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Jf 5.5.08 Der neue Hunger auf der Welt

   — Die öffentliche Debatte über den Hunger erklärt nicht den Preis zum Grund des Problems, sondern die Preis-steigerung. Wenn das aber so ist, dass die Nahrungsmittelversorgung von Gewinnkalkulationen der auf dem Weltmarkt tätigen Konzerne abhängt, entscheidet doch die Bewegung des Preises über Ausmaß, Qualität und Konjunkturen des Hungers. Es heißt, dieses durch die Steigerung der Preise verursachte neue Hungerproblem unterscheide sich von dem bisher bekannten, da inzwischen immer mehr Nationen zu den Hungerleidernationen zählen. Was genau zeichnet diese neue Qualität des Hungers aus? Dass die Vervielfältigung der Lebensmittelpreise eine ungeheure Wirkung auf Ausmaß und Qualität des Hungers hat, ist doch nicht zu leugnen? Was sind weiter die wirklichen Gründe für diese Preissteigerungen? Im alten Landwirtschafts-Artikel (GS 1-04) steht, der Geschäftsstandpunkt der kapitalistisch betriebenen Landwirtschaft sorgt beständig für ein Überangebot. Von diesem Überangebot und auch Preissenkungen aus Konkurrenzgründen kann jetzt keine Rede mehr sein.
Dass die Preissteigerung eine unübersehbare Wirkung auf das Hungerproblem hat, liegt auf der Hand. Weiter ist es offensichtlich, dass, nachdem in der Landwirtschaftsabteilung eine veritable Überschussproduktion zustande gebracht wurde, heutzutage die Problemlage der Knappheit herrscht. Die wirklichen Gründe dafür sind zu klären.
Die Art und Weise, wie in der Öffentlichkeit über dieses Problem geredet wird, dient einerseits der Verunklarung der Lage, ist andererseits ein Hinweis auf sie, nicht aber ihre Erklärung. Die Aufregung hat etwas Verlogenes, wenn plötzlich ein weltweites Hungerproblem entdeckt wird, das gewiss nicht neu ist. Sie sagen selbst, sie hätten das weltweite Problem, den Hunger und die Armut zu beseitigen, schon lange im Blick und in 'Bearbeitung'. Dass Preise bzw. Preissteigerungen in der Dritten Welt ständig die Reproduktion der Bevölkerung verhindern, ist ebenso wenig neu wie der Hinweis, in der Dritten Welt wäre die Selbstversorgung nicht mehr hinzukriegen, die lokalen Märkte wären kaputt. Diese Situation als neues Welthungerproblem zu bezeichnen, ist ein ziemlicher Zynismus.
Die Gesichtspunkte der Behandlung dieses Themas sind auch nicht neu. Angefangen mit dem humanitären Gejammer über das Elend und dem Vorrechnen, in Europa würde allein für Sonnencreme 1 Milliarde ausgegeben, was für die Versorgung der Hungernden allemal ausreichte, geht die Debatte schnell über in einen imperialistischen Ordnungsgesichtspunkt. Einerseits kommt das Elend den reichen Betreuerstaaten zu teuer, andererseits wird die Stabilität solcher Staaten hinterfragt. Auch das ist nichts Neues.
Neu sind das Ausmaß und die Anzahl der Betroffenen.
   — Das Leben von Milliarden Menschen der Welt wird von der Produktion kapitalistischer Waren abhängig gemacht. Preissteigerung zu beklagen, ist gerade die Leugnung des Grundes im Prinzip.
Wenn die Generaldiagnose heißt, das Problem läge an den exorbitanten Preissteigerungen, wird das Phänomen, dessen Grundlage und Grund man gar nicht angreifen will, selbst zum Grund erklärt. Dabei wird die gesamte Staatenwelt wie eine knappe zahlungsfähige Konsumentengemeinschaft behandelt, die unter einem aus geschäftlichen Gründen notwendigen Preisauftrieb zu leiden hat. Die andere Seite, dass eben hohe Preise gerade das gewünschte Geschäft fördern, wird hintan gestellt.
   — Wenn das Hungerproblem zum Teil auf der Stilllegung von Anbauflächen, die ja gerade einer effektiven Überschussproduktion geschuldet waren, zurückzuführen sein soll, ist der Preis als Argument verschwunden. Als läge es nur an der bebaubaren Fläche. Oder der Hinweis, die Chinesen und Inder wollten jetzt auch mal satt werden, was der Grund dafür sein soll, dass anderswo gehungert wird. (Die Behauptung, die landwirtschaftliche Produktion halte mit dem globalen Bevölkerungswachstum einfach nicht stand, erinnert an Malthus’ Ideologie von der Überbevölkerung als Grund für das Elend der Werktätigen (z.B. in Marx, Das Kapital).)
