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GegenStandpunkt 3-10

Chronik (1)

Götz Werners ‚bedingungsloses Grundeinkommen‘
gegen Armut und Arbeitslosigkeit:
Sorgen um den rechten Geist des Kapitalismus

Götz Werner ist schon ein außergewöhnlicher Mann: Der ‚Selfmade-Milliardär‘ hat sich als Kritiker eben der marktwirtschaftlichen Verhältnisse einen Namen gemacht, in denen er als Chef einer Drogeriemarktkette Milliarden gemacht hat. Werner belässt es freilich nicht bei Kritik. Er offeriert so etwas wie ein Patentrezept, wie man Armut und Arbeitslosigkeit loswird, ohne die Marktwirtschaft, deren Produkt sie sind, in Frage zu stellen. Von einem ‚bedingungslosen Grundeinkommen‘ für alle Bürger und dem Ersatz aller Steuern durch eine ‚Konsumsteuer‘ verspricht er sich die Behebung aller Übel und erwartet von ihnen sogar, das Land zu ganz neuen Ufern zu führen. Das macht ihn für die einen zum ‚Heilsbringer‘, für andere zum ‚Spinner‘. Die Öffentlichkeit wundert sich, dass dem „Wanderprediger“ in Zeiten, die nicht gerade für Kritik und Protest bekannt sind, eine „geradezu gläubige Begeisterung entgegenschlägt. Mehrere tausend Neugierige wallfahren zu seinen Vorträgen.“ (Der Spiegel)

 

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© GegenStandpunkt Verlag 2010