Zum letzten Mal: Es ist nicht alles von der Vorlage zur Sprache gekommen. Es gibt dazu zu einem anderen Zeitpunkt einen Nachschlag.
- Die erste Nachfrage bezieht sich auf den Artikel in GEGENSTANDPUNKT 1-04, "‚Ein Schluck aus der Pulle' - diesmal für die Arbeitgeber", dort Seite 126. Es wird der Widerspruch des Reichtums aufgezeigt und dann kommt der Satz: "Insgesamt zählt die Ersparnis an Arbeitsmühe nicht als Zuwachs, sondern als Minderung des Wohlstands der Gesellschaft." Wir haben uns überlegt, dass hier ein Übergang gemacht worden ist, sonst wäre nicht von Wohlstand, sondern von Reichtum die Rede. Es muss ein neuer Gedanke gemeint sein. Wenn dem so ist, so hat man sich überlegt, sollte der Gedanke aber besser ausgeführt werden oder der Satz gestrichen. Was ist eigentlich der neue Gedanke?
Nein, das ist einfach nur so ein Ausdruck.
- Wir haben uns überlegt, ob der Gedanke nicht von einer rationellen Gesellschaft ausgehend darauf geht, dass es absurd ist, Ersparnis an Arbeitsmühe als Nachteil zu sehen. Die Leute werden auch nicht reicher -
Nur die Kapitalisten!
- Das ist alles?
Sonst nichts! Es steckt kein weiteres Geheimnis drin als dieser Widerspruch des Kapitalismus, die Fortentwicklung, die Perfektionierung, die Methoden der Steigerung des Zuwachses an gesellschaftlichen Reichtum so zu organisieren, dass er die Gesellschaft insgesamt verelendet, statt voranbringt. Dass es die Kapitalisten nicht trifft, versteht sich von daher von selbst, dass es deren Methoden sind, den Reichtum zu mehren. Obwohl sie sich dadurch auch in Krisen hineinwirtschaften, wo dann auch ihr Reichtum gestrichen wird. Das ist das Paradox des Kapitalismus, dass das die einzige Gesellschaft in der 2 Millionen Jahre alten Geschichte der Hominiden ist, die es dahin gebracht hat, dass es zu viel Reichtum gibt. Da ist das Schlaraffenland eine Katastrophe, weil dann die Ausbeutung nicht mehr funktioniert und das Instrument der Ausbeutung, das Kapital, keine lohnende Anlage mehr findet. Schon wird alles brach gelegt und nicht einmal die Kapitalisten werden damit glücklich, das ist das Paradox. Wenn sie sich in eine Krise hineingewirtschaftet haben, waltet dasselbe Gesetzt, dass die Techniken der Erleichterung der Arbeit, das Produktivmachen des Produktionsprozesses, das Überflüssigmachen von Arbeit, was eigentlich der Inbegriff von gesellschaftlichem Reichtum ist, das Prinzip und der Ausgangspunkt der Verelendung ist. Man kann auch sagen, Ausgangspunkt von so einem Paradox, dass der in Geld nachgezählte, bewertete Reichtum gar nicht so übermäßig wächst; dass das, was die Kapitalisten an Reichtum an sich ziehen, auf Seiten der Arbeiter gespart wird. Das ist gerade das Gesetz der Erleichterung der Arbeit. Das Prinzip davon heißt ja Arbeitskosten sparen. Und die Kostenersparnis ist eben, den Arbeitern um so mehr vorzuenthalten. Die Form des Vorenthaltens ist zum einen, dass viele arbeitslos werden. Andere Formen des Vorenthaltens sind: Sie müssen mehr dafür arbeiten; oder sie schaffen mehr, aber ihr Quantum - der berühmte Warenkorb - bleibt bestenfalls derselbe. Da wird ihnen mehr von dem Produkt vorenthalten. Von nichts weiterem soll hier die Rede sein als von diesem Hauptwiderspruch kapitalistischer Lebensverhältnisse, dass die Techniken der Mehrung des Reichtums, wie er gesellschaftlich zählt, als Kapital, insgesamt eine Beschränkung des Zuwachses an gesellschaftlichem Reichtum sind, die sich gegen die lohnabhängige Mehrheit richtet. Die Vokabel "Wohlstand" ist nur aus der Überlegung heraus gewählt, weil das ein Hindeuter darauf ist, was in einer vernünftigen Gesellschaft als Wohlstands-Beitrag zählen würde, wie absurd diese Produktionsweise ist.
Dann soll man es auch nicht so klein reden wie in der Nachfrage, ob bloß das gesagt sein solle. Es wurde gerade die ganze Unvernunft der kapitalistischen Produktionsweise erläutert. Es ist auch ein Konter gegen alle - wenn man sich erinnert - revisionistischen Vorstellungen darüber, was der Skandal dieser Gesellschaft sei: Der feine geschaffene Reichtum werde bloß falsch verteilt. Hier (im Artikel) steht, dass die Art des Reichtums den kapitalistischen Skandal ausmacht und nicht, dass hinterher bloß die einen alles einsacken und die anderen zu wenig bekommen. Eine gesamte Gesellschaftsform - Realer Sozialismus - hat sich zum Ziel gesetzt, sie müsse nur das ändern: das Verteilen, Umorganisieren müsse geändert werden, die Form des Reichtums brauche nicht geändert zu werden. Wo doch der Skandal in der Form des Reichtums liegt, wie Arbeit dort in der Gesellschaft bewertet wird, als Reichtumsmittel zählt. Das ist unsere Weise, das, was Marx erst mit abstrakter Arbeit benennt und hinterher mit den immanenten Widersprüchen der Akkumulation als Fall der Profitrate erklärt, einmal anders zu fassen: als den kapitalistischen Skandal, die verrückte Form des Reichrums und seiner Vermehrung.
- Die Minderung des Wohlstands ist die der arbeitenden Klasse, die keine Arbeit hat -
Bei der schlägt es sich sichtbar nieder. Wenn man nach dem Prinzip fragt, einmal in einer naiven Weise: Ja muss man sie denn alle entlassen? Kann man die Arbeit nicht (z. B. gemäß wohlwollenden gewerkschaftlichen Vorschlägen) besser umverteilen? Man kann im Kapitalismus zwar alles Mögliche veranstalten, aber das Prinzip ist immer dasselbe. Man kann es sich auch von daher klar machen: Das ist praktizierte Arbeitswertlehre. Wenn Marx sagt: In der kapitalistischen Gesellschaft ist Wert geronnene Arbeitszeit. Das Quantum verausgabter Arbeit ist Quelle und Maß gesellschaftlichen Wertes, also alles, was in dieser Gesellschaft als Reichtum zählt. Dann steckt da schon die Verrücktheit drin, dass da dann schon (was einem erst einmal keiner glaubt) die Erleichterung der Arbeit (dass mehr Produkt zustande kommt) überhaupt kein Beitrag zur Mehrung des gesellschaftlichen, auch insgesamt gezählten Reichtums ist.
- Positiv ist es das Gleiche: Die Mühe ist Quelle und Maß des Wertes.
Eine der Konsequenzen davon, an der man sich das Prinzip klar machen kann, ist die nicht enden wollende Arbeitslosigkeit als Produkt der steigenden Produktivkraft der gesellschaftlichen Arbeit. Das liegt nur daran, dass das Produkt nicht nach seinem Gebrauchswert sondern nach seinem Tauschwert zählt und dass bei der Bestimmung des Tauschwertes (beim Ausrechnen, wie viel man dafür auf dem Markt bekommt) Arbeit als zu minimierender Kostenfaktor zählt. Sie zählt einerseits als Quelle des Produkts. Aber sobald mit ihr kalkuliert wird, wird sie genommen als zu minimierender Kostenfaktor. Beim relativen Mehrwert konkurriert dann der Vorteil des Kapitalisten durch Effektivierung der Arbeit mit dem, dass er das Produkt dann auch billiger verkauft. Billiger Verkaufen ist die Erscheinungsweise dessen, dass nach gesellschaftlichen Maßstäben gar nicht einfach mehr Reichtum zustande kommt, sondern dass sich dieser Reichtum sich ja erst realisieren muss. Er zählt nur so viel, wie Geld dafür erlöst wird. Jetzt ist gerade der Witz, dass er weniger dafür erlösen will. Dieses absurde Interesse des Kapitalisten mit der Absicht, mehr zu verkaufen und dadurch mehr zu erlösen, will erst einmal bewerkstelligt sein. Weniger für sein Produkt bekommen dadurch, dass man die Arbeit produktiver macht, so dass man weniger Arbeit dafür zu bezahlen braucht, damit die Differenz besser aufgeht. Die Methoden der Vergrößerung dieser Differenz (des Überschusses) sind zugleich Methoden der Beschränkung des gesellschaftlich verfügbaren Reichtums, die sich am Kostenfaktor Arbeit niederschlägt.
- An den Unternehmensbilanzen schlägt es sich auch nieder
Das sind dann die Storys über den tendenziellen Fall der Profitrate.
- In unserer Diskussion war es auch schwierig: senkt den Zuwachs an Reichtum - wurde jetzt ausgeführt: des abstrakten Reichtums. Der letzte Satz bezieht sich auf den Wohlstand.
So, wie die Gesellschaft lebt, das leidet auch darunter.
- Wohlstand ist ein merkwürdiger Begriff, der in der Soziologie z. B. so unbestimmt verwendet wird als: das haben wir alle, allen geht es immer besser - hier kommt er mir missverständlich vor.
Einmal so genommen: Insgesamt geht es uns immer besser. Dieses Unbestimmte ist jedem geläufig. Dann soll man sich einmal mit diesem Paradox auseinandersetzen: Das Leben (durch Produktivitätssteigerung gesellschaftliche Arbeit einsparen) leichter machen ist in dieser Gesellschaft nicht von Nutzen sondern von Übel. Das soll erst einmal eine Gesellschaft nachmachen. Man nehme es einfach einmal in dieser laxen Form: Wie gut lebt diese Gesellschaft? Die Methoden ihres Fortschrittes sind die Methoden der Minderung dessen, wie der Durchschnitt der Gesellschaft zurecht kommt.
- Man könnte es am Reichtum genauso erläutern.
Das (Thema) ist ja schon fast reserviert für die Manager und ihre dicken Gehälter.
- Auch wenn man sagen würde, dass es in dieser Gesellschaft nicht um Wohlstand geht und in der Textstelle "Nutzen" einsetzen würde - wo geht es schon um Nutzen für die Gesellschaft hierzulande?
Und hier ist ein Prinzip davon benannt. Das zeigt, dass es nicht um den Nutzen geht, sondern sogar um die Kosten des Nutzens geht, wenn Nutzen mit Geld gleichgesetzt ist, der Nutzen am Eigentum nämlich. Der Nutzen = Wohlstand (auch der Nutzen des einzelnen Proleten) leidet unter seiner Gleichsetzung mit Eigentum, mit Wachstum des Kapitals.
- Der Sachverhalt, der ausgedrückt wird ist, dass das nur geht auf Grundlage der Verarmung der Leute. Ansonsten - der gesamtgesellschaftliche Wohlstand - was soll das schon sein?! Die Warenwelt in den Kaufhäusern ist groß, die Oberfläche ist: Es geht allen gut. Deswegen finde ich die Rede missverständlich.
Das verstehe ich jetzt nicht. Dagegen, gegen diese begriffslose Anschauung, was alle Welt für Wohlstand hält, sollte eben gesagt werden, was das für ein paradoxes Ding in dieser Gesellschaft ist.
- Genau die Vorstellung, dass man denkt, es gehe allen Leuten immer besser, wird mit dem Begriff Wohlstand aufgegriffen. Was willst du dagegen sagen?
- Weil es schon eindeutig der sinkende Wohlstand der Arbeitenden und Arbeitslosen ist.