Es werden lauter Umstände als Gründe benannt, die schuld daran sein sollen, dass ein an sich funktionierender Mechanismus des Marktes ins Ungleichgewicht geraten sei. Die Konstatierung, sonst herrsche dort Gleichgewicht - marktmäßig ausgedrückt in Angebot und Nachfrage - behauptet, Geschäft und Versorgung gingen im Prinzip zusammen.
Es gibt ja tatsächlich das Phänomen, dass der wachsende Konsum auf der einen Seite wachsende Preise auf der anderen nach sich zieht, den Konsum für bestimmte Kreise damit verunmöglicht. Geredet wird dabei von dem banalen kapitalistischen Marktmechanismus: bei Verknappung der Güter - hier verursacht durch einen wachsenden Bedarf -, steigen zwangsläufig die Preise, weil die Gelegenheit ergriffen wird, daran zu verdienen. Dann entscheidet die vorhandene Zahlungsfähigkeit, so dass ganze Nationen entweder zum Agenten oder zum Opfer dieser Preisfrage werden. Die neu hinzugewonnene Zahlungsfähigkeit Chinas oder Indiens erledigt die Zahlungsfähigkeit in anderen Gegenden, was dann in eine nationale Schuldzuweisung ("Die Chinesen fressen den Ägyptern das Brot weg!"), verwandelt wird.
   — Mit dem Verweis auf die Preissteigerungen wird gar kein Subjekt mehr benannt, das dafür verantwortlich ist. Das Reden über Weltmarktgepflogenheiten benennt nie, dass ein blühendes Geschäft auf der einen Seite der Grund ist für das Hungern der anderen Seite.
Die Preissteigerung wird zur Sachnotwendigkeit erklärt, der es sich zu widmen gilt. Zum Subjekt respektive zum Schuldigen werden einmal Staaten, ein andermal Abteilungen der Geschäftswelt erklärt. Der Marktmechanismus wird dabei nicht angegriffen, seine Wirkung ist das Problem, die es zu verbessern gilt. Mit der Verpflichtung der Subjekte dieses Marktmechanismus, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und entsprechend für Versorgung zu sorgen, endet die ideologische Befassung des Hungerproblems. Diejenigen Instanzen, die an diesem 'Missverhältnis' schuld sind, werden zu Adressaten, dieses wieder in Ordnung zu bringen. Der Weltmarkt selbst kommt dabei nie in Verruf.
Der weltweite Kampf um Zahlungsfähigkeit zwischen Nationen wird als Marktmechanismus bezeichnet.
   — Die angeführten Phänomene beschreiben alle eine Ausweitung des Weltmarktes. Chinas Nachfrage, früher intern geregelt, tritt auf den Weltmarkt. Das Einstellen der Maisproduktion in Teilen Afrikas und Südamerikas ist die Art und Weise, wie diese Gegenden in den Weltmarkt einbezogen wurden. Die Ausrottung ihrer Subsistenzwirtschaft macht sie endgültig abhängig vom Weltmarkt.
Dies zeigt, wie aktuell die Staaten in das Weltmarktswachstum eingetreten und eingehaust sind und in der Sphäre der Agrarproduktion eine rapide wachsende Nachfrage repräsentieren.
All diesen Auskünften ist also zu entnehmen, welche Gesetzmäßigkeiten selbstverständlich unterstellt sind. Wenn Konsum zahlungsfähige Nachfrage ist, repräsentieren die Nationen dann diese Nachfrage; sie werden mit ihrem Bedarf in Konkurrenz gegeneinander gestellt.
   — Biosprit wird produziert, weil es ums Geschäft geht. Wenn man statt mit Lebensmitteln mit was anderem Geschäft machen kann, dann wird das eben gemacht, und von diesem Sektor abgezweigt.
Auch hier entscheidet über konkurrierende Bedürfnisse eben nicht der Bedarf, sondern ein Bedarf und Zahlungsfähigkeit anderer Natur. Hier erschlagen kapitalistische Bedürfnisse höherer Natur - der Energiebedarf - die Nahrungsmittelgrundlage ganzer Nationen. In der Öffentlichkeit taucht das Biosprit-Argument wieder so auf, dass da etwas durcheinander kommt, wenn Südamerikaner von ihren Lebensmitteln abgeschnitten werden.
   — Es wird doch deutlich, dass die Staaten mit rentabler kapitalistischer Produktion die Einengung der anderen Staaten erzwungen haben, dass die sich in ihrer nationalen Produktion dem Weltmarkt zu öffnen, in Konkurrenz zu treten haben, die sie dann eben verlieren. Z.B. wurde das in Südamerika von den USA mit den Handelsverträgen durchgesetzt.
