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Die politische Vierteljahreszeitschrift  GEGENSTANDPUNKT lädt ein zu



Regelmäßiger Diskussionstermin in
Dortmund

Dietrich-Keuning-Haus, Raum 226, Leopoldstr. 50-58 (Hbf. Nordausgang), Dortmund
Di., 2. Februar, 19:00 Uhr

- Naturkatastrophe in Haiti: Die kapitalistische Staatenwelt leistet humanitäre Hilfe.
Vom politischen, ökonomischen und moralischen Nährwert einer globalen Rettungsaktion
- "Die Bundeswehr in Afghanistan: Wann dürfen Deutsche töten?" (Spiegel)
Die aktuelle Debatte um Fluch oder Segen des Kriegs am Hindukusch.

Nächster Termin: 2. März (Dienstag, 19:00 Uhr)


Die politische Vierteljahreszeitschrift  GEGENSTANDPUNKT lädt ein zu Vortrag und Diskussion in

Bochum

am Montag, den 25.1.2010, um 19:30 Uhr
Ort: KulturCafé, Ruhr Universität Bochum

Thema: „Fleiß, Sparsamkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Altruismus, Höflichkeit“:

Die Moral und ihre großen Werte – nichts wert!

Referent: Rolf Röhrig
Veranstalter: COUNTER CURRICULUM

Die Moral gilt als hohes Gut, das die Menschen im Unterschied zum Tierreich als Krone der Schöpfung adelt. Merkwürdigerweise ist sie aber nie recht vorhanden, weil die Welt eigentlich nur von gierigen Managern, korrupten Politikern, egoistischen Singles und faulen Arbeitslosen bevölkert ist. Nicht zu vergessen die unhöflichen Kinder, die nie grüßen. Die Welt ist also voller Lumpen.

Eine Ausnahme kennt freilich jeder: sich. Das ist nur eine der vielen selbstgerechten Dummheiten des moralischen Bewusstseins, das für jeden Schaden, den das kapitalistische Gemeinwesen seinen Insassen auflädt, ein und dieselbe falsche Erklärung parat hält: Das schlechte Benehmen der Menschen ist schuld, die sich einfach nicht an Moral und Anstand halten. Wären alle so tugendhaft wie man selbst, wäre die Welt in Ordnung und jeder hätte sein Auskommen.

Das Anspruchsdenken, sonst heftig im Volk bekämpft, wird auf dem Feld der moralischen Tugenden von Politikern, Wirtschaftskapitänen und Pastoren kräftig angestachelt. Anstand kann ein Mensch gar nicht genug haben! Für das politische Gemeinwesen stiftet die Moral offenbar einen erheblichen Nutzen. Für die Millionen kleiner Leute, die unter seine Räder kommen, taugt sie nichts.

Der Vortrag will nicht nur den Begriff der Moral erläutern, sondern einmal die viel gepriesenen Tugenden höchstselbst auf den Prüfstand stellen. Was taugen eigentlich Fleiß, Sparsamkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Altruismus und Höflichkeit? Soviel sei vorweggenommen: Die Kritik an so großen Werten wie Ehrlichkeit oder Altruismus ist kein Plädoyer für die Umkehrung, also für Unehrlichkeit oder Egoismus, sondern ein Einwand gegen den marktwirtschaftlichen und demokratischen Sumpf, auf dem das falsche moralische Bewusstsein gedeiht.


Nächster regelmäßiger Diskussionstermin in Dortmund
Dietrich-Keuning-Haus, Raum 226, Leopoldstr. 50-58 (Hbf. Nordausgang)
Di., 2. Februar, 19:00 Uhr

- Naturkatastrophe in Haiti: Die kapitalistische Staatenwelt leistet humanitäre Hilfe.
Vom politischen, ökonomischen und moralischen Nährwert einer globalen Rettungsaktion
- "Die Bundeswehr in Afghanistan: Wann dürfen Deutsche töten?" (Spiegel)
Die aktuelle Debatte um Fluch oder Segen des Kriegs am Hindukusch.