Das wird im Folgenden ja erläutert, dass die, die das betreiben, sogar wenn sie Pleite machen oder in die Krise geraten, am wenigsten den Nachteil davon haben.
Sonst würde man jede Formulierung unterschreiben - deswegen wundere ich mich auch - wenn man sagt, also wie es hier heißt:
Ersparnis von Arbeitsmühe zählt nicht als vermehrter Nutzen in dieser Gesellschaft, sondern als Handicap. Sie wird zwar laufend betrieben wegen Gewinnsteigerung. Aber selber ist sie (weil die Arbeitsmühe das Maß der Bereicherung ist) gar nichts, worauf die Gesellschaft Wert legt. Im Gegenteil. Wenn das alles unterschrieben wird, warum stört man sich dann an der Formulierung, die hier steht, die es nur am Reichtum selber ausdrückt.
- Ein Wohlstand der Gesellschaft existiert gar nicht.
An dieser Stelle geht es gerade um die Form des gesellschaftlichen Reichtums. Da muss man nicht gleich dazu sagen, dass er sich verschieden verteilt. Marx redet auch vom "Reichtum der Gesellschaften", wenn er sagt: "Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ungeheure Warensammlung" (MEW, Bd. 23, Das Kapital, Erster Band, S. 49)
- Wenn gesagt wird, dass Ersparnis der Arbeitsmühe nicht Zuwachs, sondern Minderung von - ja nicht von dem Wohlstand, den ein Kapitalist hat.
- Die Nation misst ihren Reichtum doch nicht an Gebrauchswerten, sondern an Wert, der gültigen Form von Reichtum in der Gesellschaft.
In dem Satz ist natürlich ein Vergleich gemacht: Was wäre rationell gesprochen Ersparnis von Arbeitsmühen, dann müsste man doch sagen, dass es der Gesellschaft dann besser ginge. Jetzt kann man sagen: Es geht ihr besser, jetzt "steht sie wohl". Freizeit als Reichtum aus der Gesellschaft herauszukürzen, ist durchaus eine moderne Errungenschaft. Die Kulturkritiker jammern über die Hektik der modernen Freizeitgesellschaft. Man muss es auch erst einmal dazu bringen, dass Freizeit ein Schimpfwort wird.
- Deswegen finde ich den Satz besonders gut. Denn wenn es hierzulande den Wohlstand gibt in dieser soziologischen Form, dann wird er immer mit einem Mehr von etwas verbunden, nie damit, dass es eine Ersparnis von Arbeitsmühe wäre. Der soziologische Wohlstandbegriff beinhaltet zumindest noch, dass produzierte Ware gemeint ist.
Man erinnere sich an soziologische Betrachtungen der Leistung des Kapitalismus in Form von solchen Tataren-Meldungen wie: Geht der Arbeitsgesellschaft die Arbeit aus? In dem Zusammenhang kamen Ideen auf wie: Könnten wir es uns nicht auch einmal ein bisschen gemütlicher machen? Ganz aus der Welt ist dieser Gedanke also nicht, ebenso wie der fromme, dass materielle Güter nicht glücklich machen, dass es höhere Werte gibt wie Zuwendung, Zeit füreinander. Das kann man sich jeden Sonntag in der Kirche abholen.
- Das ist immer damit verbunden, dass man dafür aber auch verzichten müsse.
Eben! Solche Gleichungen tauchen dann immer auf und, dass es in der Ökonomie natürlich anders aussähe. Das ist dann die Absurdität: Gibt es nicht noch etwas neben der bloßen Ökonomie. Auch dazu muss man es erst einmal hinbringen, dass eine Gesellschaft Ökonomie und Wohlstand der Menschen glatt voneinander trennt und überhaupt nichts dabei findet, wenn in jeder Zeitung steht, das stehe in Gegensatz zueinander. Damit die Ökonomie wieder wächst, müssen die Menschen verzichten. Da sagt keiner: Sind wir jetzt im Irrenhaus? Ist denn nicht Wirtschaften das Bewirtschaften der Natur, der Arbeit, damit es den Menschen besser geht? Nein! Dass das in Gegensatz zueinander steht, dass die Logik des einen die Bedürfnisse der anderen beschränkt und im Konfliktfall ausschließt, gehört zu den größten Selbstverständlichkeiten. Erst wird eine mögliche Welt der anderen Werte (Eltern sollten mehr Zeit für ihre Kinder haben … da wird freie Zeit durchaus positiv bewertet) aufgestellt. Aber es ist gleich klar: Mit Ökonomie, der Notwendigkeit des Geldverdienens hat das nichts zu tun. Das muss zurücktreten, wenn man mehr Zeit haben will. Insofern ist "mehr Zeit haben" gleichbedeutend mit "Verzicht auf Geld-Verdienen". Die Zwangslage, in die diese Gesellschaft ihr Fußvolk hineinbringt, dass dann tatsächlich Mehr-Zeit-Haben auf Kosten des Geld-Verdienens geht, wird in diesen Überbaugeschichten gleich mit affirmiert. Dann gibt es alle möglichen Gleichungen zwischen Sich-höheren-Werten-Zuwenden und Verzicht-Üben bis dahin, dass Freizeit Luxus ist. Dann ist Luxus auch eine Art von Verzicht, einer, den man sich leisten kann.
Eine Variante davon ist die aktuelle Debatte darüber, nur, wenn länger gearbeitet wird, komme überhaupt Wohlstand zustande. Da ist die Umdrehung dieses Verhältnisses handgreiflich.
- Umgekehrt - die ganzen Jahre über weniger arbeiten wollen, aber auf nichts verzichten, dann lebt die Gesellschaft über ihre Verhältnisse.
- Kann man sagen, dass der Wert der Arbeitskraft durch die Rationalisierung insofern auch sinkt, dass mit jeder Rationalisierung der Arbeiter zwar z. B. zehnmal so viele Stühle produziert werden, insofern aber Wert reduziert ist, weil er jetzt überhaupt nur eingestellt wird, wenn er mindestens am Tag diese Leistung erbringt. Sonst ist er nichts wert, wird auch nicht eingestellt. Kann man diesen Zusammenschluss so machen?
So ist der Zusammenschluss falsch, denn der Wert der Ware Arbeitskraft bestimmt sich gerade nicht danach, was der als Arbeitskraft leistet, sondern danach, was er mit seinen ganzen Reproduktionsbedürfnissen kostet. Mit dem Gedanken ist von einer anderen Sache die Rede: Arbeitskraft ist in ihrer Reproduktion abhängig davon, dass sie nach kapitalistischen Maßstäben Nutzen bringt, dass ihre Reproduktion abhängig gemacht ist von der Nützlichkeit für das Kapital. Insofern kann man sagen, dass diese Klasse gesamtgesellschaftlich die abhängige Variable ist von dem Gebrauch, den das Kapital mit ihr treibt.
Sonst wäre der Zusammenschluss absurd - sie können sich bloß reproduzieren, wenn sie Nutzen für das Kapital erbringen.
- Ich finde es schwierig, das zusammen zu bringen, einerseits die zur Reproduktion nötigen Lebensmittel, wonach sich der Wert der Arbeitskraft bemisst und andererseits zu sagen, dass die gesamtgesellschaftlich bezahlte Arbeit wirklich weniger geworden ist. Es sind 4,5 Millionen arbeitslos und der Rest schafft das Wertprodukt. Insofern schwindet der Gesamtwert des Reichtums -
Diese dabei unterstellte Redeweise: Das Gesetz der Arbeitslöhne sind die Reproduktionskosten der Arbeitskraft - welchen Stellenwert hat die bei der Analyse des Kapitalismus? Interessanterweise müsste jeder aus seiner Lebenserfahrung heraus sagen: Das ist doch genau anders herum. Ich bekomme doch nicht so viel Lohn, wie ich für meinen Lebensunterhalt brauche, sondern ich muss mich mit meinem Lebensunterhalt danach strecken, was für einen Lohn ich kriege. Was kommst du mir daher damit, die Reproduktionskosten der Arbeitskraft wäre das Gesetz der Lohnbestimmung - von wegen!
- Vergisst er nicht dabei, dass nicht seine persönlichen Bedürfnisse gemeint sind, sondern die der Arbeitskraft, die funktionieren soll?
Eigentlich nicht, denn er sagt ja, dass er funktionieren soll. Wenn man diesen Topos von Marx für sich nimmt, dass das letzte Gesetz für die Bestimmung der Arbeitslöhne der Wert der Ware Arbeitskraft ist, also die Summe der Güter, die sie selber für ihre Reproduktion braucht -
- Schön wär's! -
Das müsste man dann sagen. So als reichte jeder beim Statistischen Bundesamt seine Bedürfnisse ein und das sagt den Kapitalisten, was sie zahlen müssen. (So ist Sozialismus zwar auch nicht, aber das wäre schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.) Was ist der Stellenwert dieser Behauptung?
- Einerseits hat der Wert der Ware Arbeitskraft mit dem in der Gesellschaft geschaffenen Reichtum nichts zu tun, sein Maß liegt nicht darin. Andererseits muss die Obergrenze des Lohns das sein, was nötig ist, damit die Arbeiterklasse existiert.
- Dann müsste es ja einen Mindestlohn geben.
Die "Obergrenze" ist fraglich. Das Entscheidende ist der erste Gedanke, dass es kein Anteil ist; kein irgendwie - sei es naturgesetzlich oder aus der Effektivität der Arbeit oder aus der subjektiv erbrachten Anstrengung - abgeleiteter Anteil am gesellschaftlichen Reichtum, der dann mit diesem wachsen würde. Was ist es stattdessen?
- Ein Ergebnis von Klassenkämpfen.
Das ist es - so blöd das auch klingt. Im historischen und moralischen Moment ist ausgedrückt, dass der Lebensunterhalt dieser Klasse schon im Verhältnis steht zum in dieser Gesellschaft produzierten Reichtum. Aber nicht in der Weise des gerechten Anteils. Die ganze Frage des gerechten Lohns ist damit eigentlich auf das Tapet gebracht und abserviert: Es ist nicht die Frage des gerechten Anteils, sondern eine Frage der Funktion, eine Frage des Dienstes. Das fällt zusammen mit dem Befund, den Marx aufgreift, dass das, was die Lohnarbeiter für ihre Arbeit bekommen, sie täglich, wöchentlich, jährlich, lebenslang von neuem vor die Notwendigkeit stellt, sich als Lohnarbeiter zu betätigen. Das ist nichts, was sie aus dieser Notwendigkeit, die eigene Arbeitskraft zu verkaufen, herausführt. Das ist der bösartige Sinn von Reproduktion. Sie ist nichts Schönes, sondern sie bedeutet, dass der Mensch in der Verfassung, in der er als Arbeitskraft wieder Dienst tun kann, aufgestellt wird.
- Zu der Verfassung ist noch zu sagen, dass sie variabel ist - dem Arbeiter kann auch ein geringeres Auskommen aufgezwungen werden, um seine Muskeln in Gang zu halten - im Unterschied zu der von Maschinen und Produktionsmitteln, die zu ihrer Funktion eine feststehende Zufuhr von Strom usw. brauchen, um in Gang gehalten zu werden.