Der Haupteinwand auf das Argument, dass die 3. Welt und andere einfach zuwenig produzierten, oder bei einer großen Zahl von Staaten die lokalen Landwirtschaftsmärkte und die Selbstversorgung kaputt gegangen seien, ist nicht, dass die Weltwirtschaftsmächte sie zu der Einschränkung gezwungen haben. Es geht hier doch um das Weltmarktgesetz, dass die kapitalstarken Nationen mit ihren Bedürfnissen, Gütern, Waren und Agrarproduktion eine ganze Dritte Welt erschlagen. Mit dem Bekenntnis, dass da Fehler gemacht wurden, reden sie doch offensichtlich darüber, dass auch auf dem Agrarmarkt die kapitalkräftigen Nationen mit ihrem Bedarf und ihrem Geschäft entscheiden, was aus dem Rest der Welt wird. Ohne Gewalt, die andere Staaten dafür bereit macht, geht das natürlich nicht, das ist aber eine Fortsetzung des Arguments.
   — Mit der Rede vom drohenden Ordnungsproblem, ist von ihnen selbst angesprochen, dass es eine Gewaltfrage ist, mit der dauerhaft kalkuliert wird.
Und darum sollen sich die Nationen selbst kümmern, sie haben ja auch selbst ein Interesse daran. Dabei ist das Verhältnis eben gar nicht so, dass diese Staaten mit Gewalt von außen laufend zu etwas genötigt würden, was ihrem eigenen nationalen Interesse widerspräche.
   — Es sind aber Verhältnisse, in denen die mit überlegenen ökonomischen und auch militärischen Machtmitteln ausgestatteten Staaten andere in ihren Weltmarkt eingeordnet haben. Das ist eine dauerhafte Gewaltfrage, eine Frage der ständigen staatlichen Kontrolle.
Da braucht man noch den Grund dafür. Man kennt die 'Problemlagen' schon: Wasser, Umwelt, Klima, all diese Fragen lösen sich interessanterweise in Szenarien der ausufernden Gewalt, der nicht beherrschbaren Stabilitätsprobleme, der Kriegsfragen auf.
   — Der Grund ist, es gibt eine Hierarchie von ökonomischen Bedürfnissen, dazu zählt das Bedürfnis nach Trinkwasser, landwirtschaftliche Bewässerung als Bestandteile der ökonomischen Kalkulationen von Nationen. In der zählt die Ernährung von Negern nicht viel, wenn ein Energieproblem der Industrienationen Nachfrage im Lebensmittelsektor entdeckt. Die kapitalistische Wirtschaft stellt eine Hierarchie darüber her, was Bedürfnisse zählen.
Ja und die Öffentlichkeit spricht über diese ökonomisch fundierten Machtverhältnisse - darüber, dass hier der kapitalistische Bedarf der Industrienationen über den Rest der Welt entscheidet - im Tenor, dass da Fehler passiert seien.
Weiter hört man, die Agrarsphäre ist auch ein Feld der Spekulation, was problematisch sei, weil sie grad zuviel auf die Agrarpreise spekulieren. Auch in dem Argument, dass da selbstverständlich eine Spekulationswelt unterwegs ist und aktuell etwas durcheinander bringt, wird alles unter 'Fehlentwicklungen' verbucht. In Wahrheit geben sie die banale Auskunft über wirksame Marktmechanismen, eben dass konkurrierende Bedürfnisse elementarer Natur unter Fragen von Angebot und Nachfrage subsumiert sind, dass die Versorgung als Angebots- und Nachfragegrößen eines frei konkurrierenden Marktes existiert, also Agrarversorgung heute eine Abteilung eines funktionierenden, durchgesetzten, die Staatenwelt einbegreifenden Weltmarkts ist. Sie reden darüber, dass offensichtlich auch in der Sphäre der elementaren Versorgung der Weltmarkt funktioniert und, nachdem selbst lange ausgenommene Länder inzwischen einbezogen sind, fertig ist.
Aber was wird da heutzutage zu einer Weltmarktsangelegenheit? Der schon genannte Landwirtschaftsartikel (GS 1-04) gibt Auskunft darüber, was da kapitalistisch geregelt wird, wie diese Versorgung der Staaten mit Nahrungsmitteln hergestellt wird. Am Ende wird die Versorgungsfrage wie die nationale Energiefrage behandelt; nur der Ausgangspunkt ist da anders gelagert.
   — Der elementare staatliche Gesichtspunkt ist doch, dass die Ernährung des Volkes gewährleistet sein muss, weil das Volk eine Produktivkraft ist fürs Kapital.
Das muss geregelt sein, am Volk hängt alles. Es gibt vielleicht automatische Fabriken, aber eine Nation ist keine automatische Fabrik. Die braucht ihr Volk für alles Produktive, Staatliche, für Krieg usw. Was ist der ursprüngliche kapitalistische Haken an diesem Punkt: Eine Nation braucht ein versorgtes Volk, damit das als Arbeiter und Staatsbürger keinen Aufruhr macht, sondern sich funktional einsetzen lässt?
   — Der generelle Haken ist, dass die Materie widerspenstig ist gegenüber dem Gesichtspunkt, als Mittel des Geschäfts gleichzeitig die Versorgung des Volkes sicher und billig herzugeben. Das liegt daran, dass sie als Naturmaterie dem an sie angelegten kapitalistischen Gesichtspunkt nicht entspricht. Sie lässt sich nicht in der gewünschten Schnelligkeit reproduzieren, Umschlag, Lagerfähigkeit usw.
