernst daraus. Die Sache ist die: Welchen Stellenwert in der Welt soll
Russland überhaupt beanspruchen dürfen. Ausgrenzung ist von
amerikanischer Seite angesagt.
Das Faktum ist, dass Merkel erst zu Medwedew und dann nach Tiflis
fährt. Worum bemüht sie sich? Sie will die Ausgrenzung Russlands aus
der vom Westen geordneten Welt als eine Drohung verstehen, der die
Russen noch nachkommen könnten, indem sie flott ihre Truppen
zurückziehen und die Integrität Georgiens anerkennen. Sie will nicht
Saakaschwili einen Gefallen tun, sondern dies steht für den Fall, an
dem die Amerikaner die Alternative aufgemacht haben: Entweder Rückzug
oder Ausgrenzung. Europa ist gar nicht das Subjekt, vielmehr damit in
eine Verlegenheit gebracht, denn eine solche Ausgrenzung würde den
Nutzen, den gerade Europa von den Russen hat, kaputt machen. Die
Westeuropäer versuchen zu lavieren und das Bündnis spaltet sich darüber
wieder einmal. Die regierenden Patrioten in Osteuropa wissen, wo sie
hingehören.
Wenn man dies noch einmal zurückbezieht auf die Frage, wer sich hier
was traut, hat man zwei Antworten. Das eine ist die Witzfigur,
Saakaschwili traut sich etwas, weil er den Rückhalt des Westens im
Prinzip hinter sich weiß. Das viel Entscheidendere ist, die Macher des
Westens und die USA trauen sich etwas: Russland eine Position nach und
neben der anderen in seinem strategischen Wiederaufbau und von seinem
Nutzen aus der Weltordnung, in den es sich gerade eingemeindet hat,
streitig zu machen; ihm eine Rechnung nach der anderen aufzumachen, wo
sein Einfluss nicht hingehört; ihm zu bedeuten, das Abliefern von Öl
und Erdgas sei recht, aber dadurch erwirbt es kein politisches
Vertrauen bei uns, solange es selber so viel Nutzen daraus zieht.
Überall werden Russland Schranken gesetzt bis hin zu der Ansage, dass
eine eigenständige strategische Position in der Welt von heute, als
eigenes imperialistisches Subjekt innerhalb der G8, nicht in die Tüte
kommt. Zu einem Entscheidungsfall dafür ist Georgien deshalb geworden,
weil sich hier die Russen dazu durchgerungen haben, eine Grenze zu
ziehen. Es ist nicht nur eine nette Ideologie von Putin, wenn er dem
Westen bis ins Detail vorrechnet, dass Russland eigentlich nur das
macht, was der Westen vorgemacht hat. Russland betreibt hier nicht nur
eine Retourkutsche, sondern es macht deutlich, dass dort, wo der Westen
Respekt verlangt, Russland auch einmal Respekt fordert. Dass dies in
Form eines militärischen Einmarsches passiert, liegt in der Natur der
imperialistischen Sache. Auf dieser Ebene erfolgt dann auch die Antwort
der USA: „Damit ist Russland zu weit gegangen.“ Der Klartext davon
wäre, dass hier Russland genau das beansprucht, was der Westen ihm
bestreitet. Das, was sich als Reaktion der USA darstellt, ist genau
genommen nicht eine Reaktion, sondern es ist der Gehalt der Politik,
der jetzt so drastisch zutage tritt, weil die Russen den Punkt erwischt
haben, wo sie sich einmal zur Wehr setzen. Die Russen entschließen sich
an der Stelle auf die permanente Herausforderung durch den Westen, die
im Saakaschwili gerade einen unglaublich passenden, nützlichen Idioten
gefunden hat. Nutzen und Idiotie halten sich hier wirklich die Waage.