Die Flexibilität dieser Größe ist der Hinweis darauf, was schon genannt wurde: Das ist eine Frage der Auseinandersetzung, wie viel die Arbeiter schaffen, wenn sie sich zusammentun und organisiert auftreten, ihren Anwendern aufs Auge zu drücken, dass das ihre Reproduktionsnotwendigkeiten wären. Die Untergrenze ist - insgesamt gesehen - das, was das Kapital herausrücken muss, um immer wieder von Neuem Arbeiter zu finden. Das hat seine Erscheinungsformen dergestalt, dass große Teile der Gesellschaft krepieren. Es gibt haufenweise Länder mit Beispielen dafür, wie Überbevölkerung (einfach das alles an Menschheit, was das Kapital nicht braucht) in - neben dem Kapitalismus angesiedelte Sorten von - Subsistenzwirtschaft zurückgeworfen ist. Für die Höhe des Lohns gibt es kein Gesetz, das für den Wohlstand der Arbeiter sorgt. Es gibt nur den Interessengegensatz derer, die von Arbeit leben müssen, aber davon auch leben wollen, und denen, die die Arbeiter benutzen wollen und dafür etwas herausrücken müssen. Wo sich dieser Interessengegensatz trifft, darüber gibt es kein vom Himmel gefallenes Gesetz, sondern da gibt es ein Resultat, das von beiden Seiten ausgestritten werden muss. Dass das heutzutage seine langen Traditionen in (Tarif)Verträgen hat, in die sich der Staat eingemischt hat, das gehört zu einem entwickelten Kapitalismus dazu. Dieser Interessengegensatz hat seine Verlaufsformen, in die sich alle Gesichtspunkte der Lohngerechtigkeit mischen (worüber einiges in dem Buch: Das Proletariat von Peter Decker & Konrad Hecker, GEGENSTANDPUNKT Verlag 2002, steht ).
- Der Inhalt des Streits ist: Wovon müssen Arbeiter leben können?
Die Gesichtspunkte des Streits sind dann, ob das denn gerecht sei. Heutzutage hat man die Debatte, ob die Managergehälter gerecht seien, ob man wirklich behaupten könne, ein Manager sei 680 Mal so viel wert wie ein Facharbeiter. Müsse man nicht eher sagen, er sei 650 Mal so viel wert. Die Sache, die da verhandelt wird, wurde eben genannt: Wie viel braucht es heutzutage hierzulande für die Reproduktion einer Arbeiterklasse. Wie sehr das immerzu Streitgegenstand ist und bleibt, merkt man an der heutigen Debatte, die mit der festen Überzeugung aufwartet: Das, was die heute kriegen, ist viel zu viel.
- Was man überhaupt noch als zum Lebensunterhalt Notwendiges heraushandeln kann, sinkt mit dem Anwachsen der Reservearmee -
Daran merkt man, dass es eine Frage des Kräfteverhältnisses ist.
- Und die Verbleibenden bekommen auch weniger. Dann stimmt es wieder mit der Reproduktion der Arbeitskraft, weil viel weniger Arbeiter mit gesellschaftlich notwendiger Arbeit den Reichtum erwirtschaften. Tatsächlich wird dann immer weniger für die Arbeitskraft gezahlt.
Das klingt so, als wolle man auf ein Sachgesetz hinaus gerade an einer Stelle, wo man sagen muss: Der Fortschritt des Kapitals, dass es Arbeit überflüssig macht und dass das zur Entlassung von Leuten führt (zu einer Reservearmee und deren Anwachsen, dass man von einer nutzlosen Überbevölkerung von 4 - 5 Millionen im Verhältnis zu 40 Millionen Arbeitsplätzen ausgehen kann), das verändert das Kräfteverhältnis, die Fronten zwischen dem Interesse der Lohnarbeiter an einem Lebensunterhalt und der Bereitschaft der Unternehmer, etwas zu zahlen. Man erlebt gerade mit, wie dieser Streit um die Senkung der Reproduktionskosten (um die Senkung des Wertes der Ware Arbeitskraft) abläuft. Das passiert nicht von selbst. Da müssen die Unternehmer etwas machen, ansagen, dass sie zwar noch denselben Lohn zahlen, dafür aber mehr Arbeit wollen. Es wird an allen möglichen Ecken der Sonderabteilungen des Lohns herumgekürzt. Ein besonderes Beispiel ist das Angebot der Condor-Fluggesellschaft, die sagt: Wir haben ein Modell 30/15. Das will dann sagen: 30 % weniger Lohn, 15 % mehr Arbeit. Damit könne diese Firma überleben, sagen sie ihren Leuten knallhart auf den Kopf zu. Da wird ihnen eine Senkung des Wertes der Ware Arbeitskraft in diesem Bereich angesagt. Dann muss das vom Betriebsrat unter Mitwirkung der Gewerkschaft gebilligt werden und der Staat mischt an allen Ecken und Enden daran mit. Denn der Sozialstaat hat die Größe "Reproduktionskosten der Arbeitskraft" verallgemeinert. Er sorgt dafür, dass der gezahlte Lohn nicht bloß die angewandte Arbeitskraft reproduziert, sondern die in der Gesellschaft, in einer Nation überhaupt verfügbare Arbeitskraft (mit seinen Umverteilungskunststücken, mit seinen Kassen usw.). Er macht aus dem Ergebnis der Streitigkeiten zwischen Belegschaft und Unternehmen die gesamtgesellschaftliche Größe "Lohnniveau", das dann sogar noch die Entlassenen mit ihren Lohnersatzleistungen und ihrer Sozialhilfe einschließt. Dieses Lohnniveau ist eine ganze Hierarchie mit Lohnabstandsgeboten dazwischen mit dem Effekt, dass dann so etwas wie Reproduktionskosten der ganzen Klasse dabei herauskommt. Dann wird die Reproduktion schlechter. Marx sagt dazu auch, dass sie den Lohn unter den Wert der Arbeitskraft drücken. Das heißt, dass die Reproduktion nicht mehr so klappt.
- Ich habe nicht an den Staat gedacht, sondern ich habe versucht, mir den Begriff der Reproduktion des Arbeiters klar zu machen. Dabei ist nicht das Auskommen des einzelnen, sondern die gesamte Arbeiterklasse gemeint. Die Arbeitskraft zählt nur als gesellschaftlich notwendige. Die ist insgesamt gesellschaftlich deutlich geringer geworden, weil immer weniger Arbeiter den Reichtum produzieren.
Es ist grundsätzlicher. Du laborierst daran, wie das mit den Wertbestimmungen der Ware Arbeitskraft zusammenpasst. Bei der Bestimmung des Wertes der Arbeitskraft -also auf dieser abstrakten Ebene - kann man sagen, dass die ihren Witz (wie bereits angesprochen) in der Trennung des Reichtums, der durch die Arbeit geschaffen wird, von der Reproduktion der Arbeitskraft hat. Zweitens geht in die Reproduktion der Arbeitskraft das ein, was Marx den notwendigen Umkreis der Lebensmittel nennt. Nun stellt sich heraus, dass das, was den Umkreis der Reproduktion bestimmt, gar nichts Festes ist, sondern eine durch den nützlichen Gebrauch der Arbeitskraft gesellschaftlich bestimmte Größe. Dieser Gebrauch steht aber negativ zum Reproduktionsbedürfnis. Das ist das, was mit Kampfgegenstand gesagt ist. Wenn Marx sagt, dass sich mit der Ware Arbeitskraft alles verändert, wenn sie sich in Lohn verwandelt, dann hat der Lohn nichts mehr damit zu tun, dass der Mensch seine Reproduktionsbedürfnisse hat, sondern dann wird er erstens gebraucht und zweitens wegen des Gebrauchens bezahlt und nicht wegen seiner Reproduktion. Weil er diesen Standpunkt hat, muss er Geld machen. Also muss er darum kämpfen, dass sein Reproduktionsbedarf überhaupt vorkommt. Dann geht es darum, wie er vorkommt, nämlich negativ: Er wird ruiniert durch die Arbeit, der Kapitalist steigert immerzu die Leistung, eignet sich mehr an. Der Wert der Ware Arbeitskraft ist Kampfgegenstand und keine fixe Größe. Wenn das Interesse des Kapitalisten, nur für Gebrauch zu bezahlen, darauf bezogen wird, dass "der Kapitalist selbst mit der Reservearmee den Hebel stiftet" (Marx), um den Lohn in den ihm genehmen Schranken zu halten, dann ist eben Wert der Ware Arbeitskraft und wie er ausfällt eine abhängige Variable vom Stand, vom Verlauf dieser Konkurrenz. Von da her kann man sagen, dass 5 Millionen Arbeitslose ein Stück Zerstörung der Arbeiterklasse sind. Marx sagt nicht, der Wert der Arbeitskraft ist eine fixe Größe sondern ein Verhältnis von Verausgabung und Reproduktionskosten. Dieses Verhältnis macht den ganzen Witz aus. Es ist eine negative Trennung.
So ist auch der eingangs zitierte Artikel (GEGENSTANDPUNKT 1-04, Seite 126) aufgebaut. Er beschreibt das generelle Verhältnis von Erlös und Lohnkosten und erwähnt dann den Übergang von diesem Verhältnis zu dessen Fixierung in der Konstruktion der Arbeitslöhne als Zeit- und Stücklohn; geht dann weiter mit den Verhandlungspositionen beider Seiten, wie die das Verhältnis verschieben. Da merkt man auch, dass es kein festes Gesetz gibt, das die Arbeiter ökonomisch retten würde. Es gibt auch keine juristische Schranke, weil alles Verhandlungssache ist. Dann geht es erst weiter mit den Techniken der Vermehrung kapitalistischen Reichtums. Davon gibt es zwei, die direkte Senkung der Lohnkosten und die anteilige Senkung der Lohnkosten mit Hilfe des technischen Fortschritts.
Das gehört auch zur bürgerlichen Gesellschaft, dass etwas Vernünftiges zu vertreten, dass Arbeit eine Mühe ist und weniger davon besser ist, der absolute Außenseiterstandpunkt ist. Da hat sich z. B. zur letzten Europa-Wahl eine 0,5%-Partei mit der Parole aufgestellt: Arbeit ist Scheiße, lasst uns fauler sein o. Ä.
- Das Vernünftigste ist in dieser Gesellschaft bestenfalls ein Sponti-Scherz.
Je seriöser es wird, desto härter wird die Gleichung (die schon einmal angesprochen wurde) mit Verzicht.
Man sieht, das ist nicht bloß eine Ideologie, sondern ein handfestes Verhältnis. Weniger arbeiten = Verzicht. Auf der anderen Seite bleibt ja die Mehrarbeit. Es gibt die Sponti-Vorstellung, weil praktisch genau das Gegenteil gültig ist.
Darauf kommt es gerade an, dass man es sich hin und wieder klar macht, dass die ganze Arbeitswertlehre von Marx eine Denunziation des kapitalistischen Arbeitsverhältnisses ist und keine Hinter-dem-Rücken-Theorie, was das eigentliche Bewegungsgesetz sei. Klar ist es das Bewegungsgesetz, aber sie legt immer den Finger darauf, dass es z. B. zum Grundbestand der bürgerlichen Öffentlichkeit gehört, Arbeitslosigkeit zu beklagen. Man kann keine Zeitung aufschlagen, ohne angejammert zu werden, wie redlich einer Arbeit sucht und doch keine bekommt. Ein einziges Gejammer mit der Botschaft: So geht es zu! Das ist offenbar jetzt die Normalität. Dieses Gejammer ist eine Art und Weise, in der Demokratie Normalität und - theoretisch wie praktisch - Gewohnheiten zu erzeugen. Was mit dem Gejammer anfängt, geht mit dem Aldi-Warenkorb für die vierte Woche des Arbeitslosenhilfeempfängers weiter. Dann wird empfohlen: Bei uns werden Sie auch noch in der vierten Woche satt. Jede Woche zu Aldi, dann kommt man über die Runden = die theoretische Gewöhnung daran, wie es hierzulande heutzutage zu geht, ist ein Teil der praktischen Eingewöhnung der Gesellschaft an Zustände von 340€-Typen; dass man selber eine Chance hat, dazuzugehören oder dass man die zu Nachbarn hat. Das gibt es jetzt, und wenn's das schon gibt, dann muss man schauen, ob man über die Runden kommt, wie groß die Wohnung sein darf … Dann gibt es eine neue Sorte Skandal, an die man vor einem Monat noch nicht gedacht hat: Die ganze Nation erregt sich darüber, ob die Berater für Arbeitslosengeld II Buschzulage bekommen dürfen. Was da schon alles unterstellt ist, wenn man sich darüber aufregt!? Die Lösung heißt nämlich, dass die Zonis die Zonis beraten (die ihnen noch das Hefekuchenrezept mitgeben, das man mit 3,50 € hinbringt), dann ist die Welt in Ordnung.