Also wird etwas dafür getan. Das ist eigentlich die Emanzipation 1. Grades: kapitalistische Landwirtschaft emanzipiert sich von Naturabhängigkeit. Produktivität per Industrialisierung und Kapital überwindet Naturschranken und Knappheit. Dies ist soweit gegangen, dass sie mit weniger bebauten Böden bis neulich lauter Überschüsse produziert haben. Es ist eine Frage der Industrialisierung der Agrarwirtschaft und dass und wie viel Kapital sich auf dieses Feld wirft. Wie das passiert - dass Bauern dabei untergehen und zum Unterelement von Lebensmittelkonzernen werden - steht im genannten Artikel. Der erste Emanzipationsschritt ist da das Elementare: sich von Naturschranken emanzipieren per Kapitalismus, Industrialisierung, es zu einer lohnenden Produktion zu machen. Die Besonderheiten, die dann bleiben, sind durch das kapitalistische Funktionieren und nicht durch Naturschranken hervorgerufen. Die machen sich dann als das Hin und Her des Marktes, aber auch als staatlicher Auftrag, das auch marktmäßig zu betreuen, geltend. Aber das ist nur die eine Hälfte der Fortschritte der kapitalistischen Landwirtschaft. Über die weltmarktmäßige Organisierung findet eine Emanzipation zweiter Art statt.
Es ist die Verabschiedung vom Ideal der nationalen Autarkie im engeren Sinn. Inzwischen gehört zu dem, von Rohstoffen von auswärts abhängig zu sein, umgekehrt dazu, die Zuliefer- und Abnehmerstaaten selber in der Hand zu haben und in der Sphäre als Nation selbst dafür sorgen zu können, dass keine Notlage für die Nation mehr daraus wird. Kolonialismus ist eine Lösung gewesen, man greift sich bestimmte Sphären als erweiterten nationalen Autarkiebereich. Der Übergang, den die kapitalistischen Staaten auf dem Weltmarkt heutzutage gemacht haben, ist ein anderer. Hier ist die nationale Rechenweise, dass es für die Nation nützlich ist, wenn sie sich die ganze Welt als Agrarressource und Agrargeschäftsfeld erschließt.
Dann wird 1. das ganze nationale Versorgungswesen eine Frage von Export und Import und von eigenen Agrarkonzernen. Die Landwirtschaft ist dann eine Anlagesphäre von Multis, die nicht mehr den Standpunkt der lokalen Märkte haben, sondern den der Standorte und Bedingungen. Sie vergleichen, wo Natur oder Staaten nutzbar sind, sie vergleichen den Bedarf und die Nützlichkeit von Staaten unter ihrem Gesichtspunkt und werden darin gefördert. Da gehen in der Dritten Welt die Subsistenzbauern und die lokalen Märkte unter und es braucht den auswärtigen Multi, der dort hinliefert; deutsche Milch geht nach China und der dortige Bedarf schlägt auf den Milchpreis bei uns zurück - die Zeitungen sind tagtäglich voll von solchen Beispielen über die Eigentümlichkeit des Weltagrarmarkts. Noch der letzte bayerische Bauer wird über seine Abnehmer wie Lieferanten in Konkurrenz gestellt zu einer globalen Welt von Agrargeschäften. 2. Damit ist die nationale Agrarversorgung eine Frage der Regelung der Konkurrenzbedingungen dieser Weltmarktsabteilung. Das schlagende Beispiel ist, dass sie seit ewigen Zeiten in der WTO ausdrücklich darum streiten, wie in der Agrarmarkt-Abteilung die Konkurrenzbedingungen zu regeln sind. Was früher galt, dass diese Versorgungsfrage Nationen für sich regeln mussten, ist jetzt aufgelöst in Streitigkeiten um Bedingungen dieses globalen Marktes, wie sehr man auf ihn Einfluss nehmen und für sich nutzen kann usw.
Auch und gerade nach den Konditionen und Bedingungen, die für diesen Markt gelten und auch zur Geltung gebracht werden, sortieren sich jetzt die Staaten. D. h. sie werden sortiert – gewaltsam, aber auch über Geschäftszwänge und –angebote. Die sich ergebende Staatengliederung wird immer mal wieder als ungerecht beklagt und auf die Subventionitis der EU- oder amerikanischen Agrarmärkte zurückgeführt, aber es ist ein Ergebnis des staatlich unterstützten und machtvoll durchgesetzten Geschäftsverkehrs.