Dieses Sich-zur-Wehr-Setzen braucht natürlich vor Ort überlegene
Mittel. Das ist auf der Seite zwar eine sehr matte, aber ein Kopie des
westlichen Vorgehens, einmal wenigstens andeutungsweise zu
signalisieren, dass so ähnlich wie die Nato durch Bomben auf Belgrad
das Kosovo befreit hat, so ähnlich verteidigt Russland das arme,
drangsalierte Völkchen der Osseten durch eine Bombe wenigstens einmal
auf den Militärflughafen in der Nähe von Tiflis. Und so etwas muss eine
Macht auch können, sonst ist ihr ganzer Einspruch für die Katz. Auch
dieser zögerliche Rückzug, dass sie dann doch erst einmal bleiben und
sich als Besatzungsmacht aufführen, das sind alles Signale in die
Richtung. Die Russen sind sich schuldig, deutlich zu machen, wo sie
gegen die Provokationen des Westens, gegen diese Linie des
Zurückdrängens Russlands als strategischer Macht auf der Welt durch den
Westen Einspruch einlegen. Und dieser Einspruch geschieht in Form von –
auch demonstrativer – Gewalt.
— Die Russen haben
bei verschiedenen Gelegenheiten
gesagt, dass da gegen ihre Interessen vorgegangen wird. Das waren immer
Ankündigungen, auf die der Westen nie reagiert, sondern immer weiter
eskaliert hat.
‚Ankündigung’ ist eine schlechte Ausdrucksweise dafür, dass sie es sich
lange haben gefallen lassen und jetzt nicht mehr – das war eben das
russische Ringen um Vereinbarkeit: der Nutzen, den die beteiligten
Staaten aneinander haben, und die Ansprüche, die Russland daran knüpft,
vertragen sich nicht mit dem amerikanischen Eindämmungsprogramm. Das
haben sie diplomatisch immer zum Ausdruck gebracht und demonstrieren
jetzt anlässlich dieses neuen Gegensatzes, dass sie von ihrer Seite aus
dies Ringen um Gemeinsamkeit auch mal aufgeben können, indem sie Fakten
schaffen, über die dann definiert wird, auf welcher Grundlage sie mit
der Gegenseite zu verkehren gewillt sind. Insofern machen die Russen
diesmal von ihrer Seite einen Unvereinbarkeitsbeschluss auf und
verlangen von den anderen Staaten Respekt für ihre Position, also die
Berechtigung ihres Anspruchs.
Der heutige „Spiegel“-Titel lautet, dass der Westen hilflos sei. Wie
kommt er darauf? Worin besteht da die Hilflosigkeit?
— Eine Behauptung
war, dass die Russen gemeinerweise
eine Lage ausgenützt hätten, weil die Amerikaner anderweitig noch
Ordnung schaffend unterwegs waren.
... und gerade nicht genug Flugzeugträger vor Sotschi und Poti hatten.
Die Hilflosigkeit, die hier beschworen wird, hat zur Grundlage, dass
sich der Westen eigentlich schuldig wäre, die Russen zu verjagen; weil
er das nicht kann, wird ihm gleich Hilflosigkeit attestiert. Das ist
schon ein Weltkriegsszenario. In der amerikanischen Presse gab es den
Vergleich mit Hitler, wo man auch den Fehler gemacht habe, ihn nicht
rechtzeitig ‚einzudämmen’. Das ist die ideologische Überhöhung der
ganzen Sache, aber was wird da ideologisch überhöht? Zu bedauern, dass
hier nicht gleich militärisch durchgegriffen werden kann, ist auch eine
Art, die tatsächliche Sachlage zu charakterisieren: welche Rechte der
Westen sich da herausnimmt, welche Rechte er Russland bestreitet, die
Einordnung des russischen Einspruchs als eine Aktion, mit der Russland
endgültig zu weit gegangen sei und sich die Sympathie des Westens
verscherzt hätte – diese Deutung der Affäre gibt es ja auch: der Westen
ist zwar ohnmächtig, aber jetzt weiß er wenigstens, woran er mit den
Russen ist. Dagegen muss man sagen: Die Gegenwehr der Russen macht bloß
deutlich, was der Westen die ganze Zeit schon mit Russland anstellt,
also nicht nur, was er von Russland will, sondern, wie er diesem Staat
zusetzt neben dem, dass er ihn ausnutzt und ihm strategisch und sonst
wie die Rolle in der Welt bestreitet, die Russland aus seiner relativ
frisch gewonnenen Stellung in der globalisierten Welt ableitet.