- Das bedient das Gerechtigkeitsempfinden.
Ein Gerechtigkeitsempfinden aufbringen als Skandal und dann bedienen - mit einem Skandal und seiner Auflösung bedienen. Das ist die Gewöhnung an neue soziale Verhältnisse.
Dazu sagt Marx, dass das alles kein Wunder ist, denn das liegt an der Definition von Reichtum in der Gesellschaft. Das liegt daran, dass Reichtum hierzulande in Geld bemessen ist. Was so unscheinbar mit Geld anfängt, schließt all diese Verrücktheiten ein, ganz prinzipiell Gegensatz gegen die Bedürfnisse, bedeutet die Subsumtion von Nutzen unter Geld-Verdienen. Dann ist man bei den Gesetzen des Geldverdienens.
Der Artikel ist ein gewagter Versuch, die Tarifauseinandersetzungen einmal anders zu nehmen; nicht daran herum zu argumentieren, wie Unternehmer und Gewerkschaften blamabel damit umspringen, sondern einmal zu sagen: "Hier lernt man etwas über den Kapitalismus, seine Absurditäten und Gemeinheiten, wie der Reichtum hier beschaffen ist und wie deswegen die Auseinandersetzungen ausfallen."
Eine Schwierigkeit, die man sich mit dem Artikel nicht machen sollte, die aber offenbar eine große Rolle gespielt hat - zumindest im Hinterkopf bei einigen mitgeschwungen ist -, ist die Frage: "Wie steht denn das zu dem, was bei Marx zur Grundrente steht?" Das sollte man lieber ganz herauslassen. Hier ist der Versuch gemacht, das Thema anders herum zu behandeln. Dieser Artikel läuft parallel zu dem Begriff der Konkurrenz der Kapitalisten - wer das einmal durchgemacht hat, weiß wie das geht -, hier die Konkurrenz der Bauern. Hier wird behauptet, dass ein eigentümlicher kapitalistischer Stand, eine eigentümliche Mannschaft konkurriert, wie auch sonst Kapitalisten konkurrieren, ihre Konkurrenzmittel, Konkurrenzergebnisse und Probleme jedoch anders ausfallen und zwar notwendigerweise. Es heißt nicht, dass der Bauer immer hinten herunterfällt, sondern hier wird erstens gesagt, dass dies notwendig ist, und zweitens, welche Fortschritte darüber zustande kommen, welchen Gang seine Konkurrenz notwendigerweise geht und was deren Ergebnis ist. Marx ist dabei herausgelassen.
Es gibt eine Weise, diese beiden Ebenen zu vermischen, die das Verständnis des Artikels verhindert.
- Ein Problem mit dem Argument zum Umschlag. Es wird gesagt, es gibt einen Widerspruch zwischen dem, womit der Bauer sein Geschäft machen will, nämlich einem Naturprodukt, und der kapitalistischen Notwendigkeit des Umschlags, weil das Naturprodukt dazu quer steht und sich auch nicht mit den Produktionsmethoden einfach steuern oder verändern lässt. Dazu gab es in der Diskussion verschiedene Argumente. Erstens: Das Problem des Umschlags gibt es in der Industrie doch auch, siehe z. B. Werften. Es gibt Prozesse, die sich dadurch auszeichnen, dass das Kapital beständig verausgabt werden muss, die Rückflüsse aber genauso periodisch, diskontinuierlich in größeren Abständen anfallen. Zweitens: Gilt dann dieser Widerspruch - so massiv, wie er hier steht - nicht nur, wenn man unterstellt, dass der bäuerliche Betrieb eben diese Sorte Kleinbetrieb ist, denn im Fortgang des Artikels wird der Widerspruch beständig relativiert. In Punkt 2 heißt es, die Vergrößerung bereits, die der Bauer inszeniert, relativiert das Problem des Umschlags. Die Produktivitätssteigerung relativiert, wenn Wissenschaft und Technik den Produktionsprozess ergreifen und gegen die sperrigen Natureigenschaften des Produktes vorgehen, dies ebenfalls. Und am Ende des Artikels hat man den Bauernstand dann sortiert in welche, die nach wie vor als Kleinbauern in Geldnot sind, und andere, die auf dem Weltmarkt ihr Geschäft machen. Mit diesen Problemen haben wir uns herumgeschlagen. Beim letzten Punkt haben wir gesagt: Dass im Verlauf des Artikels der Widerspruch relativiert wird, bestätigt, dass er anfangs gilt.
Gut. Um eine Sache zu relativieren, muss es sie erst einmal geben. Der Widerspruch gilt nicht nur am Anfang, sondern die Relativierungen müssen ständig betrieben werden. Das ist ja auch nicht mit einem Male vorbei. Die Bauern reproduzieren den Widerspruch auch, deshalb ist z. B. die Vergrößerung und Perfektionierung des Betriebes nie fertig. Auf jeder erreichten Stufenleiter schlägt die Konkurrenz der Bauern wieder zu, und sie müssen sich von Neuem wieder mit dem Drangsal auseinander setzen.
- Bei den Werften ist eine Verwechselung gemacht worden von langer Umschlagszeit zu der Art und Weise der Umschlagszeit beim Bauern. Das Argument ist da, dass es sich um einen natürlichen Prozess handelt, auf den der Bauer keinen Einfluss nehmen kann. Es dauert halt lange, bis das Schiff fertig ist, und die Kapitalisten tun alles dafür, damit es zukünftig schneller geht. Der Bauer dagegen muss zuschauen, wie das Getreide wächst.
Methodisch gesagt, es ist kein Einwand gegen ein Urteil darüber, wie es bei den Bauern zugeht, wenn man sagt, dass man so ähnliche Fälle auch woanders kennt. Erst einmal ist es hier die Kennzeichnung einer ganzen kapitalistischen Sphäre. Zweitens heißt es ja nicht einfach, sie haben ein Umschlagsproblem mit Kontinuität und Dauer und damit, dass Produktionsperiode und Arbeitsperiode auseinander fallen usw., sondern es wird hier gesagt, dass das an der Besonderheit, der Verrücktheit liegt, dass ausgerechnet Naturprozesse im Kapitalismus ein Problemfall sind. In einer Gesellschaft, die sich eigentlich durch die Beherrschung der Natur auszeichnet, die sich ansonsten von allem frei gemacht hat, ist eben dort, wo der Wachstumsprozess der Natur noch eine Rolle spielt, dieser ein Riesen-Handicap. Die Bauern haben das Umschlagproblem aus dem eigentümlichen Grund, und es gibt deshalb eine eigentümliche Verlaufsform und einen Umgang damit. Die Mittel, mit diesem Problem fertig zu werden, fallen gar nicht so einfach aus. Sie können nicht einfach auf etwas anderes umsteigen, weil dieses Handicap bleibt.
- Durch das natürliche Wachstum wird quasi ein Stück Reichtum von der Natur geliefert - und genau das ist das Problem.
Es wurde gesagt, dass es ein Naturprozess ist, während das andere ein technischer Fertigungsprozess ist, und dass da der entscheidende Unterschied liegt. Das ist richtig. Wenn das ganze benannt wird als Umschlagszeit, was schlägt da eigentlich um?
- Umschlagen tut das, was der Bauer für Saatgut, Maschinen usw. vorschießt, plus dem, was der Bauer für die eigene Reproduktion der Arbeitskraft braucht, bis er im nächsten Jahr irgend etwas bekommt.
Das ist doch das Verrückte. Der tritt doch gerade nicht an als Kapitalist, der einen Vorschuss tätigt und die Größe seines Vorschusses an der Dauer des Umschlags bemisst. Denn wenn er das nicht macht, kann er sein Geschäft gleich lassen. Bei dem langen Umschlag in der Schiffsproduktion ist der Ausgangspunkt ein Kapital, das so dimensioniert und berechnet ist, dass es diese Umschlagszeit auch aushält. Dass das schief gehen kann; dass das vielleicht für die Nachfrage nach besonders schönen Schiffen so viel Kapitalbedarf weckt, dass das nur zustande kommt, wenn man eine betrügerische Aktiengesellschaft macht; dass man für einen Suez-Kanal lauter Kleinrentner schröpfen und betrügen muss, damit das Kapital zustande kommt; dass der Staat Steuergelder dazu tut oder wenigstens für das Finanzkapital gerade steht, das alles ist der Ausgangspunkt des Umschlags. Das kann schief gehen, wenn dann doch nicht so viele Züge durch den Tunnel nach London fahren - dann schlägt das Kapital nicht nur sehr langsam, sondern letztlich überhaupt nicht gescheit um, und die Aktien sind bloß noch 30 Cent statt 20 € Wert. Aber dann ist es das Kapital, das umschlägt. Der Bauer, wenn man sich den einmal als Figur vorstellt, geht an sein Geschäft heran nicht, indem er seinen Vorschuss nachzählt und sich fragt, ob er sich das leisten kann, sondern es schlägt gewissermaßen dessen Lebensjahr um. Der muss schauen, dass er über die Runden kommt, er sein Vieh füttert, seine Familie durchbringt, Schäden durch Unwetter repariert usw., bis dann die Ernte verkauft ist. Da ist von vornherein die Verrücktheit, dass er sein Geschäft gar nicht als Kapitalist anfängt.
- Denn dann würde er die Finger davon lassen.
Eben, deswegen lässt ja auch das Kapital wohlweislich fürs Erste die Finger davon. Jetzt gibt es halt diesen Stand. Bei der Frage, was das für ein Umschlagsprozess ist, ist dies eben Gesagte gleich dazuzudenken. Der Bauer muss seine Ernährung selber als Kosten kalkulieren, die er sich gewissermaßen aufs Jahr vorschießt mit nichts im Hintergrund als den Grund und Boden, den er bebaut hat, und den Maschinen und der Familie, mit denen er ihn bebaut hat. Prompt ist alles das, womit er ihn bebaut hat, schon wieder etwas, das er, als wäre er Kapitalist, erst einmal vorfinanzieren muss - alles im Hinblick darauf, dass irgendwann der Jahresablauf ihm eine Ernte einspielt, die er dann erst noch verkaufen muss.
Der Bauer ist für die Weise seines Produzierens, nämlich für Geld zu produzieren, Geld vorzuschießen, um Geld einzunehmen, denkbar schlecht gerüstet. Er selber ist Kost für den eigenen Betrieb. Er ist mit seinen Mitteln und Bedürfnissen der Ausgangspunkt der Zirkulation, des Umschlags, und nicht ein Eigentümer, der Teile seines Kapitals in irgendeine riskante Sphäre steckt.
Die andere Seite der Besonderheit beim Umschlag, auf die hier Wert gelegt wird, ist ja nicht bloß, dass es halt dauert, bis das Zeug wächst - so ungefähr genauso, wie die Schiffsproduktion ihre zwei Jahre dauert -, sondern die andere Seite vom Wachsen ist die Eigentümlichkeit seiner Ware. Das Beschleunigen, das Verbessern des Umschlags, damit er mehr oder schneller verkauft, alle diese Mittel stehen ihm nicht zur Verfügung - das Diskontinuierliche ist gleichbedeutend damit, dass er ein besonderes Marktproblem hat. Er muss verkaufen, er kann sich gar nicht nach dem Markt richten, wann er wie am besten verkauft. Kapitalisten im Schiffbau gehen genau andersherum damit um; sie regeln das Verkaufen vorher. Sie bauen nur nach vorweg geregelten Bedingungen. Damit steht ihre Kalkulation, das Prinzip fest; jetzt heißt es, im Akkord möglichst günstig und schnell das Schiff fertig zu stellen, weil das ihre Umschlagsbeschleunigung, ihr Gewinnmittel ist. Zum Umschlag gehört auch, wie der Produzent am Markt dasteht, wie er verkauft. Eben mit dem Sonderproblem: Er muss verkaufen und verkauft deswegen schlecht.