Weil dieser Bereich am Kapitaleinsatz und den entsprechenden technologischen Mitteln hängt, sind natürlich die USA und Europäer auf diesem Markt die Subjekte. Sie sind nicht bloß in allen Abteilungen des höheren Agrargeschäfts die Hauptexporteure, sondern auch die Abnehmer der Weltagrarrohstoffe und mit ihrem Multis und ihrem Kapital (zumindest mit-) bestimmend in der Agrarproduktion und Ausrichtung anderer Länder. Die andern - ausgerechnet die, die im wesentlichen Agrargüter und Rohstoffe liefern - sind Lieferanten für den Bedarf auswärts und was sie an Export zustande bringen, geht zu Lasten der eigenen Ressourcen und Versorgung.
Wie steht es dann um Weltmarkt und Volksernährung? Da wurde am Anfang gesagt, alle offiziellen Verlautbarungen unterstellen, der Weltmarktmechanismus bringt Versorgung und Geschäft eigentlich zur Deckung. Wenn nicht, dann ist was schiefgelaufen, was – natürlich durch den Weltmarkt - wieder in Ordnung gebracht werden muss. Dass die Volksernährung vom weltweiten Geschäft abhängig gemacht, haben sie inzwischen erfolgreich durchgesetzt. In den Läden hierzulande sieht man, dass die Ernährung ein Abfallprodukt der nationalen Exportindustrie ist, davon, dass die am Weltmarkt nach beiden Richtungen tätig ist. Man kann in kein Land reisen, ohne dass nicht schon deutsche Multis da sind und bei uns findet man jederzeit alles aus fernen Ländern. Eine Saison für bestimmte Sachen gibt es nicht mehr. Dagegen ist es bei einer Menge von 3.Welt-Ländern umgekehrt. Hier hat das Einreißen der Schranken dazu geführt, dass nationale Ressourcen vom auswärtigen Kapital umgewidmet, lokale Märkte und Subsistenzbauern erledigt wurden. So ist die Volksernährung eine Importfrage geworden. Auf der Grundlage wird man mit dem Widerspruch vertraut gemacht dass da, wo der Dschungel blüht und gedeiht und Bananenstauden wuchern, keine landwirtschaftlichen Erträge erzielt werden und sie im Gegenteil 90 % ihrer Lebensmittel einführen müssen.
   — Länder, die früher Weizen, Mais etc. exportiert haben, sind nach dem Öffnen der Märkte zu Nettoimporteuren geworden, weil sie ihren Reis etc. vergleichen lassen müssen mit den Gestehungskosten und Gewinnen der Konzerne der ersten Welt.
Die Volksernährung wird das negative Anhängsel ihres Rohstoffstatus. Es nützt in dem Fall nichts, dass Rohstoffe wesentlich Agrargüter umfassen, weil es nicht die ihrer Volksernährung sind, sondern die des Weltbedarfs. Ganze Nationen produzieren z. B. Erdnüsse, deren finanzielle Erträge zunächst mal den nationalen Bedarf zu erledigen haben. Das ist eine Erscheinungsweise von Armut, die auf dem Status dieser Völker als weltweiter Überbevölkerung beruht. Was die noch bekommen, wie sie sich durchschlagen, hängt erstens an der Restzahlungsfähigkeit, die sie repräsentieren, das ist wenig, und zweitens mehr oder weniger am Staatsaufwand, der um diese Frage noch getrieben wird, das ist also auch relativ wenig. Also eigentlich ist das die elementare Grundlage für Volks- und Naturzerstörung, die in solchen Regionen einreißt und so 3.-Welt-Anhänger immer auf die Barrikaden treibt. Diese Lage ist immer noch nicht die heute vorliegende. Das sind eigentlich die Weltmarktmechanismen, an die man sich gewöhnt und immer mal wieder kritisiert hat; es gab immer schon Agrarexport, eben Überschüsse auf der einen und Versorgungsnöte auf der anderen Seite. Diese alltägliche Tagesordnung der Weltagrar- und Rohstoffmärkte hatte auch schon ihre Problemlagen, ihre Betreuungsobjekte usw.
Inwiefern sind diese Mechanismen die Grundlage dafür, dass sich heute dann doch offensichtlich was geändert hat oder zum Problem geworden ist? Das Genannte sind alles Errungenschaften des fertig eingerichteten Weltmarkts, der jede Gegend inzwischen erobert hat. Auf dem gab es zwar bis neulich weltweit Hunger, aber auch Überschüsse und im Prinzip laufend Verbilligung auch der Agrarstoffe, weil die immer höhere Produktivität auf der anderen Seite laufend Überschüsse produziert, für die es aktuell nur bedingt Zahlungsfähigkeit gibt. Das haben die Staaten mit ihren Marktregelungen geregelt. Wenn es heute heißt, Knappheit herrsche und Preise steigen, dann liegt das nicht an der Natur. Da mag mal irgendwo eine Ernte ausfallen, aber das ist nur ein Untermoment von dem, dass der Weltmarkt heutzutage statt Überschüssen neuen Bedarf und offenbar neue Konkurrenz um Versorgung und Ressourcen produziert.