Die Stellung, man solle jetzt, wenn die Dinge schon so stehen, mal
schnell die Russen überfallen, gibt es nicht, aber das Leiden daran,
dass so Übergänge fällig wären, aber leider nicht so leicht machbar
sind, wird schon bekundet, und die ganzen Übergänge, die anlässlich
dieser Affäre passieren, nämlich dass die Ächtung Russlands von den USA
offensiv ins Spiel gebracht wird, werden als matte Reaktion auf den
Überfall, den die Russen veranstaltet hätten und der ihnen nicht
zustünde, verhandelt. Und das ist ein Bekenntnis zum Anspruch und zum
Programm (vorerst) der USA, gegen die gestiegene ökonomische Bedeutung
und Macht Russlands – ganz wie in alten Zeiten – mit einem
Entmachtungsprogramm vorzugehen. Das schließt den ganzen Osten und
Teile Europas ein, die sich dann auch prompt auf die Seite der USA und
der Nato stellen, sodass es mitten in der schönen EU eine ganze Reihe
von Staaten gibt, die sagen, dass man den Russen das Handwerk legen
müsse, weil, wenn die Georgien überfallen, überfallen sie uns auch.
Genau das gegenteilige Programm steckt also hinter dem Titel
‚Ohnmacht’.
Gegen dieses Programm haben die Russen einen Einspruch eingelegt, und
zwar mit den dafür nötigen überlegenen Mitteln. Sie haben sich getraut
und es auch geschafft, den Militärflughafen bei Tiflis ansatzweise
kaputt zu hauen. Das ist nicht dasselbe wie die tagelangen Luftangriffe
der Nato von Norditalien aus auf Belgrad, aber es ist ja auch ein
anderer Gegner; es ist eine Kopie sozusagen auf Zwergenniveau, aber die
weltpolitische Bedeutung ist klar genug: bis hin zu den kalkulierten
Rückzugsverzögerungen und dem immer wieder mal Kundtun, dass sie auch
anders könnten, machen sie deutlich, dass sie sich überhaupt zur Wehr
setzen können und dass mal Schluss ist mit dem Kleinmachen Russlands.
Analogien zur Kuba-Krise, die zur Zeit von der Journaille aufgemacht
werden, sind falsch: Weder ist Russland militärisch so stark wie damals
die SU, noch lässt die weltpolitische Lage Überlegungen in diese
Richtung zu.
Russland akzeptiert die EU als Vermittler und unterschreibt den
6-Punkteplan, weil sein Einspruch gegen die Entmachtungsstrategie der
USA und des Westens überhaupt keine Kündigung, sondern eine Korrektur
der Beziehungen sein soll. Es will den Respekt, den ihm der Westen
versagt, wieder herstellen. Auf dieser Basis wird Sarkozy empfangen,
weil in ihm und in Merkel Russland Adressen hat, die sich immer darum
bemühen, die ultimative Einschränkungspolitik der USA als
Verhandlungsangelegenheit vorstellig zu machen, bei der beide Seiten
etwas zu gewinnen hätten, wenn die Russen nachgeben. Das ist die
Position des ‚alten Europa’, das ja seinerseits nicht die Kündigung der
nützlichen Beziehungen zu Russland will. Andererseits wollen sie als
Mitmacher bei den USA auch nicht, dass Russland zu stark wird und ihnen
etwas diktieren kann. In diesem Drangsal sind die Europäer – wenn
jemand in der ganzen Angelegenheit hilflos ist, dann sind sie es (schon
von daher ist klar, dass es sich bei dem 6-Punkteplan um kein ‚Diktat
der EU’ handelt). Auf die Diplomatie von Frankreich und Deutschland
lässt sich Russland ein und sagt, dass es nach wie vor strategische
Partnerschaft, Energielieferungen und strategischen Respekt will; man
merkt, dass sich Russland sehr genau einteilt, wie weit es
Verständigungsbereitschaft signalisiert und Sarkozy und Co. empfängt,
den 6-Punkteplan unterschreibt, um gleich nachschieben, dass Russland
das sowieso recht ist, weil es ja die Schutzmacht sei. Auf diese Weise
münzen die Russen den Waffenstillstandsplan um in das, was gerade nicht
gemeint ist, nämlich, dass das ja wohl die Anerkennung ihrer
Schutzmachtposition sei, die sie gerade etwas offensiver wahrnehmen
mussten... Mit diesem Verhandlungsstil werden sie sich mit Westeuropa
darüber einig, das Ganze herunter zu definieren auf eine
Auseinandersetzung um Ossetien und um Übergriffe der georgischen Armee,
gleichzeitig machen sie in dem, wie sie es regeln, sehr deutlich, dass
sie auf Respekt bestehen. Das bringt die EU in Verlegenheit, weil die
USA die Vorgabe gemacht haben, dass es ihnen genau um die Kündigung des
Respekts geht. Entsprechend wird Sarkozy von Rice niedergemacht, warum
es ihm einfällt, sich als Vermittler zu betätigen und einen
Waffenstillstandsvertrag auszuhandeln, so, als ob man russischen
Interessen überhaupt was nachzugeben hätte.