Das ‚Muss' ist die Härte, er muss ja davon leben. Im ersten Abschnitt steht, dass Geldmangel der Ausgangspunkt ist, nicht anlagewilliges Kapital. Und Geldmangel bleibt die Begleiterscheinung seines Jahreablaufes. Verkaufen muss er, weil er das Geld braucht, um seine aufgelaufenen Schulden einmal zu begleichen und seinen Vorschuss zurückzubekommen, und er muss verkaufen, weil vom Ausgangspunkt her seine Produkte nicht beliebig haltbar zu machen sind. Später kommt man schon noch auf die Mittel, die Haltbarkeit zu verlängern, doch die sind i. d. R. wieder gar nicht seine. Das gehört dann wieder zu den Momenten der Relativierung seiner Drangsal.
Der Preis, zu dem der Bauer seine Produkte verkaufen kann und muss, wird ihm auf dem Markt vordiktiert. Das ist der Ausgangspunkt für die Notwendigkeit oder das Interesse. Auch beim Bauern fallen Notwendigkeit und Interesse zusammen: "Wenn ich mehr verdienen will, muss ich mehr produzieren."
- Einfach mehr produzieren, geht aber nicht. Es gibt verschiedene Kontingente, die eine Erhöhung der Produktion nicht zulassen. Und z. B. bei Schweinen muss er seine Gülle loswerden, dazu muss er erst einmal Land zur Verfügung haben, wo er sie ausbringen kann.
Damit ist man aber schon bei Bedingungen, die auf staatliche Festsetzungen zurückgehen. Der Artikel ist hier Stück um Stück aufgebaut, in dem zunächst die ökonomischen Bestimmungen des Bauern gesammelt sind. Auf der Grundlage gibt es dann eine Notwendigkeit, dass der Staat sich einmischt. Und dessen Einmischung beinhaltet dann solche Ermächtigungen und Restriktionen. Die Milchquote enthält das Moment von Zusage an den Bauern, nämlich einen Mindestgarantiepreis, und eine Beschränkung, dass dieser Garantiepreis nämlich nur für die bestimmte Milchmenge gilt. Was den Artikel betrifft, ist man damit schon in einem sehr späten Kapitel, weil in der Ableitung, die hier vorliegt, dann schon der Staat eingemischt ist.
- Ich will darauf abstellen, dass die Produktionsweise des Bauern anders ist als z. B. die in der Automobilindustrie: Wenn einer mehr absetzen kann, dann produziert er halt mehr - möglicherweise auch einmal zu viel an Autos.
Das ist dann eine Frage der Kapitalgröße und wie man über die disponiert. So planen kapitalistische Unternehmen ihren Markt. Hier sind wir erst einmal bei dem Punkt: Der Bauer ist mit seinem Eigentum und seiner Arbeitskraft zu einer Analogie zum Kapitalisten verurteilt und bewerkstelligt damit so etwas wie einen Umschlag, der wie eine Karikatur eines kapitalistischen Umschlags ist, weil er vom Mangel statt von anlagewilligem Kapital ausgeht. Dann ist der Umschlag selber mit den Fährnissen der Natur ausgestattet, anstatt dass er irgendwie im Griff der Technologie ist. Dann ist er mit seinem Produkt endlich am Markt und sieht sich dort schon in einer anderen Weise als ein normaler Kapitalist zum Verkauf genötigt, einmal nämlich wegen all dessen, was er bis zu diesem Punkt schon veranstaltet hat, eine Zirkulation auf der Basis von Geldmangel. Jetzt muss er verkaufen, damit er das Geld hereinbekommt. Und zum anderen muss er verkaufen, weil er über eine relativ verderbliche Ware verfügt. Außerdem besteht er, der Bauer, aus einer Vielzahl von miteinander konkurrierenden Bauern, die, je besser ihr Ertrag ausfällt, sich wechselseitig die Preise kaputt machen. Das muss man erst einmal festhalten, bevor hinterher der Staat sagt: "Gut, ich garantiere einen Preis, aber nur für soundso viel."
- Dann stellt sich doch praktisch an dem Preis das Gleiche heraus: Der Preis schaut zwar aus wie eine Analogie zu den Kapitalisten, ist es aber gar nicht. In Punkt 1 geht es doch so: Der Bauer bringt sämtliche kapitalistischen Techniken zum Einsatz, er vergrößert, wird produktiver, endet aber immer damit zu sagen, es erweist sich, dass er auch mit dieser Methode eigentlich keinen Gewinn macht. Er kommt aus dem Geldmangel nicht heraus. Dann steht man doch vor dem Paradox, dass er produziert, verkauft, aber der Preis ist gar nicht das Mittel für ihn, um einen Überschuss zu realisieren.
Er ist das Mittel für ihn, um den Umschlag überhaupt zu vollenden und seine Reproduktion zu sichern; er ist auch das Mittel, sich der nächsten Notwendigkeit zu stellen - oder der Fortsetzung seines Interesses. Damit er nämlich einmal aus dieser ewigen Drangsal herauskommt, zieht er einen Schluss, er vergrößert seinen Betrieb. So, das steht jetzt wieder unter derselben Prämisse wie zuvor, dafür langt ihm erst einmal das Geld nicht. Da reproduziert sich die Notwendigkeit oder das Dilemma von vorher als Mittel, ihm zu entkommen. Der Bauer strickt eine Masche nach der anderen an seiner Analogie zum Kapitalisten: Das bebaute Land wird größer, dann muss er mit der Mehrarbeit fertig werden, dann muss er effektivere Produktionsmittel anschaffen. Während der Kapitalist produktivere Produktionsmittel einsetzt, um bezahlte Arbeit einzusparen ("Rationalisierung"), beschafft sich der Bauer effektivere Produktionsmittel, um seine Arbeit produktiver zu machen, damit er mit dem vergrößerten Aufwand fertig wird, den er in Angriff genommen hat, um sein Einkommen zu verbessern. Jeder neue Versuch wirft ihn - auf höherer Stufenleiter muss man schon sagen - in seine prekäre Existenzlage zurück. Das heißt nicht, dass es notwendigerweise allen Bauern schlecht geht. Aber die prekäre Existenzlage und jede Maßnahme, der zu entkommen, reproduziert auf höherer Stufenleiter sowohl sein Einkommen wie das Prekäre. Dann macht er irgendwann Schulden - die macht er schon, damit er überhaupt das Jahr über die Runden kommt -, er verpfändet z. B. die Ernte, die er noch gar nicht hat. Dann macht er Schulden, um seinen Betrieb zu vergrößern; dann macht er Schulden, um mit seiner Produktivkraft mit der Vergrößerung seines Hofes Schritt zu halten; dann macht er Schulden, um eine Diversifizierung hinzubekommen, um sich von gewissen naturbedingten Abhängigkeiten frei zu machen usw.
Der Gang des Artikels ist ja nicht bloß zu sagen, der Bauer macht das, und dann reproduziert sich seine Ausgangslage auf höherer Stufenleiter, sondern an dem, was er da macht, zeigen sich die Besonderheiten seines Produktionsverhältnisses, seiner Produktionsmittel, seiner Arbeit, also des Zusammenwirkens von Produktionsmittel und Arbeit nach beiden Seiten hin. Da heißt es, zu seinen Produktionsmitteln gehört Boden mit dieser Eigentümlichkeit und die Kombination mit der eigenen Arbeit - beides ist sein Handicap.
- Ein Bild für die Not des Bauern. Von früher kenne ich das noch aus den Dörfern, dass die Bauern im Konsum anschreiben durften. Sie haben ein Heft gehabt, in dem jeder Einkauf notiert wurde, und wenn sie halt Geld hatten, z. B. nach der Ernte, wurde bezahlt.
Und die generelle Fassung davon heißt, sie sind verschuldet und zwar in einer Art und Weise, die schon wieder ihre Besonderheit hat, dass sie laufend mit der Bewältigung von Geldproblemen beschäftigt sind - das ist ihre Form von Kapitalmangel. Sie sind laufend zu Formen der Verschuldung gezwungen, die ihnen die Rechnung mit Schulden aufnötigt, und zwar nicht mit laufend nützlich gemachten, sondern mit welchen, die immerzu existenzgefährdend sind.
- Beim Erweitern trifft der Bauer wie auch der Kapitalist auf das Problem, sich verschulden zu müssen. Der Unterschied besteht doch für den Bauern darin, dass, wenn er sich mehr Grund damit besorgt, dies eine Voraussetzung für seine Produktion ist, kein Mittel. Er ist dann wieder am Anfang: Er muss schauen, ob das Zeug wächst. Aber indem er sich verschuldet, hat er eben nicht die Garantie, dass er sich damit eine neue Maschine hingestellt hat, die ein entsprechendes neues Verhältnis der Produktion aufweist, wie dies bei seinen Konkurrenten gang und gäbe ist. Der Bauern hat mit seinem neuen Boden nur eine Voraussetzung.
- Ich verstehe den Unterschied nicht. Er braucht doch den Boden, pflanzt auf ihm etwas an. Es ist doch ein Produktionsmittel.
- Wenn er den Boden bearbeitet, braucht der Bauer Produktionsmittel. Ansonsten ist der Boden dazu da, dass darauf etwas wächst. Der Kapitalist muss seine Fabrik auch irgendwo draufstellen, aber für ihn ist dies marginal.
Dieser Teil der Debatte bezieht sich jetzt auf die Bemerkungen auf S. 93, unten. Was ist mit diesem ‚ver-' und ‚be-' usw. los? Das ist genau eine der Klippen. Was erwirbt der Bauer, wenn er den Boden erwirbt?
- Ich meine, er erwirbt beides, Produktionsmittel und Produktionsbedingung.
- Er erwirbt ein Stück Natur, das nicht wie ein Produktionsmittel einen Wert hat, der sukzessive auf den Wert der Waren übertragen wird. Insofern ist der Boden eine notwendige Produktionsvoraussetzung, aber das Handicap dieser Natur ist eben, dass es die Geldausgabe, die es gekostet hat, nicht als Wert enthält und insofern nicht auf die Naturprodukte überträgt.
Genau, weil in der Konkurrenz der Bauern sich der Unterschied, ob der Boden von der Oma geerbt wurde und gar nicht im Produktenpreis veranschlagt werden muss, oder er für soundso viel Euro im Jahr von einem Geldschneider gepachtet ist und eigentlich im Produktionspreis veranschlagt werden müsste, herauskürzt. Auf diesen Unterschied nimmt der Markt, also die Gestaltung des Preises wegen der Konkurrenz der Bauern keine Rücksicht.
- Das ist das Konkurrenzargument. Dieser Punkt erscheint mir schwierig, weil das, was da drüber steht, dass er ihn erhält, nicht veräußert, mich an die Marktargumente erinnert. Ich dachte, die Erklärung geht über das Recht. Der Bauer kauft ein Recht, das man vergleichen kann wie einen Gewerbeschein, eine UMTS-Lizenz.
Ja. Die Steuern gehen auch nicht in den Wert des Produktes ein; sie sind Abzug vom Überschuss.