Offensichtlich ist das, was da als neues Versorgungs- und Ressourcenproblem behandelt wird, Folge der Art globalen Wachstums auf diesen Märkten, der gleichzeitigen Sortierung der Staaten und der darin eingeschlossenen Ruinierung von Mensch und Natur. Eines wurde schon gesagt, ökonomisch ist es das Wachstum von Aufsteigernationen in der internationalen Konkurrenz. Von China und Indien hört man, die Chinesen sind jetzt massenhaft konsumfähig, nicht mehr nur –bedürftig, so dass sie einen riesigen Konkurrenzposten auf dem Weltagrarmarkt darstellen.
   — Die Chinesen sind nicht nur in Sachen Nahrungsmittel konsumfähig, sie sind z.B. auch ‚Auto- konsum’fähig, aber das gibt kein Problem, sondern das gibt eine neu eröffnete Gewinnchance für Automobilkonzerne. Wir sind davon ausgegangen, dass die multinationalen Nahrungsmittelkonzerne die Naturschranke außer Kraft gesetzt haben, bzw., dass die Landwirtschaft so hergerichtet ist, dass sie als Zulieferer taugt. Aber dann bedeutet die Eröffnung eines neuen Markts nach den normalen kapitalistischen Regeln einen neuen Bedarf.
Und der tritt offenbar in Konkurrenz zu zahlungsfähigen Bedürfnissen woanders und da bekommen schlagartig Bevölkerungsteile oder ganze Länder, die sich bisher auf dem Weltmarkt versorgt haben, wegen der Preissteigerungen Probleme und die entwickelten kapitalistischen Nationen merken es am Steigen der Lebensmittelpreise.
   —  In den EU-Ländern zumindest wird diskutiert, mit der Stilllegung von Böden aufzuhören, also den Anteil an agrartauglichen Böden auszudehnen.
Bevor über die Konsequenzen geredet wird, erst noch mal zurück zu den Gründen. Das Wachstum in China und Indien ist so exorbitant; sie sind schlagartig eine solche Größe im Welt-Agrarmarkt, dass das zu Preissteigerung überall führt. Die Konsequenz davon bereden die potenten Staaten auch: Dann lohnt es sich, neue Geschäfte aufzumachen. Übrigens werden die Auto fahrenden Chinesen und deren Energie- und Rohstoffbedarf durchaus zum Problem. Da wird die Preisfrage: Wie teuer wird das Öl, werden die Agrarmittel, wenn die Chinesen und Inder auch noch ‚auf den Markt drängen’ zu der Frage, ob die nicht Ressourcen beanspruchen, die schon für den jeweiligen nationalen Bedarf der entwickelten Nationen verplant waren. Dieser Bedarf misst sich nicht mehr am Ziel Autarkie, sondern beinhaltet den Anspruch, dass die Rohstoffe dieser Welt der eigenen Nation zustünden. Da die Agrarstoffe ein Elementargut des kapitalistischen Getriebes sind, geht die Konkurrenz auch immer um deren Verfügbarkeit und die imperialistischen Länder stellen fest, dass China nicht nur ein Abnehmer auf dem Weltmarkt ist, sondern sich mit den inzwischen verdienten Dollars in Rohstoffsphären einkauft und so Ressourcen sichert, also wie sie selber einen nationalen Versorgungsanspruch hat und den per Weltmarkt betreibt – ein imperialistischer Skandal!
Es soll aber nicht behauptet sein, dass die kapitalistische Welt am hohen Preis leidet, sondern sie hat es mit einer neuen Lage zu tun, die über einen durch Wachstumsnationen beanspruchten Weltagrarmarkt zustande gekommen ist, der ihnen und der restlichen Staatenwelt Preissteigerungen mit den unterschiedlichen Folgen für die verschiedenen Nationen serviert.
Die potenten Nationen, die auf den Weltagrarmärkten Bedarf und Produktion mit ihrem kapitalistischen Getriebe bestimmen, eröffnen sich dabei selber eine Konkurrenz zum bisherigen Agrar-Versorgungsstandpunkt dadurch, dass sie die Weltagrarmärkte unter ökonomisch-strategischen Gesichtspunkten betrachten und unter die nationale Energiealternative subsumieren. Auch das ist eine Folge des Weltmarktwachstums und des imperialistischen Umgangs damit. Die Ölfrage ist vorher schon zur nationalen Energie-Versorgungsfrage geworden. Die Antwort ist auch klar: Da muss man sich Alternativen eröffnen. Die ganze Welt wird als ein Feld von Abhängigkeiten gesehen, also werden bisherige Agrar-Rohstofflieferanten im globalen Maßstab zu Energiequellen umgewidmet mit der besagten Konsequenz des Ruins ganzer Länder unter Versorgungsgesichtspunkten. Das bedeutet auch, dass sich die Berechnungen dieser Länder ändern: Brasilien macht sich als Soja-Lieferant zurecht, modelt Land – Brandrodung – und Leute um für den hauptsächlich amerikanischen Bedarf und wird so zu einem neuen Feld der Kapitalanlage. Das gleiche bei Mexiko: Mais für den Energiebedarf der USA ist eine ganz andere Geschäftsgrundlage als Mais für die Versorgung der eigenen Leute mit Tortillas. Die doppelte Entscheidung – für Naturzerstörung und für ein rücksichtsloses Vorgehen hinsichtlich der allgemeinen Versorgungslage der Bevölkerung – ist gefallen; die damit sich einstellenden Schwierigkeiten werden von den Regierungen dort offensichtlich in Kauf genommen. Die Agrargüter werden zum strategischen Gut, zum Elementarbedarf der potenten Nationen, und die Versorgung darüber selbst zur abhängigen Variablen der Geschäftsbedingungen dieser neu eröffneten Konkurrenz.
