Heinz Dieterich gilt als Chefideologie der linken südamerikanischen Bewegungen. Mit seinem Programm eines "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" nimmt er die Rolle eines Beraters lateinamerikanischer Linksregierungen wahr und findet als Theoretiker des dortigen "Linksrucks" Anklang unter hiesigen Linken.
Dabei erschöpft sich das, was Dieterich unter dem Schlagwort "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" an Kritik und Argumenten ausbreitet, im Grunde in einem einzigen falschen, aber unter kritischen Menschen enorm verbreiteten Gedanken: Die kapitalistischen Zustände in der Welt sind ungerecht; das dürfte und müsste nicht so sein, wenn man sie nur gerechter einrichten würde. Und dieser Fortschritt ist – so versichert Dieterich unentwegt – auch machbar, im Kapitalismus angelegt und längst auf dem Vormarsch: Gerechtigkeit siegt. Aus diesem hoffnungsvollen Standpunkt verfertigt er eine falsche Kritik des Kapitalismus und des realen Sozialismus – sowie ein widersprüchliches Konstrukt einer neuen, besseren Welt.
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