Was man aus diesem Recht macht, das ergibt, was er am Markt dann auch erzielen kann, nämlich was er noch an lohnendem Aufwand treibt, der ihn in ein besseres Verhältnis zur Konkurrenz in der Konkurrenz gegen andere stellt. Aber das, was er für den Boden aufwenden muss, oder zufälligerweise gerade nicht aufwenden muss, diese Kost der Erweiterung ist eben kein Beitrag zum Sich-besser-am-Markt-Stellen. Man kann auch umgekehrt sagen, jedes Mal, wenn es ums Erweitern geht, stellt sich die Frage, was das zusätzlich an Boden kostet. Aber dies, was das zusätzlich an Boden kostet, hat mit dem, was er auf dem Boden an Mehr zustande bringt und wie er damit in der Konkurrenz dasteht, nichts tu tun; im Gegenteil, eigentlich verteuert es bloß sein Produzieren, um diesen Preis dafür, dass er überhaupt das Recht hat, über mehr Boden zu verfügen.
- Muss man dann aber nicht sagen, dass, ob der Preis des Bodens in die Ware eingeht, davon abhängt, mal ja, mal nein. Mal zahlt der Käufer einen Teil davon, mal auch nicht.
Deswegen gehen sie ja auch auf den Bauernmarkt und hauen die Städter übers Ohr, damit sich endlich einmal der Preis rentiert. Nur, noch einmal zum Ausgangspunkt zurück, sie sind nicht Herr des Preises, sie müssen verkaufen. Und bei diesem ‚Muss' machen sie sich wechselseitig gnadenlos Konkurrenz, die ganze Macht liegt gewissermaßen auf Seiten des Aufkäufers bis dahin, dass am Ende sogar der Staat eingreifen muss. Mehrprodukt bedeutet sofort Preissenkung, denn auch das muss er ja verkaufen. Das ‚Mehr-verkaufen-Müssen' ist sofort Verschärfung der Konkurrenz, in der er steht, und macht den Vorteil, den er dadurch hat, dass er seinen Grund und Boden vielleicht überhaupt nicht mehr als Pacht verrechnet, weil er ihm schon seit ewigen Zeiten gehört, oder dass dieser Boden ganz ernorm fruchtbar ist, ziemlich weg. Für den Einzelnen ist es vielleicht ein Vorteil, aber insgesamt schlägt das sofort negativ durch auf die Konkurrenz.
- Dass der Preis sinkt, ist in dem Fall ja gerade nicht das Resultat davon, dass er mit dem gesunkenen Preis gegen andere konkurriert, dass er an seinen Produktionskosten etwas gedreht hat, was ihm diesen Preis erlaubt.
Eben, er konkurriert nicht mit gesenkten Produktionskosten. Im Gegenteil, rückblickend, wenn man fragt, woran man das sieht: Jedes Mal wird die Verfügung über Boden als solches zur Kost, wenn ge- oder vererbt wird und irgendeiner ausgezahlt wird, macht sich dies sofort geltend. Er kann nicht auf den Markt gehen und mit dem Hinweis darauf, dass er gerade seinen kleineren Bruder auszahlen musste, diese zusätzliche Kost auf die Preise aufschlagen. Das Recht, Bauer zu bleiben, als Bauer zu agieren, kostet selber etwas und wird als eigentümlicher Posten auf dem Markt ein Problem für ihn, weil andere das eventuell hinter sich haben und als welche agieren, die diesen Recht erworben haben. Immer wenn der Erwerb des Rechts sich als Kost geltend macht, zeigt sich dieses Marktproblem.
Im Artikel kommt dann später noch, dass der Boden die zweite Bestimmung bekommt, Mittel für den Bauern zu sein, um Kredit zu bekommen, und dass das genau die Produktionsgrundlage gefährdet, an der er als Bauer hängt.
Um noch die Analogie daran zu hängen: Was ein Kapitalist oder auch ein Bauer an Zins an die Banken wegzahlt, geht ja auch nicht in die Produktionskosten ein. Wenn ein Kapitalist sagt, er müsse seinen kleinen Bruder auszahlen und müsse dafür Schulden machen, um seinen Betrieb trotzdem fortführen zu können, vergütet ihm das auch keiner in seinem Produktionspreis. Dann muss er halt schauen, dass er dieses Geld aus dem Mehrwert erwirtschaftet. Der Bauer muss schauen, dass er nicht bloß den Kredit für seine Produktionsmittel, sondern auch noch die Auslagen für die Ausweitung seiner Produktion auf neuen Grund und Boden aus seinen Überschüssen erwirtschaftet.
- Ich habe den Unterschied noch nicht zwischen dem Bauern, der Boden als Produktionsvoraussetzung braucht, und dem Kapitalisten, der eine Fabrikhalle benötigt. Bisher habe ich nur herausgehört, dass der Boden unterschiedliche Qualität haben kann und der Bauer damit je nachdem schlechtere oder bessere Voraussetzungen hat.
Auch der Kapitalist muss eine Grundrente abdrücken, aber bei ihm ist schon der ganze Ausgangspunkt ein anderer, und die Ausgaben stehen in einem verschwindenden Verhältnis zu seinem Geschäft und vor allem zur Ausweitung seines Geschäfts. Er benötigt nicht immer mehr Boden für die Ausweitung seines Geschäfts, sondern relativ sogar immer weniger.
- Vor 30 Jahren war es in Amerika schon so, da wurde Landwirtschaft so betrieben, dass der Bauer nicht an seiner Scholle hängt, sondern dass sie quasi wie Nomaden den Boden, den sie gerade gepachtet hatten, ausgenutzt haben, und wenn der nichts mehr hergab, ausgelaugt war, haben sie alles abgebaut und sind woanders hingegangen. Wenn Landwirtschaft auf diese Weise betrieben wird, dann wird doch der Preis für den Boden ganz genauso kalkuliert wie alle anderen Produktionsmittel.
Das soll er einmal machen. Er wird das schon tun, denn er muss mit seiner Rechnung ja klar kommen. Nur, damit tritt er am Markt jetzt an. Die Frage, was ihm der Markt vergütet, ist für ihn, wenn er dort hingeht, eine gegenstandslose Frage, weil er seine Rechnung gemacht hat und irgend etwas erlösen will. Er tritt in Konkurrenz zu den anderen und ist hinterher betrübt, wie wenig er herausgeholt hat, oder stolz darüber, wie viel er herausgeholt hat - das ist die Anarchie der Konkurrenz. Prinzipiell gefragt, was ihm eigentlich in Bezug auf seinen Aufwand fürs Produzieren der Preis vergütet hat, muss man sagen, die Arbeit, die er geleistet hat, und die Produktionsmittel, die er bezahlt hat und die alle seine Konkurrenten auch irgendwie in ihr Produkt hineinstecken müssen, die sind irgendwie durch den Preis abgegolten. Aus demselben Preis hat er natürlich auch den Pachtzins weggezahlt, aber das ist eine Größe, von der man ihrer ökonomischen Natur nach sagen muss, dass sie auf Kosten seiner Reproduktion geht. Sie geht auf Kosten dessen, was er eigentlich für seine Reproduktion erlöst hat, wovon er sich versprochen hat, dass er durch die Ausdehnung seiner Produktion einen Erlös erzielt hat, der ihn von seinen Existenznöten befreit. Und stattdessen stellt sich das Resultat heraus, der wunderbare größere Erlös, den er durch den Verkauf von mehr Produkt erzielt hat, der reproduziert seine Existenznotwendigkeit, durchaus auch die des Sich-Vergrößerns. Warum? Weil er von diesem Erlös immer auch noch eine andere soziale Figur bedienen muss. Um diese Notwendigkeit, dass er immer von seinem Erlös noch eine andere soziale Figur mitbedienen muss, geht es jetzt hier. Wenn man will, einen Schmarotzer. Von all seinen anderen Produktionsmitteln kann er sagen, dass das kein Schmarotzertum ist sondern eine Investition, die sich auszahlt. Von seinem Boden kann er genau dasselbe denken, dass das sein Produktionsmittel ist und es sich auszahlt und wenn es besonders fruchtbar ist umso mehr, aber das, was er dafür wegzahlt, ist die Schmarotzerexistenz des Grundbesitzers. Ob der, der ihm den Grund verkauft oder verpachtet, davon reich wird oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, aber die müßige Existenz des Grundbesitzers ist doch kein Bestandteil des Produktionspreises. Das ist eine Teilung dessen, was er aus seinem Produkt herausholt. Das ist die Analogie zum Zins; eine Analogie, nicht dasselbe. Er schlägt immer noch eine andere soziale Figur mit durch.
- ... das Mittel, sein Einkommen zu erhalten, ist auf ganz andere Ausmaße bei Grund und Boden verwiesen als ein Fabrikant.
- Der Fall war so gelagert, dass der Bauer das Land kauft, ausnutzt und anschließend brach liegen lässt, weil es unbrauchbar geworden ist.
Das macht ja keinen Unterschied. In jedem Fall ist es ein Pachtzins, der nichts anderes zum Inhalt hat als das Recht, diesen Boden zu benutzen. Es ist wie eine Gebühr an den Grundeigentümer - ob das jetzt der Staat ist, der die einzieht, oder ein Privatmensch, ist gleich. Das macht die ökonomische Eigentümlichkeit von Grund und Boden aus, die hier so ausgedrückt ist: Es ist kein Produktionsmittel, das mit in den Vorschuss eingeht, verarbeitet wird, dann gegenständlich verwandelt oder mit seinem Verschleiß im Produkt wieder erscheint und darauf umgerechnet wird usw.
- Der geht halt mit seiner Maschinerie hin und nutzt den Boden aus, nachher ist der Boden untauglich, weil er auslaugt ist.
Das mag schon sein. Das ist ja nicht nur in diesem Ausnahmefall so, sondern im Zuge der Ableitung kommt man auch darauf: der muss, um produzieren zu können, auch in diese Produktionsbedingung Boden Kapital in Form von Dünger, Drainage und derlei reinstecken; das Gelände als solches absorbiert ja auch noch Kapital. Aber der entscheidende Unterschied ist: Was bezahlt er denn da eigentlich? Der bezahlt genaugenommen nicht ein Gut, das ihm als Produktionsmittel gehört, auch wenn er es so verrechnet, sondern er bezahlt den Grundeigentümer - und wenn er selber es in seiner Eigenschaft als sein eigener Eigentümer ist, dann muss er so rechnen und spätestens der kleine Bruder verdirbt ihm die Rechnung.
Der gerade geschilderte Fall ist quasi der Übergang zum nächsten Punkt: Der Bauer steigert die Produktivität und ruiniert dadurch den Boden. Das macht er auch als Eigentümer des Bodens, wenn der brachliegt, dann schädigt er sich als Grundeigentümer. Mehr täte ich da nicht sagen wegen dieser Rechnung. Der Grundsatz gilt jedenfalls nach wie vor, dass er den Boden kaufen muss und deswegen, weil er bloß die Voraussetzung ist, aus ihm erst mal was machen muss und ihn dadurch ruiniert. Das liegt daran, dass der Boden als diese Voraussetzung gleichzeitig die Schranke ist, mit der er so umgeht, dass er sagt, ich kann mir erst mal nicht immer neuen Boden kaufen, sondern ich mache aus dem, den ich habe, was Besseres, und darüber ruiniert er ihn.
"Den Vorteil des Grundeigentums, quasi von selbst als Eigentumsquelle zu dienen, hat er allerdings nicht eingekauft" (S. 93 unten). Genau das Gegenteil ist der Fall: da hat er sich was an Land gezogen, das ihn zur Ablieferung von Geld verpflichtet, zur Erhaltung einer müßigen Klasse.