Man sollte von den verschiedenen Parteien nicht allzu viel
Eindeutigkeit erwarten. Am eindeutigsten sind noch die USA bzw. der
republikanische Präsidentschaftskandidat, McCain, mit seinem „Wir sind
alle Grusinier!“, also einer Stellung, die auf Kündigung hinausläuft –
wobei Kündigung in der Weltpolitik, anders als im Arbeitsleben, kein
einmaliger Akt ist, sondern eine Art der Politik, die auf Einschränkung
und Bestreitung von Positionen hinarbeitet. Alle anderen Beteiligten
streben Zweideutigkeit an; diese hat ihr Material darin, dass man
immerzu die eigentliche Sache herunterdefinieren kann auf einen lokalen
Fall, dann hat man es nur mit Osseten und ein paar russischen Panzern
zu tun und ist dann auf der Ebene der Waffenstillstands- und anderer
Vereinbarungen. Der ‚lokale Fall’ lässt sich sofort wieder
heraufdefinieren zu einer weltpolitischen Grundsatzerklärung – das ist
die derzeitige Rice’sche Linie, aber man darf sich nicht wundern, wenn
von Seiten der USA demnächst wieder ein anderer Ton zu hören ist, denn
dass man die andere Seite mit ihren Reaktionen in Rechnung stellt, ist
ja trotz Eindämmungspolitik nicht ein für alle mal erledigt.
In gewisser Hinsicht geht es also bei dem Konflikt durchaus um eine
Prinzipienfrage – siehe die anfängliche Diskussion ‑, dabei fällt auf,
dass er allgemein erst mal als Konflikt zwischen Russland und Georgien
verhandelt wird, wobei sich hauptsächlich die russische Seite schuldig
gemacht habe. Das Entscheidende ist, dass diese Sicht nur die Lokalität
und den Anlass betrifft und das, wofür das Anlass ist, eine ganz andere
Auseinandersetzung ist zwischen dem Westen und Russland: Russland jetzt
nicht nur mit seinem Interesse an ein paar ossetischen Positionen gegen
ein allzu westliches Georgien, sondern ein Russland, das um Anerkennung
als respektierte Weltmacht ringt, wo jede Affäre, die irgendwie die
alten Sowjetrepubliken betrifft, für etwas viel Grundsätzlicheres
steht, nämlich den Respekt vor Russland als strategischer Macht, die
deshalb in die G8 als der Instanz der imperialistischen Führungsmächte
hineingehöre. Die Fortsetzung ist dann – wie immer bei den
weltpolitischen Affären zur Zeit ‑, dass ‚der Westen’ sich bei näherer
Besichtigung aufteilt in die USA, die die Daten setzen, die
osteuropäischen Verbündeten als die intransi-gentesten Mitmacher, als
Vorposten von Amerika so gewollt und von denen auch als ihr nationales
Interesse definiert, und die Westeuropäer in der matten Position des
ohnmächtigen Vermittlers, der ziemlich viel Hilflosigkeit signalisiert,
aber auch ein Interesse deutlich macht.
Was sich dabei so nebenbei immer weiter fortspinnt, ist die Spaltung
der EU – nicht die Ablehnung des neuen Vertrags durch die Iren macht
die Krise der EU aus, sondern das, was jetzt abläuft, weil es zeigt,
wie wenig es ihnen gelingt, als imperialistische Körperschaft zu
agieren. Das ist auch das Moment von Kritik am Saakaschwili von
europäischer Seite aus: er hätte keinen Krieg anfangen dürfen, den er
nicht gewinnen kann und der uns Westeuropäer vor solche Probleme
stellt. Denn Westeuropa tritt nicht auf als vermittelnde Macht zwischen
zwei streitenden Parteien, sondern das Ganze hat den Charakter des
Ringens um eine gewichtigere Rolle in dieser Affäre, und zwar darüber,
dass die Russen das zulassen.
