In unseren Artikeln zur Finanzkrise und zum Finanzkapital haben wir unseren Lesern Einsichten wie die zugemutet, dass die Bewirtschaftung von Wertpapieren ein Wachstum eigener Art hervorbringt, das sich den Titel „Blase“ nur dann einhandelt, wenn etwas schiefgeht. Tatsache ist ja, dass das Finanzkapital handelbare Rechtsansprüche auf Erträge akkumuliert, die mit der Produktion von Mehrwert nie und nimmer einzulösen wären. Tatsache ist auch, dass die massenhafte Entwertung solcher Anspruchstitel die gesamte Geldwirtschaft in Gefahr bringt, deswegen von den zuständigen Staatsgewalten mit einer gigantischen Wertgarantie abgewendet wird und dann sogar deren Garantiemacht in Frage stellt – ein deutlicher Beleg dafür, dass es sich bei diesen Wertobjekten nicht um eigentlich ungedeckte, „letztlich“ nichtige Ansprüche handelt, sondern um den „Kern“ des marktwirtschaftlichen Reichtums, der auf keinen Fall eine „Schmelze“ erfahren darf.
Einige kritische Leser werfen uns gleichwohl vor, dass das, was wir über den Wert finanzkapitalistischer Geldanlagen sagen, unverträglich sei mit dem, was sie bei Marx über „wertschaffende Arbeit“ gelernt haben. Weil wir in dessen Kritik der politischen Ökonomie des Kapitals die theoretische Grundlage für unsere Kritik des Finanzkapitals gefunden haben, sind wir uns dagegen sicher, dass es an Unklarheiten beim Verständnis der Marx’schen Erklärung des „Werts“ liegt, wenn unsere Erläuterungen des Finanzkapitals als Widerspruch zu Marx verstanden werden. Deswegen ein grundsätzliches Angebot zur Klärung des „Werts“, also der widersprüchlichen Form des gesellschaftlichen Reichtums und der Arbeit im Kapitalismus, – für Marx-Leser und andere Interessierte.
Der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen ist als regelrechter Geschäftszweig etabliert und auch in zahlreichen Familien zu Hause. Nun wird die Reihe der Kinderschänder um prominente Adressen erweitert: Seelsorger der Mutter Kirche genauso wie das Personal weltlicher Erziehungsanstalten haben sich massenhaft an ihren Zöglingen vergangen. Die Ursachenforschung allerdings bleibt überwiegend dem Feuilleton überlassen und fällt dementsprechend aus: Sie kreist um die psychische Deformation der Täter und die Verletzung einer unbefragt guten sittlichen Ordnung, während sich die Politik mit der rechtlichen und organisatorischen Sicherstellung eines den staatlichen Vorgaben genügenden Erziehungswesens ohne inkriminierte Übergriffe – dazu zählen auch früher für angemessen gehaltene Züchtigungen – befasst. Eben die sittliche Ordnung aber, die da als gültiger Kodex gelungener Persönlichkeitsbildung hochgehalten wird, hat mit den Gründen für die angeprangerten Entgleisungen ziemlich viel zu tun. Also befasst sich der
Was über den Konsum vermeldet wird, ist so merkwürdig wie aufschlussreich: Des öfteren muss er z.B. „angekurbelt“ werden, wird also gefordert, damit das Wachstum vorankommt. Offenbar ist er er nicht Zweck, sondern Mittel, um Geschäfte in Gang zu bringen und zu halten. Als Anschub kommt denn auch eine Größe auf keinen Fall in Betracht: mehr Einkommen der arbeitenden Menschheit. Daneben hält sich vielmehr die umgekehrte Sicht: Unversehens finden sich Menschen, die nicht recht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, in einer „Überflussgesellschaft“ wieder. Der Konsument – in seinen Entscheidungen frei, aber durch sein Einkommen beschränkt – soll mit dem, was er sich privat leistet, überhaupt für alle möglichen Übel wie Umweltschäden usw. mitverantwortlich sein, mit seiner „Konsumentenmacht“ die aber auch korrigieren können – per Einkauf. Das ist theoretisch verkehrt und praktisch wirkungslos. Der
Aus gegebenem Anlass bieten die Auslandsexperten Bilanzen über 15 Jahre „Südafrika ohne Apartheid“, die ziemlich gemischt ausfallen, aber unisono eine „immer noch bestehende Kluft zwischen Arm und Reich“ anprangern. Vom mangelhaften Wirtschaftswachstum über das Unvermögen der politischen Klasse bis zur mangelnden Demokratiefähigkeit der Bürger – alle Beteiligten sollen dabei versagt haben, dem Land jenen „Vorbildcharakter“ für Afrika zu verleihen, den ihm die Begutachter als seine Bestimmung zuschreiben. Grund genug für eine unvoreingenommene Beantwortung der Frage: Was „klafft“ da wie und warum in Südafrika auseinander, also für eine objektive Würdigung der Herrschaft des ANC.
(1) „Arbeit muss sich wieder lohnen!“
Nach fünf Jahren Hartz-IV:
Neuer Reformbedarf auf dem Weg Deutschlands in das Ausbeutungsparadies „Billiglohnland“
(2) Das neue deutsche Tagelöhnertum – voll trendy!
(3) Der Ausbildungsmarkt 2010:
„Keiner darf rausfallen!“ – bei der Bildungeiner differenzierten und profilierten Reservearmee
(4) Ein Anschlag auf den ‚jüdischen Staat‘ und seine Sicherheit:
Obama besteht auf Diplomatie mit Israels Feinden
(5) „Schummel-Griechen machen mit ihrem Schuldendramaunseren Euro kaputt!“ (Bild):
Ein Lehrstück über europäischen Nationalismus von oben und von unten
(6) Diskussionsbeitrag zum Geld des Staates und zum Giralgeld der Banken:
Lassen sich Geld und Geldersatz noch unterscheiden?