- Ich möchte noch mal raus auf den Punkt, wo es heißt: Der gesteigerte Ertrag schlägt sich nicht in einem Gewinn nieder, weil eben nicht mehr fremde Arbeit hereingesteckt wird. Er hat das Land erweitert, gekauft oder gepachtet, muss dafür tüchtig was wegnehmen, was seine Bedingungen auch weiter erschwert, er stellt mehr Produkt her, mehr Ertrag, aber in dem gleichen Verhältnis wie vorher. Wenn man das mal vergleicht mit: man stellt sich eine neue Maschine hin, dann ist der Witz doch: Man stellt da ein neues Ausbeutungsverhältnis hin, es wird billigeres Zeug hergestellt, das heißt, es ist weniger Arbeit notwendig, um mehr Produkt zu bekommen - man hat Stückkosten gespart - und das ist das Mittel. Der Bauer hat mit mehr Land erst mal mehr Arbeit und in diesem Verhältnis, wo er mehr fremde Arbeit einsaugt darüber, dass er sich erweitert hat, hat er nichts davon.
Der Bauer kommt an keiner Stelle darum herum, eine Analogie zum Kapitalisten zu machen, aber die Analogie ist immer eine Karikatur. Vergleicht mal Knecht und Lohnarbeiter; der Knecht arbeitet auch gegen Lohn, bloß der Ausgangspunkt der Sache ist ein anderer, der Knecht ist quasi eine Erweiterung der Reproduktion des Bauern, deswegen ist er auch gut durch den Sohn oder die Mägde durch die Tochter ersetzbar, aber wenn die heiratet, braucht er wieder eine Magd und das ist nur ironisch der Übergang zum Ausbeuten, also zum Kapitalisten, der was investiert, auch in v, und schaut, dass er die Lohnstückkosten senkt. Der Bauer kalkuliert letztlich mit Abzügen von seiner Reproduktion, die er für die Erweiterung der Reproduktion (durch Knecht oder Magd) zahlt und nicht mit Lohnstückkosten, die er berechnend senkt. Vielleicht rechnet er am Ende sogar so, aber das ist nicht die ökonomische Wahrheit des Verhältnisses. Der Bauer selber wird eher neben- oder hauptberuflich zum Lohnarbeiter, damit er sein freies Eigentum über die Runden bringt - jedenfalls hier bei uns -, ehe er richtig den Übergang zum Ausbeuter von Lohnarbeitern macht. Das fängt dann sofort auf der nächsten Stufe an. Das fängt schon bei den Leuten an, die sein Getreide abholen, das sind dann Lohnarbeiter in einem Fuhrunternehmen.
- Es ist also nicht die Frage, ob er allein seinen Hof bewirtschaftet oder noch andere Leute einspannt. Selbst wenn er Arbeiter einspannt, tut er nicht dasselbe, was ein Kapitalist tut, weil er nicht kalkuliert mit der Differenz von dem, was er denen zahlt und dem, was die dafür abliefern.
Weil eben der Ausgangspunkt des Ganzen nicht ist: Er hat ein Kapital, das er anwenden will und dafür stellt er Leute ein, sondern er bewerkstelligt seine Reproduktion, sieht sich vor der Notwendigkeit der Ausweitung seiner Selbstausbeutung, kommt irgendwann mit der an eine Schranke und überlegt sich dann, ob sich die Ausweitung für ihn rechnet, wenn er noch einen Knecht dafür einstellt. Natürlich ist das wie eine Analogie zum Lohnarbeiter, wenn der Bauer berechnet, was der ihn kostet und was er ihm bringt, es soll ja eine Erleichterung für seine Reproduktion dabei herauskommen, einen Rückfluss bringen von dem, was er in das Material investiert hat und was er an Pachtzins verausgaben musste. Er macht zwar dieselbe Kosten-Nutzen-Rechnung wie der Kapitalist, aber der Ausgangspunkt und die ganzen Probleme des Umschlags sind genau dieselben wie bei seiner Selbstausbeutung.
Die Analogie zur schönen Story vom Tellerwäscher zum Millionär gibt es für den Bauern nicht, es sei denn, wenn sie als Bauer zugleich Grundeigentümer sind, dann hängt es von Lage, staatlichem Vorhaben und dem Gang des Kapitalismus woanders ab, dass sie als Grundeigentümer zu was kommen, aber dann hören sie auch auf, Bauer zu sein.
Noch mal zu dem Beispiel, die Produktivitätsausweitung erfordert Mittel, zurückbezogen auf die Ausgangsfrage, ob das mit dem Umschlag beim Bauern so was Besonderes ist. Da zeigt sich doch, je mehr Aufwand er betreibt, umso mehr macht sich das Problem geltend, dass der Wachstumsprozess und deswegen der Umschlag seine eigenen Gesetze hat, mit denen umgegangen wird mittels Genossenschaften, die Geräte vermieten, oder Gemeinschaften, die einen gemeinsamen Traktor erwerben, aber da sieht man, dass ein Aufwand getrieben wird, der sich durch den Umschlag nie so ohne weiteres rechtfertigt, das Kapital fließt nicht ordentlich zurück, weil es eben kein ordentliches Kapital ist - das ist der Grund und nicht der langfristige Vorschuss, den es bei anderen Kapitalen manchmal auch gibt.
Noch mal zu dem, die Steigerung der Produktivität der Arbeit des Bauern lohnt sich wegen der Konkurrenz der Bauern so wenig: Da gibt es eine interessante volkswirtschaftliche Gesamtrechengröße, die darauf Bezug nimmt. Man muss sich nur mal fragen, wie kommt es dazu, dass ganze Nationen den Stand ihrer kapitalistischen Entwicklung am prozentualen Anteil der Bauernbevölkerung ebenso wie des Sektors Landwirtschaft an ihrem Bruttosozialprodukt berechnen, und zwar ausgerechnet so: je weniger das zählt, also je geringer der Anteil des landwirtschaftlichen Produkts am Bruttosozialprodukt, desto kapitalistisch entwickelter ist das Land. Es ist beim Bauern eben nicht so, dass Produktivitätssteigerung diesem neue Märkte erschließt, über die der Bauernstand so expandieren könnte, wie sich eine Maschinenfabrik mit ihrem Erfolg immer neue Betätigungsfelder erschließt. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, zu sagen: wenn man endlich nicht mehr so viele Maschinen braucht oder wenn die Autos mal so lange halten, dass man kaum noch neue produzieren muss, dann sei das ein Index für den gesellschaftlichen Fortschritt; denn das wäre ein Index für den kapitalistischen Rückschritt. Aber dass man vom Wert des Produkts des Bauern immer weniger zusammenzählt in der Gesellschaft, ist ein handfester Indikator des kapitalistischen Fortschritts einer Nation, Bauernlegen ist Fortschrittsmittel und Zeichen dafür, dass er gelingt.
- Die Nazis waren der Ansicht: wir müssen uns selbst ernähren können, sonst können wir keinen Krieg führen.
Das ist durchaus ein Indikator für eine noch nicht so perfekte Entwicklung der Produktivkräfte, da ist Ernährung noch so richtig als nationales Problem gewürdigt; den Stand hat der Kapitalismus heute für die kapitalistisch entwickelten Länder überwunden. Die Konkurrenz gestattet eben nicht, dass mit der Ausdehnung der Produktion, die ein Bauer zustande bringt, eine Vermehrung des Erlöses zustande kommt - für ihn schon, aber nicht für diesen Sektor. (Siehe dazu S. 95, Absatz vor dem 4. Abschnitt).
Die Bauern, die selber wie Kapitalisten rechnen, leisten für die Gesellschaft unbezahlte Mehrarbeit, die sich angeeignet wird. Sie sind nicht die Nutznießer des Aufwands, den sie treiben, sondern - am Ende hat es immer den Charakter - sie sparen an sich selber und ersparen damit der Gesellschaft Aufwand, erstens, indem sie die Produktivität erhöhen, zweitens durch den ständig nicht nach normalen Reproduktionsgrundsätzen berechneten Aufwand, in den sie sich selber einrechnen, also was sie kosten. Am Ende geht der ganze bäuerliche Betrieb immer mit Sparen an sich selber und Nicht-Einrechnen des Aufwands, den man selber als Arbeitskraft am eigenen Eigentum treibt.
- Die Landwirtschaft ist nicht mehr der nationale Nährstand, als der sie einmal installiert worden ist, jetzt ist sie hochentwickelt und weltmarktfähig, wieso wird sie trotzdem noch subventioniert?
Die Auskunft in dem Artikel ist: Mit der Bestimmung ‚Subventionierung' ist das Verhältnis, das da vorliegt, vielleicht nicht richtig getroffen, weil Subventionierung so tut, als ob da eine normale kapitalistische Rechnung vorliegt, aber hier ist die Subventionierung ja ein Dauerverhältnis. Der Staat mit seinem Umgang mit den Bauern ist Kronzeuge all der Besonderheiten, die für den Bauern angegeben sind, nämlich dass der mit seinen Mitteln der Konkurrenz und mit seiner Konkurrenz zwar vielleicht zum Geschäft anderer Sphären einiges beiträgt, aber selber als Geschäftsfigur laufend bedroht ist und am Markt nicht bestehen kann. Dass welche von den Bauern bestehen könnten, wäre zugleich verbunden mit einer Ruinierung der übrigen Bauern und mit einem Auf und Ab der Konjunkturen dieser Sphäre, das hinderlich für den Kapitalismus wäre. Marx sagte dazu, dass es das Problem der Landwirtschaft sei, dass sie immer den Konjunkturen des Kapitals hinterherhinkt: Wenn das Zeug gebraucht wird, wird das zum Anreiz, das zu produzieren, und bis das produziert ist, ist der Stand des Kapitals anders und es braucht diese Rohstoffe nicht mehr - es gibt (unverkäuflichen) Überschuss und Preisverfall - und das Kapitalverhältnis, der vom Staat verwaltete Standort, leidet darunter. Diese Sphäre als kapitalistisch nützliche Sphäre der Lieferung von Naturstoffen für das Verfuttern und für das kapitalistische Produzieren bekommt vom Staat garantiert, dass sie kontinuierlich und konjunkturunabhängig funktioniert. Das wird vom Staat laufend gemacht. Dazu gehört auch, dass er bestimmte Überschüsse produzieren lässt, die sozusagen der gebrauchswertmäßige Preis dafür sind, dass die Kontinuität funktioniert. Das heißt, der Staat regelt den Markt der Bauern so, dass sie überhaupt diese Mittel einsetzen können, dass sie so etwas wie einen halbwegs verlässlichen Markt haben, wo Wachstum nicht gleich ruinös ist und gegen die Berechnungen ausschlägt. Er garantiert Absatz zu einem bestimmten Preis, er ist damit eine Größe, die in diese Rechnung eingeht. Zugleich ist er das modifizierende Element, das den Bauern die Rechnungsweisen und den Ertrag oder die Konkurrenzbedingungen ihres Wachstums und ihrer Produktivitätssteigerung aufnötigt. Und er lässt das nicht bleiben, weil es für diese Sphäre offensichtlich nicht anders geht. Dass das für den Staat als Kost auftritt, ist ja sein ständiger Stachel zu prüfen, ob es das noch braucht, und in dem Maße, wie die Sphäre vorankommt, erspart er sich ja auch die Kosten. Das ist die Leistung des Fortschritts, dass die gesellschaftlichen Kosten, die diese Sphäre für den Staat aufwirft, nicht als Kost anfallen, sondern laufend erspart und auf dem Weltmarkt als Plus erwirtschaftet werden. Die Landwirtschaft ist von ihrer Funktion als Nährstand der Nation zu einem Teil des nationalen Standorts geworden, der zu dessen Reichtum beiträgt, indem er als ersparte Kost, als eine sich relativierende Größe gegenüber dem Wachstum in anderen Sphären seinen Dienst tut.
- Man sollte das ganze nicht zu sehr vom einzelnen Bauern her aufziehen, der eine rationelle Betriebsgröße für die heutigen Verhältnisse hat. Die gehen in der Regel doch alle drauf, denn unsere Ernährung ist ja nicht gefährdet… Es haben schon Millionen aufgegeben und es werden noch mehr aufgeben, man will das nur nicht so deutlich sagen.