Noch mal zur Spekulation: Es ist nicht neu, dass sich die Spekulation auf den Weltagrarmarkt wirft, sie ist die Konsequenz der Absicherung des Preises der Rohstoffwaren und dessen Schwankungen. Solch eine Spekulation läuft von Versorgungsfragen immer getrennt ab; es ist ein objektiver kapitalistischer Zynismus, dass Ernährungsfragen der Menschheit – genauso wie die Immobilien – zu Spekulationsgrundlagen in großem Stil werden. Und wenn die Lage so ist, wie sie gerade bestimmt worden ist – wachsender Weltagrarbedarf und konkurrierender Energie-Bedarf -, eignet sie sich einfach hervorragend für die Spekulation; dazu kommt noch, dass die Staaten aus ihrem Interesse an diesen Preis treibenden Alternativen heraus ihr Interesse an der Betreuung dieser neuen Weltmarktlage anmelden. Und schließlich ist die Spekulation auf dem Agrarmarkt eine Konsequenz der Krise auf dem Finanzmarkt – das Anlage suchende Kapital sucht neue Sphären.
Derzeit reden die potenten Staaten über eine imperialistische Lage eigener Natur und über einen neu entdeckten Handlungsbedarf; dieser ergibt sich daraus, dass hinsichtlich des ‚Projekts’ der Emanzipation vom Versorgungsstandpunkt hin zum fertigen Weltmarkt ein Stück weit ein praktischer, für sie neue Probleme aufwerfender Widerruf erfolgt ist, und zwar einfach über die Konkurrenzmechanismen auf dem Weltagrarmarkt, auf dem sich neue Teilnehmer samt ihren kapitalistischen Ambitionen eingenistet haben. Auch der Preisanstieg in den potenten Nationen will bis hin zu Hartz IV bewältigt und geregelt sein. Dann fallen lauter bisher für einsortiert gehaltene Bevölkerungskreise und Nationen tendenziell aus oder werden auffällig über das imperialistisch gewohnte Maß hinaus. Die Staaten reagieren auch schon, und zwar mit eigentümlichen Sorten von Beschränkung, z.B. wird der Reisexport eingestellt, d.h., solche Staaten stellen den Standpunkt der nationalen Versorgung gegen und über das Exportgeschäft, das sie bisher gemacht haben. Das ist eine neue Sorte von Protektionismus, die gegen den Weltagrarmarkt geht, wo diese Länder als Exporteure eingerechnet sind, und zwar nicht nur von den direkten Abnehmerländern, sondern auch von den Oberagenturen des Weltmarkts, die auf seinem Funktionieren bestehen: Die Versorgungsfrage der einen Nation soll nicht die Belieferung der anderen behindern. Also auch das ein Stück Störfall.
Die imperialistische Staatenwelt sieht sich den Konsequenzen der ruinösen Weltmarktsbedingungen, der Naturzerstörungen und der allenthalben freigesetzten Geschäftsberechnungen gegenüber. Das übersetzt sich in Fragen nach der Verfügung über Mittel und Elemente nationalen Wachstums weltweit und in Kosten- und Konkurrenzfragen. Im Resultat ein neuer Auftrag an Staatenbetreuung und globaler Aufsicht.
