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Berlin
Diskussionsveranstaltung

Die GEGENSTANDPUNKT-Redaktion diskutiert über die Fortschritte von Geschäft und Gewalt auf einem

Jour fixe in Berlin

Der rote Freitag

Um mit dem „Gegenstandpunkt“  ins Gespräch zu kommen, gibt es eine Gelegenheit
jeden 1. Freitag und
jeden 3. Freitag im Monat.

Jeweils um 18:30 Uhr werden im BAIZ (Christinenstr.1/Torstr.) aktuelle oder grundsätzliche Themen vorgestellt und diskutiert.
Wer Einwände dagegen hat, dass und wie die Herrschaft ihre Untertanen einspannt und dass und wie die Unternehmer den Einsatz ihrer Mitarbeiter nach dem Kriterium der Rentabilität vornehmen, der findet dort Gelegenheit, Gründe, Absichten und Methoden der Herren über Krieg & Frieden und der lohnenden Arbeitsplätze kennenzulernen. Das erspart vielleicht, Zeit in VoKüs oder bei Gewalt- und Strategiedebatten, am Bauzaun oder auf Soliparties zu verplempern, sich gegen falsche Gegner oder mit untauglichen Argumenten zu befassen.

2. Mai: Deutsche Truppen in Afghanistan - Die Freiheit fordert notwendig Opfer
16. Mai: Menschenrechte - was ist das überhaupt?

6. Juni: Ein Sieg der Olympischen Spiele steht schon fest - Wir stellen China die Tibetfrage!
20. Juni: "Thema wird noch bekannt gegeben"

4. Juli: Thema wird noch bekannt gegeben
18. Juli: Thema wird noch bekannt gegeben

August: Sommerpause

2.) Veranstaltungshinweis:


3.) Politikwissenschaftl. Referate:

am Mittwoch, 28. Mai, 18:00 h
Ort: FU, Silberlaube Hs1A

Die Finanzkrise - Eine  weitere Leistung des schnöden Mammons.

Dr. Theo Wentzke

am Donnerstag, 19. Juni, 18:00 Uhr:
in der FU, Silberlaube, Hs 1A

Aus Anlass der Debatte um Managergehälter und Mindestlöhne:

Wer verdient warum wie viel?

Über die Einkommen im Kapitalismus und ihre Quellen - einschließlich der Kritik der

verbreiteten Gerechtigkeitsvorstellungen 

Dr. Egbert Dozekal

Die Frage nach dem Einkommen ist in der Marktwirtschaft existentiell. Wie viel Geld ein Wirtschaftsbürger für wie viel Arbeitsaufwand heim trägt, entscheidet über sein Leben; darüber nämlich, ob ihm die Güter des täglichen Bedarfs sowie des Genusses in ausreichender Menge und Qualität zugänglich sind, und ob die für deren Beschaffung erforderliche Arbeit auch noch Lebenszeit und Lebenskraft für Genuss und die Entwicklung freier Interessen übrig lässt.
Jeder weiß, dass die Einkommen in der Marktwirtschaft krass verschieden ausfallen: Vom Null-Einkommen der Arbeitslosen reichen sie über Hungerlöhne im wachsenden Niedriglohnsektor, über schmale, mittlere und bessere Arbeitslöhne, zu Beamten- und Politikergehältern; unter den Selbstständigen gibt es noch einmal die weite Spanne vom Elend der Ich-AGs und der kleinen Handwerker bis zu den ein- und zweistelligen Millionenbeträgen der Manager; ganz zu schweigen von den Besitzern wirklich größer Vermögen, Ländereien und Industriebeteiligungen. Das steile Gefälle gibt zu denken.
Die meisten verführt es zu der falschen Frage, ob sie selbst bezahlt bekommen, was ihnen aufgrund ihrer Leistung zusteht; bzw. ob die anderen wirklich verdienen, was sie verdienen. Kritische Zweifel, ob die enormen Einkommensunterschiede durch ebensogroße Unterschiede der Leistung zu rechtfertigen seien, sind nämlich sehr unkritisch. Sie setzen als selbstverständlich voraus, dass vom Grundeigentümer, der Mietzins, über den Aktienbesitzer, der Dividende einstreicht, den Manager, der für Organisation und Erfolg der Profitmacherei seine Millionen kassiert bis zum Ingenieur, Maurer und Briefträger alle Einkommensbezieher größere oder kleinere Arbeitsleistungen in eine große Arbeitsteilung erbringen, von deren Produkten und Diensten dann das Volk und alle einzelnen leben. Aber vielleicht gibt es das Gemeinschaftswerk ja gar nicht, zu dem alle Beiträge leisten. Vielleicht gibt es gar keine Verteilung des Nationalprodukts, die man auf ihre Gerechtigkeit hin befragen könnte, sondern nur die Konkurrenz um die Aneignung des geschaffenen Reichtums; einen Kampf , in dem sich die einen mit ihrer Macht nehmen, was die anderen sich nehmen lassen.
Statt der verkehrten Frage nach der Gerechtigkeit der Einkommensverteilung wird unser Vortrag die Entstehung der Einkommen erklären. Mit welchen Mitteln sichern sich die verschiedenen Teilnehmer an der Wirtschaft ihren Anteil? Wofür werden sie bezahlt? Sind Grund, Zweck und Quelle der diversen Einkommen erst einmal geklärt, braucht sich niemand mehr darüber wundern, dass diejenigen, die mit ihrer Arbeit das Nationalprodukt schaffen, ewig arm bleiben. Während die wirklich Reichen mit Arbeit nichts zu tun haben.

am Dienstag,  1. Juli, 18:00 Uhr:
Humbold Universität, Hauptgebäude HS 3059

Jugendgewalt in Deutschland: Der Staat macht sich stark für seine Früchtchen


4. öffentl. Veranstaltungen/Teach Ins: