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GEGENSTANDPUNKT 4-07

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GegenStandpunkt 4-07 ist am 14. Dezember 2007 erschienen


Nichts als Schwierigkeiten mit dem fiktiven Kapital ...

Die sogenannte US-Hypothekenkrise. Ein Nachtrag

Unsere "Anmerkungen zur Finanzkrise" in Heft 3-07 sind auf Einwände gestoßen. Diese betreffen zum Teil die in dem Artikel angedeuteten Techniken dieses besonderen Geschäftszweigs, korrigieren Verkehrtes, präzisieren Ungenaues, verbessern Missverständliches. Die Mühe, die diese Zuschriften sich gegeben haben, machen wir uns zunutze und geben die angemahnten Verdeutlichungen weiter. Und weil etliche Leser mit der Art, wie auf dem Markt mit Verbriefungen Milliardenvermögen verdient bzw. vernichtet werden, nicht klar gekommen sind – was kein Vorwurf ist: wer sich mit einer korrekten Vorstellung von den Abläufen und Machenschaften in einem modernen Kreditwesen schwerer tut als mit dem Begriff dieses Gewerbes, hat seinen Grips wahrscheinlich noch ganz gut beisammen –, geben wir noch einmal eine allgemeine Vorstellung von dem Geschäftszweig, dessen zeitweiliger Zusammenbruch mittlerweile sogar die Weltkonjunktur gefährden soll. Manche Zuschriften enthalten außerdem eine Kritik an unseren "Anmerkungen", die sich gegen die Erklärung der betreffenden Bankgeschäfte wendet. Wir gehen darauf ausführlich ein, um zu verdeutlichen, welchen politökonomischen Inhalt wir den Verbriefungstechniken der modernen "Finanzindustrie" nachsagen und welche Leistungen des Kreditgewerbes kritisch würdigen wollten.

  1. Korrekturen & Klarstellungen
  2. Kritik & Gegenkritik
  3. Zur Sache: „Finanzieren“ & „Refinanzieren“


Weltlage 2007

Die Realität einer multipolaren Weltordnung

Das Unternehmen der Bush-Regierung, Afghanistan und Irak mit Krieg in amerikanische Bastionen und den ‚nahöstlichen Krisenbogen‘ in eine amerikanisch befriedete Region zu verwandeln, hat nicht die gewünschten Resultate gezeitigt. Die mit amerikanischer Macht verfolgte ‚Vision‘ einer ‚neuen Weltordnung‘ hat keine Ordnung, sondern lauter ‚Krisenherde‘, ,gewaltsame Konflikte‘ und ‚Kriegsszenarien‘ geschaffen. Das ist kein Wunder, haben es die Objekte der amerikanischen Kriegsmaschinerie sowie die Regionalmächte vor Ort und die Konkurrenten der amerikanischen Führungsmacht doch mit dem Ansinnen zu tun bekommen, die überlegene Gewalt der USA solle allen anderen Nationen die Anerkennung eines amerikanischen Entscheidungsmonopol über den Status abnötigen, die den größeren und kleineren Mitglieder der ‚Staatengemeinschaft‘ zustehen soll. Dagegen haben sich nicht bloß die angegriffenen und noch ins Visier Amerikas genommenen Feindstaaten verwahrt. Diesem Anspruch widersetzen sich auf alle möglichen Weisen auch und gerade die Partner und erklärten Konkurrenten Washingtons, weil sie sich selbst zur Aufsicht über die Staatenwelt oder zum Aufstieg in die oberen Ränge imperialistischer Mächte berufen sehen. Diese Ergebnisse haben Washington zu denken gegeben, nämlich seinen Willen befördert, der widerstrebenden Welt erst recht seine Entschlossenheit und Fähigkeit zu beweisen, mit überlegenen Gewaltmitteln der ‚Staatengemeinschaft‘ Respekt einzuflößen. So kämpft die Weltmacht um ihre Glaubwürdigkeit. Das Ringen um die ‚neue Weltordnung‘ ist darüber zu einem ziemlich umfassenden Zerstörungswerk geraten. Statt die imperialistische Konkurrenz zu beenden haben die USA sie neu eröffnet.


Türkischer Militäraufmarsch an der irakischen Grenze

Eine Regionalmacht fordert Respekt


„Frieden für Darfur“

Ein Nebenkriegsschauplatz der amerikanischen Weltordnung

  1. Was wollen die USA im, vom und mit dem Sudan? Ihm muss geholfen werden – zu einer Ordnung, die alle anti-amerikanischen Störfelder ausschaltet
  2. Das Arsenal amerikanischer Druckmittel im Einsatz
  3. Die Interessen und Rechtspositionen der US-Konkurrenten am Sudan
  4. Resultat der amerikanischen Friedens-Arrangements für den Sudan



Chronik – kein Kommentar!

Zeitgeist im deutschen Herbst 2007

Die Herrschenden erklären ihre Politik zum alternativlosen Sachzwang, weil sie zu dem, was sie sich vor-nehmen, keine Alternative dulden. Das ist das eine. Das andere ist, dass sich die bürgerliche Öffentlichkeit dies ohne Kommando von oben als Leitfaden ihrer politischen Berichterstattung zurechtlegt: Sie begutachtet, ob die demokratische Herrschaften auch ihren eigenen Maßstäben gerecht werden, sich an das Recht halten, das sie sich setzen, und die Machtinteressen voranbringen, denen sie sich verschrieben haben. So unterweist die freie Presse das höhere wie das niedere Volk je auf seine Weise in der Kunst, die Belange der Regierenden, die in seinem Namen regieren, als die ureigenen zu betrachten und so über deren Taten zu rechten. Dem einfachen arbeitenden oder arbeitslosen Bürger und Steuerzahler bestätigt man seine staatsbürgerliche Empörung über ‚die da oben‘, damit er sich auch wieder abregt. Der Elite liefert man, was ihrem gehobenen Selbstbewusstsein entspricht: verantwortungsvolle Vorschläge, wie das, was die Herrschenden für Deutschland tun, eventuell doch noch sinnreicher getan werden könnte. Lauter Parteinahmen für erfolgreiches Regieren also!

(1) Unsere Bundeskanzlerin in China: Chapeau!

(2) Die Öffentlichkeit versteht allmählich ihren Schäuble besser:
Die Zivilgesellschaft – zu zivil für den Antiterrorkrieg?

(3) Eine Neue beim Polittalk am Sonntagabend

(4) Ein Dauerbrenner in der öffentlichen Auseinandersetzung um einen ordentlichen nationalen Niedriglohnsektor und die wenig besinnlichen Alternativen:
Der Mindestlohn – Fluch oder Segen?
Jobkiller, Konjunkturbremse, wirtschafts-, verbraucher- und arbeiterschädlicher Fehlgriff oder soziales Friedensinstrument?

(5) Was die Franzosen am dringendsten brauchen?
Die deutsche Agenda 2010!

(6) Kouchner droht mit Krieg gegen den Iran –
die deutsche Presse verteilt Noten

(7) Eine EU-Truppe unter französischem Kommando für den Tschad:
„Humanitäre Aktion“? Die doch nicht!

(8) Armut – nur gefühlt?

(9) Der Dalai Lama in Berlin, Proteste in Peking:
Die spinnen ja, die Chinesen! Andererseits: Wenn sie schon so spinnen – ist es dann gut, ihnen Anlass dafür zu bieten?

(10) Was das tapfere Volk von Birma nach deutschen Pressemitteilungen dringend braucht:
Verschärfte Sanktionen, eine Safran-Revolution –
oder einen Aufstand von außen

(11) Die Berliner Rede 2007
Das Staatsoberhaupt hat das Wort

(12) Nationale Debatte um das Arbeitslosengeld
Ein öffentliches Lehrstück in Sachen ‚soziale Gerechtigkeit‘ heute


© GegenStandpunkt Verlag 2007