— Am Anfang wurde
gesagt, dass man die Parteilichkeit
nicht extra besprechen muss, weil die so eindeutig ist. Ein
Zeitungsleser bekommt doch immer Berechtigungstitel wie die Integrität
oder Souveränität eines Landes vorgeknallt und so kommt Parteilichkeit
zustande. Zum Beispiel gab es das Argument, dass auf die Integrität
eines Landes zu achten sei, deshalb dürfe man die Abstimmungen in
Südossetien und Abchasien nicht anerkennen und so eine Abspaltung der
beiden Länder von Georgien akzeptieren. Im Fall Kosovo wurde gesagt,
dass das was ganz anderes sei und wenn Putin sagt: das ist
vergleichbar, werden solche Vergleiche einfach zurückgewiesen.
Diese ganzen Ideologien sind ein Bekenntnis dazu, dass diese
Anrechtstitel nur ein Derivat der Auseinandersetzungen sind, die da
stattfinden. Vom Westen her gab es das absurde Argument, im Kosovo sei
alles schon deshalb anders, weil den so viele Staaten anerkannt hätten,
will also sagen: wir haben den Kosovo anerkannt, weil wir das so
gewollt haben. Ansonsten wird gesagt: das Prinzip, das im Kosovo zur
Anwendung gekommen ist, gilt bei Georgien nicht, weil da ein anderes
völkerrechtliches Prinzip gilt, nämlich dasjenige für das dort gerade
geltend gemachte Interesse. Und das hieß im Fall Kosovo Zerlegen eines
Staates, im Fall Georgien heißt es Erhaltung des Staates, denn in den
nistet man sich gerade ein. Zerlegen hieße ja, die Macht, die einen
konkurrierenden Anspruch hat, nämlich Russland, sichert sich ein
bleibendes Stück von diesem Land und den Einfluss darauf (wenn man von
Georgien absieht, das das Material ist und nicht das Subjekt). Das
Interessante bei der russischen Rechtfertigung – wo sie richtig Wert
darauf legen, ihre Aktion als Kopie des westlichen Vorgehens
hinzustellen – ist nicht der ideologische Winkelzug, den sie da
fabrizieren, sondern die weltpolitische Botschaft, nämlich das Pochen
auf Gleichrangigkeit, das sich in der ideologischen Gleichsetzung der
Ereignisse in Ossetien und dem Kosovo ausdrückt.
Auf der ideologischen Ebene ist hier immer der Streit, ob man der
russischen Seite die Kopie der westlichen Rechtfertigung in Sachen
Kosovo durchgehen lassen darf. Ansonsten gibt es noch die Tendenzen,
die Gräuelpropaganda der georgischen Seite zu übernehmen und die der
russischen Seite als solche zu entlarven – das sind so die
ideologischen Nebenkriegsschauplätze. Schon vor dieser jetzigen Affäre,
nämlich seit dem Beschluss, dass der Kosovo ein selbstständiger Staat
werden soll, kämpfen die hiesigen Öffentlichkeitsorgane immer um die
Unvergleichlichkeit dieses Falls. Eine Spitzenleistung in Sachen
ideologische Betrachtung brachte die SZ wieder einmal mit folgender
Analyse: ‚Es ist eigentlich alles ziemlich gleich; die Russen können
genauso die Gerechtigkeit ihres 3-Tage-Kriegs reklamieren wie wir die
Gerechtigkeit der Abspaltung des Kosovo von Serbien. Dass diese Art
Machtpolitik nichts taugt, sieht man – ‚an Amerika.’ Das ist Europa,
wie es leibt und lebt – beiden Seiten vorzuwerfen, dass sie mit ihrer
Machtpolitik alles durcheinander bringen. (Weiter wird dann schon
gesagt, dass die Amerikaner wenigstens ein Konzept hätten, während die
Russen nur die Macht wollten). Nach kurzer Bedenkzeit wurden dann aber
von der SZ doch drei Gründe nachgereicht, warum die beiden Affären
überhaupt nicht zu vergleichen sind ...