Diese Sphäre ordnet sich kapitalistisch ein, indem sie im Verhältnis zum Wachstum des Kapitals eines Standorts zu einer insgesamt verschwindenden Größe wird, zu einem Beitrag, der sich in einem immer geringeren Verhältnis rechnet. Zweitens heißt das aber auch innerhalb dieser Sphäre, die Größe, der Betriebsumfang von Bauernhöfen wächst auf Kosten der Millionen anderen, aber natürlich verschwinden sie nicht alle. Wie es zugeht in der Landwirtschaft, sei es hier oder in Polen, regelt nicht einfach der Markt. Ganz im Gegenteil, weil der Marktmechanismus so wirken würde, ist es die Frage der politischen Organisation dieses Markts, der ständigen Bestimmungen, ob es jetzt heißt, die EU beschließt praktisch durch ihre Agrarpolitik, dass in Polen Landwirtschaft als unmittelbare Ruinierung von Millionen Kleinbauern stattfindet, oder ob sie die Verlaufsform hat, die sie bei der alten EWG nach dem Krieg gehabt hat, nämlich, dass diese Landwirtschaft staatlich betreut wird mit Bauernlegen, Wachstum von Agrarbetrieben, Produktion weltmarktfähiger Agrargüter, wodurch die restlichen Bauern mit Wachstum und Bauernlegen zu einer tauglichen Unterabteilung der Lebensmittelindustrie werden. Wenn es heißt, dafür braucht es die polnischen Bauern nicht, dann wird an denen geltend gemacht, dass sie ohne staatlichen Willen, sie zu diesem Mittel zu machen, untergehen, aber das ist dann eine Tat des Staats und nicht des Marktes.
- Der Artikel endet doch so, dass die jahrzehntelange Einwirkung des Staates auf die Landwirtschaft neben Produktivitätssteigerung etc. eine Scheidung des Bauernstandes bewirkt. Es gibt einige wenige wachstumsfähige Agrarfabriken: "Die entscheidende Minderheit der Betriebe, die das Gros des landwirtschaftlichen Produkts liefert, hat offenbar das Produktionsniveau der USA, Australiens etc. in etwa erreicht. Nach Ansicht der Kommission brauchen diese Betriebe keine Anreize und Hilfen mehr, um ihre Produktivität zu steigern.. Sie können auf dem Niveau der Weltmarktpreise Geld verdienen." (S. 112/113) Wenn man das zurückbezieht auf Punkt 1, wo von den Widrigkeiten der Sphäre die Rede war, wenn man in und an ihr Geschäft machen will - was sind das für Großbetriebe? Alles, wovon in Punkt 1 die Rede war, bleibt über die Entwicklungsstufen hin bestehen, darum kam am Schluss die Frage auf: Was sind diese paar Großbetriebe ökonomisch, die weltmarktfähig sind und laut staatlicher Aussage keine staatliche Hilfe mehr benötigen?
Worauf zielt deine Frage? Die Aussage ist, dass der Staat Organisator einer Konkurrenz eigentümlicher Natur ist, denn sie findet unter Staatsvoraussetzung, also auch nach verschiedenen Staatsgesichtspunkten statt. Zu dem Gesichtspunkt der Wachstumsförderung gehört dazu, dass deswegen, weil der Staat sie als Preisstützung organisiert, dieses sich für ihn als laufende Kosten niederschlägt, also immerzu die Frage aufwirft: Was ist nötig für die Konkurrenzfähigkeit, also die Bewährung auf dem Weltmarkt? und andererseits: Kann er sich da was ersparen? An diesen Gesichtspunkten ändert sich etwas durch den Produktivitätsfortschritt, aber auch durch die Größe der landwirtschaftlichen Betriebe und das Geschäft, das er in dieser Sphäre organisiert. Du fragst, wie kommen die überhaupt zustande?
- ... In Punkt 1 heißt es doch, dass die Sphäre eine ganze Reihe von Widrigkeiten für das kapitalistische Geschäft hat. Heißt das dann einfach, sie haben die soweit relativiert?
Falsch wäre es, auf dem Standpunkt zu stehen: Am Ende stehen die Bauern nicht mehr so da wie am Anfang. Die Abhängigkeit von der Natur sieht völlig anders aus, die Größe sieht anders aus oder das Beispiel mit dem Boden - sie kaufen ihn, um ihn zu ruinieren, und kaufen dann einen anderen - das gibt es dann eben alles. Also ist mit dem Beitrag der sonstigen kapitalistischen Gesellschaft und mit der Betreuung durch den Staat ein Fortschritt in dieser Sphäre unausweichlich und der fällt erstens als Sortierung aus, zweitens als Reduktion, das heißt, als Nutzen dieser Sphäre für die restliche kapitalistische Welt, als Beitrag zu deren Geschäft, und drittens als laufende staatliche Betreuung, die sich nach dem richtet, was der Staat selber bewirkt hat. Trotz der Probleme des Bauernwesens als kapitalistischer Sphäre gibt es in dieser Sphäre geschäftliche Fortschritte eben dieser Natur. Und übrigens weiß der Staat weiterhin, dass sie aus seiner Betreuung nicht einfach entlassen sind. In dem Maße, wie diese Leistung dieser Sphäre zustande kommt, sortieren sich auch die bäuerlichen Existenzen, nämlich in diese Großbetriebe einerseits und andererseits in den sich mühsam erhaltenden oder pur als Sozialfälle anfallenden Rest der Bauernmannschaft. Dieselben Staaten, von denen es hier heißt, sie kalkulieren, was es an Agrarhilfen für die Großbetriebe noch braucht, konkurrieren in der WTO um das Recht auf Subventionierung dieser Sphären. Es ist ein Mittel ihrer Konkurrenz, darum zu rechten, dass diese Sphäre als besondere weiterhin staatlich betreut wird und dass das international als Konkurrenzgepflogenheit Anerkennung findet. Das ist die andere Seite von dem, was hier (S. 96) steht als: Fortschritte gibt es, die fallen folgendermaßen aus: Welchen Aufwand hält der Staat für nötig?
- Das bekommt man ja aktuell mit an dem Thema Zucker, an dem abgehandelt wird, dass der Interventionspreis für Zucker erheblich heruntergesetzt werden muss und hier einerseits das große Jammern losgeht: Was wird mit den armen Zuckerrübenanbauern? Gleichzeitig ist festzustellen: Man hört hier von der Südzucker-AG und das Gleiche gibt es auch von der Nordzucker-AG, dass das Riesenfirmen geworden sind, die in mehreren Teilen Europas, vor allem Ungarn und Polen, massenweise Genossenschaften, die Zuckerrüben verarbeiten, aufgekauft haben und so in diesem Geschäft reüssieren wollen. Was da von den einzelnen Zuckerrübenanbauern übrigbleibt, ist da dann doch sehr die Frage. Die sind ja mit einer neuen Rechnung konfrontiert, ob sie mit dem reduzierten Garantie-Abnahmepreis noch leben können. Aber die nächste Stufe sieht gleich ganz anders aus unter diesen neuen staatlichen Rahmenbedingungen, die es bei der Zuckerproduktion gibt.
- ....Produziert der Bauer einen Mehrwert oder nicht? Das Argument, das dagegen spricht, ist: Er hat keine Arbeiter, die er ausbeuten kann; wenn er jemanden ausbeutet, dann bloß sich selber, und das bringt keinen Mehrwert. Jetzt kommt aber in der Grundrente ständig vor, dass der Bauer Mehrwert produziert, da sind ja auch andere Verhältnisse beschrieben, nämlich solche, wo Pächter mit Massen von Landarbeitern produziert haben und da ist auch schon immer das Argument, dass das, was den Landarbeitern an Mehrwert abgeknöpft wird, kaum reicht, um die Grundrente zu finanzieren. Das zweite Argument, das dagegen spricht, dass der Bauer einen Mehrwert produziert, ist, dass kein Kapital in diese Sphäre geht, also, wenn da tatsächlich ein Mehrwert zu holen wäre, dann würden sich doch anderes Kapital auf diese Sphäre stürzen und das ist nicht der Fall.
- Was soll beim Bauern, so wie der bisher besprochen wurde, diese Kategorie des Mehrwerts überhaupt? Seine Arbeit ist das einzige, was in der Landwirtschaft wertschaffend ist. Bei seiner Selbstausbeutung springt kein Mehrwert raus und Lohn zahlt er sich auch keinen, …
… soweit er nicht den Übergang dazu macht, dass er doch mehr oder weniger Lohnarbeiter anstellt, was eine Art und Weise ist, mit fremder Arbeitskraft ein Stück seines Geschäfts zu organisieren. Aber in dem Maße, wie er das nicht macht - und das Generelle ist, er wirtschaftet selber -, ist es auch keine Mehrwertproduktion.
- Vorher wurde gesagt, die Bauern, die sich selber ausbeuten, ersparen der Gesellschaft Kosten. Das war doch ein Argument gegen das, was man immer hört, dass die Bauern der Gesellschaft auf der Tasche lägen, weil sie so unproduktiv seien, und sie deshalb produktiver gemacht werden müssten, damit es nicht mehr nötig sei, sie zu subventionieren. Das ist doch auch das Argument des Staats von seinem Kostenstandpunkt her, weil er sie verbilligen will. Da wird so getan, als sei das der Königsweg aus der Misere, dass die Bauern produktiver werden.
- Das Komische ist, dass eine Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft nie dazu führt, dass der Staat sagt, die Ausweitung dieser Sphäre sei ein Gewinn für die Nation, sondern, der Gewinn für die Nation bestehe darin, dass diese Sphäre immer kleiner wird. Daran merkt man, dass sie einen Mangel hat.
Die ganzen Bemühungen der Bauern führen nicht dazu, dass er etwas davon hat, sondern dazu, dass der Preis der Lebensmittel beständig sinkt. Der Gesellschaft nützt das etwas in eben dieser Form, aber den Bauern selber nützt das nichts ... Wenn der Bauer gleichzeitig Grundeigentümer ist, kompensiert er mit seinem Einkommen als Grundeigentümer das schlechte Einkommen des Bauern. Das sind diese zwei Seiten, er ist verantwortlich für die Produktion von immer mehr billigen Produkten, er versucht selber, seine Revenuequellen zu verbessern, das gelingt ihm nicht, aber der Gesellschaft erspart er Kosten.
Das schlägt fast einen Bogen zum Ausgangspunkt des heutigen Abends: Es ist die bäuerliche Art und Weise, wie technischer Fortschritt im Kapitalismus zur Minderung des Wohlstands der Gesellschaft beiträgt, in dem Fall der Bauerngesellschaft. Die Steigerung der Produktivität ihrer Arbeit macht die Bauern nicht reicher, sondern weniger. Und die, die übrigbleiben, bekräftigt die Gesellschaft Tag für Tag in ihrer Selbstausbeutung. Die Gesellschaft muss weniger dafür hinlegen und beschwert sich gleichzeitig in Form des Staates darüber, dass sie die Bauern subventionieren muss. Das sind so die Nebenwidersprüche dieses Grundgesetzes. Die Bauern sind die Quelle eines kapitalistischen Geschäfts, das mit ihnen gemacht wird. Das bereichert dann diese Gesellschaft, bzw. ihre kapitalistisch aktiven Teile.
- Sie gehen als Teil der Kosten in die weiterverarbeitende Industrie ein, aber nicht als Beitrag zum Mehrwert.
Obwohl die Bauern gar nicht als deren Lohnarbeiter fungieren, leisten sie denen Dienste der Verbilligung durch ihre Selbstausbeutung. Das bleibt ja, dass sie sich auf einem niedrigeren Niveau reproduzieren als das, was sie schaffen, was sie für die Gesellschaft leisten an Bereicherung.
Nächstes Mal weiter.