Wie sind jetzt die Reaktionen der potenten Staaten? Bush hat die Nahrungshilfe von üblicherweise ca. 1,6 Mrd. Dollar um 770 Mill. Dollar erhöht, also um einen für so einen Staat ziemlich kleinen Betrag. Man gibt also den Märkten Recht - wenn alles teuer wird, muss man eben anders kalkulieren und mehr zahlen und die ziemlich beschränkte Summe bekommen dann die jeweiligen Hungerleider-Staaten. In diesem Zusammenhang wird auch die Entwicklungshilfe anders diskutiert: In diesen Staaten soll bloß nichts entwickelt werden, was sowieso für nichts gut ist. Das frühere: Die sollen sich so um ihre Armen kümmern, dass sie uns nicht zur Last fallen, bekommt jetzt die Wendung: Bloß nicht an die Falschen für falsche Zwecke Entwicklungshilfe geben, sondern die sollen gefälligst mehr in ihre eigene Nahrungsmittelproduktion investieren. Das sagen ausgerechnet die Staaten, die mit ihrer überlegenen Agrarindustrie die Agrarwirtschaft in diesen Ländern brachgelegt haben. Ideologisch aufbereitet heißt das Ganze: Die Preissteigerungen enthalten auch eine Chance für die Entwicklungsländer, sie müssen nur das Potential, das sie haben, auch ausnützen. Oder in Bushs Worten: Wir haben die Agrarmärkte zu wenig geöffnet, es braucht mehr Freiheit auf den Weltagrarmärkten. Und es ist klar, wer der Gewinner bei den dann laufenden Geschäften ist – Gentechnik-Unternehmen wie Monsanto z.B. So löst sich die Frage, ob da auf dem Weltmarkt einiges durcheinander gekommen ist, in ein entschiedenes ‚weiter so!’ auf – die Problemlagen sind für potenten Staaten Geschäftsgelegenheiten und werden entsprechend über die jeweiligen Weltmarkt-Instanzen und mit ordentlichem Kapitaleinsatz ‚gelöst’.
Nach der anderen Seite hin gibt es eine Aufsichts-Konkurrenz über die zunehmenden Schadensfälle und deren Betreuung, die jetzt schon von der Polizei vor Ort übernommen wird.
Was ist zu dem Reis-Kartell zu sagen, das Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha und Birma nach dem Vorbild der Opec bilden wollen? Der Gedanke ist, dass, wenn Reis jetzt zu einem begehrten Gut geworden ist, man einen Geschäftshebel in der Hand habe, wenn man die Konkurrenz untereinander als Anbieter so organisiert, dass man dem Weltmarkt gemeinschaftlich gegenübertritt und sich so eine sicherere Geschäftssphäre erschließt. Man merkt an dieser Idee, dass diese Länder bisher offensichtlich nur bedingt Herr über die Preise der Ware sind, die ihre Hauptgeschäftsquelle ist, mit der sie rechnen und die sie über den Zusammenschluss verbessern wollen. Das wird sofort zur imperialistischen Zulassungsfrage. (In der SZ (3.5.08) klingt das so: "Die Gegner der Idee halten es für wenig wahrscheinlich, dass sich das Modell der Opec auf den Handel mit Reis übertragen lässt. Auch gibt es die Befürchtung, eine kleine Gruppe könne Macht über die weltweit insgesamt 3 Milliarden Menschen erhalten, die sich mehr oder weniger hauptsächlich von Reis ernähren.")
Auf die anfängliche Frage, ob die derzeitige ‚Hunger-Situation’ etwas Besonderes ist: Eigentlich ist an dem ganzen Hin und her, wie man diese ‚Problemlage’ bewältigt, nichts Neues, eben ein Stück Fortschritt im globalisierten Imperialismus mit all seinen Berechnungen und Mechanismen der Art: Wem gehören die Rohstoffe? Wer kontrolliert die Konkurrenz um sie?, die von den Nationen als Hebel ihrer Konkurrenz eingesetzt werden – mit den unterschiedlichen Ergebnissen. Dass Überschuss auf der einen Seite mit Hunger auf der anderen kombiniert ist, ist einerseits nicht neu.
Andererseits gibt es neue nationale Übergänge, dass die Weltagrarmärkte noch mehr als bisher zur Frage der internationalen Beaufsichtigung und Betreuung gemacht werden müssen, einschließlich der Konsequenzen der Welthungerhilfe bis zu: welche Konzerne erfahren welche Förderung? Das ist der praktische imperialistische Zynismus: die Regelung über Gen-Food und Staatenbetreuung. Die Ideologie dazu ist der Zynismus, dass die Instanzen, die als Verursacher der Probleme ausgemacht wurden, jetzt zum Bewältiger erhoben werden. Wie die Preise sich weiter entwickeln, wird man sehen. Aber damit ist jedenfalls eine neue Konkurrenzrunde eingeläutet und es wird zu Protokoll gegeben, dass sie wissen, dass sie mit ihrem Weltmarkt auch zunehmend ganze Abteilungen ruinieren - die Folgen tauchen für sie auf als Daten der nationalen Konkurrenz und als Auftrag zur "globalen Regelung des Weltagrarmarkts", in das sich ihr nationales Interesse übersetzt.
Wenn in einem Zeitungsartikel steht, dass die Weltagrarmärkte Spekulation brauchen, sonst käme kein Kapital in diese Sphären, ist das einerseits ein ideologischer ‚Umdreher’, der dem geschuldet ist, dass über Weltmarkt und Staaten als den Instanzen geredet wird, die für die Regelung der ‚Verwerfungen’ zuständig sind. Aber andererseits treffen sie den Nagel auf den Kopf, weil die Zuständigkeit der imperialistischen Staaten in ihren verschiedenen Abteilungen die Wahrheit ist.
(Vorschlag für nächstes Mal: Pakistan.)